10.04.2011 FSG Bergen-Enkheim/Bad Vilbel – BSC Kelsterbach 21:26 (13:13)

Kelsterbach gewinnt das letzte Spiel allein schon aus Prinzip

 

Es ist im Sport kein unbekanntes Szenario: die Meisterschaft ist schon gefeiert, bleibt ein situationell unbedeutendes Saisonabschlussspiel, und der Gastgeber steht im Tabellenkeller unter Punktzwang – da schlägt der Zeiger gerne Richtung Außenseiter. So schienen auch die Frauen des BSC Kelsterbach bei der FSG Bergen-Enkheim/Bad Vilbel ungeachtet aller Mahnungen von Trainer Ulli Theis auf der Kippe zu stehen. Der BSC-Coach ärgerte sich verständlicherweise über die nachlässige Abwehrarbeit seiner Schützlinge, die den kampfstarken Hausherrinnen in der ersten Hälfte einige Lücken öffnete. Allein vom Kreis zeichnete sich die stark abstiegsbedrohte FSG sechsmal erfolgreich, erarbeitete sich dadurch mehrfach die Führung. Da es im Angriff bei Kelsterbach, von einigen Fehlwürfen abgesehen, recht rund lief, blieb der Meister aber in Reichweite. Vor allem die linke Seite mit Michaela Hain und der in ihrem letzten Handballspiel grandios agierenden Sabine Pfister stach mit je drei Treffern. Ein kurioses Tor von Katrin Schickel durch die Socken der FSG-Keeperin ließ den BSC mit einem 13:13 in die Halbzeit gehen.

Erwartungsgemäß legte Kelsterbach nach der Kabinenpredigt eine Schippe drauf. Spielmacherin Sandra Hopp erfreute sich in ihrem letzten Spiel einer steten Einzeldeckung, verwandelte aber alle ihre sechs Strafwürfe sicher, so auch zur 13:14 Führung. Wichtiger noch ihre vorbildliche Leistung im defensiven Mittelblock, zahlreiche Angriffe der Gastgeber vereitelte sie mit ihrer unglaublichen antizipatorischen Erfahrung , versperrte dazu einem halben Dutzend Rückraumwürfen den Weg zum Kelsterbacher Kasten. Zusätzliche Motivation erhielten sie und die Kolleginnen durch einsetzende Schmährufe von Teilen des lautstarken Heimpublikums. Hier haben die despektierlichen Zuschauer ihrer Mannschaft bei aller sportlichen Fairness sicherlich keinen Gefallen getan. Der BSC erhöhte bis zur 45. Minute auf 15:19, ließ dabei aber einige Großchancen zur frühen Vorentscheidung liegen. Doch die FSG suchte die Lücke nun meist vergebens und konnte trotz offenkundiger Entschlossenheit nicht mehr aufschließen. Mit dem Strafwurf zum 18:22 erzielte Sandra Hopp wenig bescheiden auch den 500. Saisontreffer des BSC. Die beiden letzten Kelsterbacher Tore in dieser Spielrunde erzielte die zumindest im nächsten Jahr aussetzende Yvonne Christoph, der sichere Strafwurf zum 20:25 sowie der Konter zum 21:26 Endstand sorgten auch bei ihr für einen gelungenen Ausstand. Ebenso souverän der Auftritt von Dominique Nüchtern auf der rechten Seite, obgleich der Pfosten ihren Abschiedstreffer verhinderte. Schlussendlich konnte sich Torfrau Dagmar Joretzki zum offiziellen und verletzungsbedingten Karriereende wenigstens auf der Tribüne über den verdienten Auswärtserfolg freuen. Der sechszehnte Sieg in Folge besiegelte eine imposante Saison des BSC Kelsterbach, der sich nun guten Mutes auf die kommenden Aufgaben in der Landesliga Mitte vorbereiten kann.

 

Torfolge: 0:1, 1:3, 3:3, 5:6, 7:6, 8:8, 10:8, 10:10, 13:11, 13:13; 13:15, 15:16, 15:19, 18:22, 19:24, 21:26

 

BSC: Jessica Schell (Tor), Sandra Hopp (7/6), Michaela Hain (4), Tina Liebenhoff (4), Sabine Pfister (4), Yvonne Christoph (3/1), Alix Huschka (2), Michelle McCoy (1), Katrin Schickel (1), Lisa Assaid, Davina Börner, Dominique Nüchtern

 

Strafwürfe: FSG 4 (4) / BSC 7 (7)

Strafzeiten: FSG 3 / BSC 3

Rote Karte: D. Börner (BSC, dritte Zeitstrafe)

02.04.2011 BSC Kelsterbach – TG Schwanheim 20:15 (9:9)

Kelsterbach macht das Meisterstück

 

Die Handballfrauen des BSC Kelsterbach ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und besiegelten mit einem 20:15 Heimsieg gegen den punktgleichen Verfolger TG Schwanheim am vorletzten Spieltag ihre Meisterschaft in der Bezirksoberliga Frankfurt. Nach zweijähriger Abstinenz kehrt Kelsterbach somit auch zielgemäß in die Landesliga Mitte zurück.

Das Spitzenspiel lebte im ersten Durchgang vor allem durch die Spannung. Die Schwanheimerinnen zeigten sich gewillt ihre letzte Gelegenheit zu nutzen und gingen nach knapp 6 Minuten mit 1:3 in Führung. Kelsterbach erarbeitete sich in dieser kampfbetonten Partie ein Chancenplus, scheiterte aber des Öfteren an TG-Keeperin Eva Michalski, so dass Schwanheim den 2-Tore Vorsprung bis zur 22. Minute verteidigen konnte (5:7). Tina Liebenhoff brachte den BSC mit einem Dreierpack binnen zwei Minuten erstmals in Führung, wenngleich die TG kurz vor der Pause noch den 9:9 Ausgleich markierte.

Die Kabinenansprache von BSC-Coach Ulli Theis muss wahrlich meisterlich gewesen sein, denn seine Schützlinge hatten im zweiten Abschnitt einiges zuzulegen. Entgegen der plakativen Vorankündigung für dieses Titelderby (bester Angriff gegen stärkste Verteidigung) bewiesen die Kelsterbacherinnen, dass die effektivste Defensive nicht zwangsläufig aus der Anzahl der Gesamtgegentreffer abzuleiten ist. Schwanheim verzweifelte ob der tadellosen Abwehrarbeit der Gastgeber, eine grandiose Jessica Schell im Tor erledigte den Rest. Knapp 16 Minuten lang verhinderte sie erfolgreich einen Treffer der TG, während auf der Gegenseite Sandra Hopp per Strafwurf und Tina Liebenhoff aus dem Rückraum jeweils zweimal das BSC-Konto erhöhten. Ein beherzter Konterlauf von Lisa Assaid brachte den BSC mit 14:9 in Führung und veranlasste TG-Coach Jörg Schmidt eine Auszeit zu nehmen. Zwar nutzte sein Team eine Kelsterbacher Unterzahl zum 14:11 Anschluss (47.), doch die Durchschlagskraft blieb verloren. Sabine Pfister, Vanessa Ley und Katrin Schickel hatten ganze zwei Minuten später durch drei schöne Tore vorentscheidend auf 17:11 für den BSC erhöht. Schwanheim fehlten die Ideen um nochmal in Schlagdistanz zu kommen, zumal man Kelsterbach auch nicht gänzlich am Torewerfen hindern konnte. Zwei Tempogegenstöße durch Michaela Hain und Michelle McCoy zum 20:14 in der 57. Minute entfachten einen Jubelsturm in der Kelsterbacher Baugé-Halle. Stehende Ovationen für den designierten Meister gab es von den Zuschauern wie Reservespielerinnen bis zur Schlusssirene, wenngleich Eva Michalski den letzten Heimsiebenmeter von Urgestein Sandra Hopp zum Fehlversuch parierte. Die Regisseurin des BSC wird es verkraften können, tritt sie nicht nur als Meisterin zurück, sondern auch mit dem Titel der Torschützenkönigin in der Bezirksoberliga Frankfurt. Enormen Beifall sowie Blumen und Geschenke zum Karriereende erhielten neben ihr noch Dominique Nüchtern und Sabine Pfister. Am nächsten Sonntag bietet sich eine letzte Gelegenheit die drei BSC-Legenden in Aktion zu sehen, beim Saisonabschlussspiel bei der FSG Bergen-Enkheim/Bad Vilbel. Trotz stürmisch begangener Meisterfeier in lauer wie langer Frühlingsnacht sollte eine Woche genügend Zeit geben, mit klarem Kopf zum Klassenabschied die 500-Tore Marke zu knacken.

 

Torfolge: 0:1, 1:3, 3:5, 5:5, 5:7, 8:7, 8:8, 9:9; 14:9, 14:11, 17:11, 17:13, 18:14, 20:14, 20:15

 

BSC: Jessica Schell (Tor), Tina Liebenhoff (5), Sandra Hopp (3/3), Lisa Assaid (2), Michaela Hain (2), Vanessa Ley (2), Michelle McCoy (2), Sabine Pfister (2), Alix Huschka (1), Katrin Schickel (1), Davina Börner, Yvonne Christoph, Muradiye Ocak, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: BSC 5 (3) / TGS 5 (3)

Strafzeiten: BSC 4 / TGS 1

 1.4.2011

Showdown in Kelsterbach

Kelsterbach. Am Samstag kommt es in der Handball-Bezirks-Oberliga Frankfurt der Frauen zum Showdown im Titelkampf zwischen dem Spitzenreiter BSC Kelsterbach und seinem punktgleichen Verfolger TG Schwanheim.

Vor dem mit Spannung erwarteten Duell lassen die Kelsterbacherinnen keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie sich am vorletzten Spieltag vor heimischer Kulisse (IGS-Baugé-Halle, Beginn 19 Uhr) die Meisterkrone aufsetzen wollen. «Wir gehen mit Lust und Freude in diese Partie. Die Motivation bei uns ist riesengroß», berichtet BSC-Coach Ulli Theis. Sein Team wäre bei einem Sieg bereits Meister, da es das Hinspiel 17:12 gewonnen hat und somit aufgrund des dann besseren direkten Vergleichs nicht mehr von Platz eins verdrängt werden kann. Auch bei einem Remis hat der BSC die besseren Karten. Die Schwanheimerinnen stehen daher unter Zugzwang. Zum einen müssen sie morgen doppelt punkten, haben dann aber auch noch das schwere abschließende Spiel gegen den Tabellendritten SG Nied vor der Brust. Dem direkten Vergleich kann also am Ende noch entscheidende Bedeutung zukommen.

Das i-Tüpfelchen setzen

Aber nicht nur deshalb ist der BSC für TG-Trainer Jörg Schmidt der klare Favorit: «Kelsterbach verfügt mit seinen ehemaligen Landesligaspielerinnen wie Sandra Hopp oder Tina Liebenhoff über die größere Erfahrung.» Demgegenüber geht sein Team ersatzgeschwächt in das Schlagerspiel. Seit längerer Zeit fehlt die verletzte Vanessa Brettschneider, und seit dem vergangenen Wochenende fällt auch Ina Hädrich mit einem Kreuzbandriss aus. Ein Sieg gegen den Spitzenreiter wäre für Schmidt ohnehin das i-Tüpfelchen auf eine bis jetzt schon überaus erfolgreiche Saison.

Denn so recht hatte die Schwanheimer im Titelrennen keiner auf der Liste. «Alle haben von Kelsterbach, Nied und Goldstein bei der Meisterschaftsvergabe gesprochen. Wobei wir unser selbstgestecktes Ziel, unter die ersten drei zu kommen, längst erreicht haben», sagt der Coach voller Stolz. Dass seine Mannschaft bei einem Sieg im Spitzenduell noch nicht «durch» ist, weiß Schmidt, doch darüber macht er sich keine Gedanken: «Jetzt warten wir einfach mal ab was passiert, wenn die stärkste Abwehr auf den besten Angriff der Liga trifft», meint der Schwanheimer Coach, dessen Team bisher nur 200 Gegentore hinnehmen musste.vk (vk)

26.03.2011 BSC Kelsterbach – SV Seulberg 33:13 (16:4)

BSC schießt sich für das Saisonfinale warm

 

Leichtes Spiel für die Kelsterbacher Handballfrauen im Heimspiel gegen den Tabellenneunten SV Seulberg. Die abstiegsbedrohten Gäste hatten schon in der Vorwoche ihre Partie gegen Schwanheim wegen Personalnot abgesagt, und auch zum Tabellenführer reisten sie mit nur einer Ersatzspielerin an. Als dann noch die Seulbergerin Weiershäuser nach 7½ Minuten wegen Foulspiel die Rote Karte sah, war die Partie ungeachtet des zu diesem Zeitpunkt knappen 2:1 Spielstands bereits entschieden. Ohne Wechselmöglichkeit blieb der Seulberger Sechs leider nicht viel mehr als Schadensbegrenzung gegen die im Meisterschaftsendspurt auf vollen Touren drehenden Schützlinge von BSC-Trainer Ulli Theis. Kelsterbach zog mit konzentrierter Defensive und variablem Angriffspiel über 6:1 (14.) und 13:2 (22.) zur Pause schon auf 16:4 davon.

Die Spannung zu halten lautete dann auch die Vorgabe für den zweiten Abschnitt dieses minder spannenden Wettstreits. Je zwei Treffer durch Alix Huschka und Sarah Stenger sowie ein Kontertor der heute grandios aufspielenden Lisa Assaid bedeuteten das 21:4 in der 36. Minute. Die SVlerinnen verdienten sich Respekt, indem sie nie aufsteckten, und dadurch auch die eine oder andere Möglichkeit gegen die nun nicht mehr mit voller Konsequenz agierenden BSClerinnen verwerten konnten. Angesichts der Kelsterbacher Durchschlagskraft fiel das allerdings nicht sehr ins Gewicht. Muri Ocak per Tempogegenstoß zum erstmaligen 20-Tore Vorsprung (28:8, 47.), drei Knaller von Tina Liebenhoff in den letzten 5 Minuten, und schließlich durfte sich Katrin Schickel an ihrem Geburtstag mit einem Treffer über Linksaußen selbst beschenken. Der 33:13 Endstand war gleichzeitig der höchste Saisonsieg des BSC Kelsterbach.

 

Torfolge: 0:1, 6:1, 13:2, 15:3, 16:4; 21:4, 21:6, 24:6, 26:7, 28:8, 31:11, 33:12, 33:13

 

BSC: Jessica Schell & Heike Hartung (Tor), Lisa Assaid (6), Tina Liebenhoff (6), Sandra Hopp (5/1), Alix Huschka (5), Sabine Pfister (3), Yvonne Christoph (2), Dominique Nüchtern (2), Sarah Stenger (2), Muradiye Ocak (1), Katrin Schickel (1), Davina Börner

 

Strafwürfe: BSC 2 (1) / SVS 5 (2)

Strafzeiten: BSC 2 / SVS 2

Rote Karte: L. Weiershäuser (SVS)

19.03.2011 VfL Goldstein – BSC Kelsterbach 13:25 (5:12)

Auch Goldstein kein Stolperstein

 

Während die beiden Verfolger Schwanheim und Nied wegen Spielabsagen der Gegner ihre Partien ohne Einsatz gewannen, musste sich Spitzenreiter BSC Kelsterbach die Punkte im Mainderby beim viertplazierten VfL Goldstein erst verdienen. Wie hoch die Hürde im Frankfurter Vorort sein kann, hatten die BSClerinnen durch die bittere Niederlage in der letzten Saison noch gut in Erinnerung. Entsprechend konzentriert, wenn auch angespannt, eröffneten
sie die Partie und führten nach 6 Minuten mit 0:3. Doch die Unruhe legte sich
nicht, Kelsterbach agierte im Angriff zu hektisch und musste per Konter den 4:4
Ausgleich der kampfstarken Goldsteiner Damen hinnehmen (13.). Das war gleichzeitig der Weckruf für den BSC. Die Abwehr stabilisierte sich und gestattete den Hausherrinnen nur noch wenige Torwürfe, die allesamt Beute der starken Keeperin Heike Hartung wurden. Beeindruckend auch ihre Präzision bei den langen Pässen, mit denen Sie zahlreiche Kelsterbacher Konter einleitete. Der Tabellenführer zog auf 4:11 davon (28.), bevor Goldstein durch M. Vilasante die lange Torflaute beendete. In der Schlusssekunde markierte Alix Huschka noch den unerwartet deutlichen 5:12 Halbzeitstand.

Der Gastgeber setzte im zweiten Abschnitt natürlich alles daran das Ergebnis freundlicher zu gestalten, denn sieben Tore Hypothek zur Pause hatte man in dieser Spielzeit noch nicht erhalten. Doch so sehr sich der VfL mühte, Kelsterbach blieb keine Antwort schuldig. Mit dem 12:18 durch Vilasante (51.) hatte Goldstein sein Pulver verschossen, die Schlussminuten beherrschte der BSC. Tempogegenstöße durch Lisa Assaid (12:22, 57.) und Muradiye Ocak (12:24, 58.), sowie der letzte Treffer durch Tina Liebenhoff zum 13:25 Endstand, belegten abermals die großen Titelambitionen der Kelsterbacherinnen.

 

Torfolge: 0:3, 1:4, 4:4, 4:11, 5:12; 6:13, 7:15, 8:17,11:17, 12:18, 12:24, 13:25

 

BSC: Heike Hartung (Tor), Sandra Hopp (5/4), Michaela Hain
(4), Alix Huschka (4), Muradiye Ocak (4), Lisa Assaid (3), Tina Liebenhoff (2),
Sabine Pfister (2), Sarah Stenger (1), Yvonne Christoph, Michelle McCoy,
Dominique Nüchtern, Katrin Schickel

 

Strafwürfe: VfL 7 (4) / BSC 8 (4)

Strafzeiten: VfL 5 / BSC 1

12.03.2011 BSC Kelsterbach – HSG Anspach/Usingen II 32:18 (16:6)

Kelsterbach mit Dominanz und Torhunger

 

Einen eindrucksvollen Beweis ihrer Heimstärke lieferten die Kelsterbacher Handballerinnen beim Spiel gegen den Tabellenfünften HSG Anspach/Usingen II. In einer überaus fairen Partie ohne Zeitstrafen stellte der Meisterschaftsanwärter die Weichen von Beginn an auf Sieg, und hatte bis zum ersten Gästetreffer in der zehnten Minute bereits eine 6:0 Führung vorgelegt. Die aufmerksame Kelsterbacher Defensive mit einer sicheren Keeperin Jessica Schell machte der Landesligareserve aus dem Taunus das Leben schwer, hingegen nutzte die Offensive des BSC ihre Freiheiten in der Abwehr der HSG, die nicht zuletzt durch die im ersten Abschnitt dauerhafte Manndeckung gegen Regisseurin Sandra Hopp entstanden. Hopp hielt sich zurück, die Kolleginnen übernahmen. Aus allen Positionen wurden die Chancen verwertet und der Vorsprung bis zur 25. Minute auf 13:4 ausgebaut. Die reaktivierte Vanessa Ley gab bei ihrem Saisondebüt eine imposante Kostprobe ihrer Wurfkraft und markierte das 15:5 (28.), ebenfalls aus dem Rückraum erhöhte die ohnehin in bestechender Form befindliche Tina Liebenhoff auf 16:5. Sekunden vor dem Pausenpfiff erzielte die HSG mit ihrem dritten Strafwurftor noch den 16:6 Halbzeitstand, Zweifel am Spielausgang blieben angesichts der Kelsterbacher Dominanz allerdings keine mehr.

Doppelstellig hatten die spielstarken HSGlerinnen in dieser Saison noch nicht verloren, geschweige denn zur Halbzeit zurückgelegen. Entsprechend engagiert wurden die zweiten 30 Minuten von den Gästen angegangen, während die Hausherrinnen ob der deutlichen Führung vor allem in der Verteidigungsarbeit einen Gang nach unten schalteten. Näher als beim 19:11 (39.) konnte die HSG aber nicht mehr herankommen. Im Gegenteil, die in der zweiten Hälfte ungedeckte Sandra Hopp gab den Startschuss, und binnen 5 Minuten führten die BSClerinnen wieder mit 24:12. Drei schnelle Tore zum Spielstand von 26:17 (52.) waren das letzte Aufbäumen der Taunusstädterinnen, die dem Tabellenführer an diesem Tag nichts entgegenzusetzen hatten. Die Endphase gehörte dann ganz dem BSC. Mit dem 27:17 durch Dominique Nüchtern konnten sich zum ersten Mal in dieser Saison alle Kelsterbacher Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintragen, die treffsichere Alix Huschka setzte mit dem Kontertor zum 32:17 (58.) den Schlusspunkt aus Sicht der Gastgeber. Schließlich durfte auch das zweite Saisondebüt der in der letzten Viertelstunde den Kelsterbacher Kasten hütenden Heike Hartung als gelungen bezeichnet werden. „Ein schönes Ergebnis!“ attestierte BSC-Coach Ulli Theis, nicht ohne die phasenweise zu leichtfertige Abwehrarbeit zu bemängeln.

 

Torfolge: 6:0, 6:2, 8:4, 13:4, 16:5, 16:6; 18:8, 19:11, 22:12, 24:12, 26:14, 26:17, 32:17, 32:18

 

BSC: Jessica Schell, Heike Hartung (Tor), Sandra Hopp (7/2), Michaela Hain (5), Alix Huschka (5), Tina Liebenhoff (5), Lisa Assaid (2), Sabine Pfister (2), Katrin Schickel (2), Sarah Stenger (2), Vanessa Ley (1), Dominique Nüchtern (1)

 

Strafwürfe: BSC 2 (2) / HSG 6 (4)

Strafzeiten: BSC 0 / HSG 0

20.02.2011 HSG Wehrheim/Obernhain – BSC Kelsterbach 14:26 (9:11)

BSC macht nach der Pause alles klar

 

Beim Auswärtsspiel im Taunusstädtchen Wehrheim wurden Kelsterbachs Handballfrauen ihrer Favoritenrolle gerecht und siegten gegen den Tabellensechsten HSG Wehrheim/Obernhain hochverdient mit 14:26. Dabei war nach der hervorragenden Leistung der Vorwoche das ein oder andere fehlende Prozent im Abwehrverhalten zu bemerken, was der Offensive mit den wenigsten Treffern der Liga einige leichte Tore ermöglichte. Hingegen ließ der Angriff der BSClerinnen zu viele gute Chancen ungenutzt, um trotz Spielkontrolle das 9:11 Halbzeitergebnis deutlicher zu gestalten.

Nach einer nur kurzen Pausenansprache kehrten die Theis-Schützlinge früh aufs Parkett zurück, denn sie wussten natürlich wo der Hebel im eigenen Spiel anzusetzen ist. Zwar nutzte die HSG den ersten verunglückten Kelsterbacher Angriff zum Anschlusstreffer per Tempogegenstoß, doch der kleine Hoffnungsschimmer für den Gastgeber hatte nicht lange Bestand. Kelsterbach stand nun sicher und hielt Tempo und Wurfquote hoch. Sandra Hopp rahmte aus dem Rückraum und von der Marke den vorletzten Treffer der HSGlerinnen ein (13:19, 42.), die nun mangels eigener Möglichkeiten verstärkt auf langatmige und sichere Ballstafetten sowie die Geduld des Schiedsrichtergespanns setzten. Der BSC dagegen wandelte den verminderten Nettoballbesitz effektiv in Tore um und zog zwangsläufig und vor allem durch vier Rückraumwürfe von Tina Liebenhoff auf 13:26 (59.) davon.

 

Torfolge: 0:2, 2:2, 2:5, 6:9, 6:10, 8:10, 9:11; 10:11, 11:13, 12:17, 13:19, 13:26, 14:26

 

BSC: Jessica Schell (Tor), Sandra Hopp (6/2), Michaela Hain (5), Tina Liebenhoff (5), Lisa Assaid (3), Michelle McCoy (2), Alix Huschka (1), Dominique Nüchtern (1), Katrin Schickel (1), Sarah Stenger (1), Sabine Pfister (1), Davina Börner, Yvonne Christoph, Muradiye Ocak

 

Strafwürfe: HSG 4 (2) / BSC 2 (2)

Strafzeiten: HSG 2 / BSC 2

12.02.2011 BSC Kelsterbach – SG Nied 22:21 (11:9)

BSC Kelsterbach erobert die Tabellenspitze

 

Die Handballfrauen des BSC Kelsterbach haben ihren Meisterschaftsansprüchen kräftigen Nachdruck verliehen. In eigener Halle bezwangen sie den bisherigen Klassenprimus SG Nied denkbar knapp mit 22:21 und übernahmen dadurch auch die Tabellenführung in der Bezirksoberliga Frankfurt. Dabei bot sich den rund 150 Zuschauern ein hart umkämpftes und bis zum Schluss ungemein spannendes Spitzenspiel, in welchem der BSC den größeren Siegeswillen bewies und einen 3-Tore Rückstand in den letzten 15 Minuten drehen konnte.

Die Bedeutung der Partie und der Respekt voreinander ließen beide Kontrahenten das Augenmerk auf eine sichere und konzentrierte Defensive richten. Erst in der 10. Minute gelang Lisa Assaid das 2:1 für den BSC, davor waren nur Teamkollegin Sandra Hopp und Anke Barth auf Seiten der SG Nied mit Rückraumwürfen erfolgreich gewesen. Vor allem Jessica Schell im Kelsterbacher Kasten zeigte eine herausragende Leistung, entschärfte die ersten beiden Strafwürfe und viele weitere Versuche der druckvollen Nieder Offensive. Die Hausherrinnen nutzen derweil ihre Möglichkeiten im Angriff und erarbeiteten sich eine 4-Tore Führung (7:3/20.), die mit 11:7 bis zur 27. Minute Bestand hatte. Zwei Treffer über links zum 11:9 Pausenstand verbesserten noch die Ausgangssituation der Gäste für den zweiten Abschnitt, zumal der BSC kurz vor der Sirene mit einer 2x2 Minuten Strafe zusätzlich geschwächt wurde.

Entsprechend engagiert kehrte der Landesligaabsteiger auf das Parkett zurück, profitierte von zwei technischen Fehlern der Unterzähligen und brachte diese mit drei Toren zum 11:12 binnen 100 Sekunden um die Früchte der guten ersten Hälfte. Kelsterbach agierte in dieser Phase unglücklich und musste nach vierzig Minuten einen erneuten Konter zum 13:16 verdauen. Yvonne Christoph und Michaela Hain trafen zum Anschluss, aber Nied hielt dagegen und erhöhte wieder auf 15:18 (45.). Doch der BSC konnte noch zulegen. Es war nun an zwei Kelsterbacher Routiniers, die Aufholjagd zu begehen. Sandra Hopp mit zwei sicher verwandelten Strafwürfen und Tina Liebenhoffs dreimalige Wurfkraft aus dem Rückraum sorgten nicht nur für den 19:19 Ausgleich, sondern brachten die Rot-Weißen in der 56. Minute erstmals wieder in Front. Das Spiel stand jetzt auf Messers Schneide, denn natürlich war die SG Nied nicht bereit die drohende Niederlage zu akzeptieren. Der Matchwinner kam allerdings aus Kelsterbach und hieß Lisa Assaid. Gleich zweimal konnte die Torjägerin des BSC ihre Nervenstärke unter Beweis stellen und den jeweiligen Ausgleich der Gäste kontern, so auch mit dem Siegtreffer wenige Sekunden vor Ende der Partie. Nied hatte keine Antwort mehr parat, der Rest war Kelsterbacher Jubel. Der durch den Verlauf sichtlich mitgenommene BSC-Trainer Ulli Theis nannte das Erfolgsrezept: „Die Mannschaft war heiß und wollte diesen Sieg unbedingt!“

 

Torfolge: 1:0, 4:1, 7:3, 8:4, 9:6, 11:7, 11:9; 11:12, 13:12, 13:16, 15:18, 17:18, 17:19, 20:19, 22:21

 

BSC: Jessica Schell (Tor), Sandra Hopp (6/3), Tina Liebenhoff (5), Lisa Assaid (4), Alix Huschka (2), Sabine Pfister (2), Yvonne Christoph (1), Michaela Hain (1), Sarah Stenger (1), Davina Börner, Michelle McCoy, Dominique Nüchtern, Katrin Schickel

 

Strafwürfe: BSC 3 (3) / SGN 8 (4)

Strafzeiten: BSC 6 / SGN 6

05.02.2011 BSC Kelsterbach – TSG Oberursel II 29:18 (14:9)

BSC Kelsterbach zuhause weiter souverän

 

Einen ungefährdeten Sieg erspielten sich die Kelsterbacher Handballerinnen im Heimspiel gegen die Landesliga-Reserve der TSG Oberursel. Dabei zeigte sich vor allem der Angriff glänzend aufgelegt, und die Vorgabe des schnellen Offensivspiels wurde durchgehend konsequent umgesetzt. Dem spielstarken Aufsteiger blieb eine Führung in der Partie verwehrt, wenngleich die Gäste in der ersten Hälfte gut mithielten, aber in der 13. Minute zum letztmaligen Ausgleich netzten (6:6). Drei BSC-Tore in anderthalb Minuten, darunter ein sehenswerter Treffer von Michaela Hain in der Schlusssekunde, sorgten schließlich für den beruhigenden 14:9 Halbzeitstand.

Nicht nur das Pausenergebnis war mit dem des letzten Spiels identisch, sondern auch die Vehemenz, mit der Kelsterbach den zweiten Abschnitt begann. Wie schon in der Vorwoche benötigten die Gastgeber knapp 15 Minuten um den Vorsprung zu verdoppeln (23:13), und damit die letzten Zweifel an einem deutlichen Erfolg zu beseitigen. Neben der wieder mal bestechenden Sandra Hopp verdiente sich Lisa Assaid ein Sonderlob des Trainers, war doch die trickreiche Halbe mit ihrem druckvollen Angriffspiel von der Oberurseler Defensive allzu oft nur auf Kosten eines Strafwurfs zu bremsen. Dass der BSC beim 29:18 Endergebnis erneut kurz vor der 30-Tore-Marke stoppte, war diesmal der Menge an technischen Fehlern sowie einigen Pfostentreffern geschuldet, was den positiven Gesamteindruck jedoch nicht trübte.

 

Torfolge: 1:0, 3:2, 6:4, 6:6, 8:6, 11:9, 14:9; 16:9, 20:12, 25:13, 25:15, 28:18, 29:18

 

BSC: Jessica Schell (Tor), Sandra Hopp (12/6), Michaela Hain (4), Lisa Assaid (3), Yvonne Christoph (2), Michelle McCoy (2), Sabine Pfister (2), Alix Huschka (1/1), Dominique Nüchtern (1), Katrin Schickel (1), Sarah Stenger (1), Davina Börner

29.01.2011 BSC Kelsterbach – FSG Steinbach/Sulzbach/Kronberg 29:16 (14:9)

BSC Kelsterbach wirft die Tormaschine an

 

Nach dem etwas holprigen Rückrundenstart in der letzten Woche präsentierten sich die Handballfrauen des BSC bei ihrem zweiten Auftritt in diesem Jahr schon eher wie ein Titelaspirant. Gegen den Tabellenvorletzten, die Frauenspielgemeinschaft aus Steinbach, Sulzbach und Kronberg, erspielten sich die Kelsterbacherinnen einen auch in der Höhe verdienten 29:16 Erfolg.

Das 0:1 durch Gästetorjägerin K. Diener nach 40 Sekunden war gleichbedeutend mit der einzigen Führung der FSG. Vielmehr war es wieder einmal Spielführerin Sandra Hopp, die fünf ihrer sechs Tore in den ersten 12 Minuten erzielte (6:3) und die weitere Marschrichtung für den BSC vorgab. Vor allem die Halbpositionen zeichneten sich im Verlauf der ersten Hälfte erfolgreich und hielten Tempo und Druck auf die Gäste kontinuierlich hoch, auch wenn einige vielversprechende Angriffe die Präzision des letzten Passes vermissen ließen, oder buchstäblich durch die Finger rutschten. Die Defensive der Hausherrinnen zeigte sich wesentlich konsequenter als in der letzten Partie, jedoch gelang es dem spielfreudigen Aufsteiger immer wieder Unachtsamkeiten im Abwehrverbund des BSC zu nutzen. So blieb der 14:9-Halbzeitstand dem Spielverlauf zwar angemessen, aber hinter den Kelsterbacher Möglichkeiten zurück.

Nach der Pause sorgten die Schützlinge von Trainer Ulli Theis dann schnell für klare Verhältnisse. Über das 17:10 von Katrin Schickel, mit feinem Dribbling durch die Mitte (33.), bis zum Winkeltreffer von Rechtsaußen Dominique Nüchtern zum 22:12 (45.), liefen die Kelsterbacher Konter und die Taunusstädterinnen meist hinterher. Die FSG versuchte nun durch geduldiges Offensivspiel die lauffreudigen BSClerinnen auszubremsen, was aber nur bedingt gelang. Kelsterbach war in dieser Phase kaum noch zu überwinden und auf eigene Tore fokussiert. Den letzten BSC-Treffer markierte die pfeilschnelle Davina Börner mit einem ihrer Konterläufe. In der Schlusssekunde vergab die sonst zielsichere Michelle McCoy den 30. Treffer nur knapp, was der grundsätzlichen Zufriedenheit von Trainer Theis über die gezeigte Leistung der Seinen freilich keinen Abbruch tat.

 

Torfolge: 0:1, 2:1, 4:2, 6:3, 9:5, 12:7, 14:8, 14:9; 16:9, 18:12, 22:13, 24:15, 29:15, 29:16

 

BSC: Jessica Schell (Tor), Sandra Hopp (6/3), Alix Huschka (6/2), Davina Börner (4), Yvonne Christoph (3), Michelle McCoy (3), Lisa Assaid (2), Dominique Nüchtern (2), Katrin Schickel (2), Sabine Pfister (1), Sarah Stenger

 

Strafwürfe: BSC 6 (5) / FSG 4 (4)

Strafzeiten: BSC 1 / FSG 3

22.01.2011 BSC Kelsterbach – PSV Grün-Weiß Frankfurt 25:24 (10:14)

Kelsterbach dreht das Spiel in den Schlussminuten

 

Als BSC-Keeperin Schell den spielabschließenden Freiwurflupfer der Gäste aus dem Winkel kratzte, war der Kelsterbacher Jubel zwar laut, aber nur kurz. Sichtlich erschüttert über die eigene Vorstellung zum Rückrundenstart blieb beim BSC nach dem glücklichen Last-Minute Erfolg gegen die Grün-Weißen aus Frankfurt eine Mischung aus Frustration und Erleichterung zurück. Dass auch das Verletzungspech im neuen Jahr nicht abzureißen scheint, trübte die Stimmung zusätzlich. Franziska Ketner fiel bei ihrem Siegtreffer zum 25:24 so unglücklich aufs Knie, dass sofort schlechte Erinnerungen an das Hinspiel und den Kreuzbandanriss von BSClerin Melda Portakal geweckt wurden. Ohne Diagnose bleibt Hoffnung auf eine minder schwere Verletzung der Kelsterbacher Torjägerin.

Den ersten BSC-Treffer des Jahres erzielte Sandra Hopp aus dem Rückraum zum 1:1 Ausgleich, das Spiel bestimmte jedoch der PSV. Kelsterbach hatte Probleme mit der kompromisslosen Abwehr der Gäste und zeigte sich beeindruckt von der körperbetonten und zweikampfharten Spielweise des ehemaligen deutschen Meisters von 1981. Im Angriff unpräzise und einfallslos, in der Verteidigung unkonzentriert und halbherzig, erlaubten die Hausherrinnen dem Achtplatzierten jede Menge einfache Tore und den Ausbau einer ernüchternd deutlichen 10:14 Halbzeitführung.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte wenig Neues beim BSC. Die Defensive blieb weiterhin anfällig für die geduldig vorgetragenen Angriffe des PSV, der in der 39. Minute seinen Vorsprung erstmals auf 6 Tore erhöhte. Kelsterbach gelang wenig, Grün-Weiß fast alles. In dieser Phase war es der heute alles überragenden Sandra Hopp vorbehalten, ihre Kolleginnen moralisch aufzubauen sowie mit ihrer Treffsicherheit den Rückstand auf drei Tore zu verkürzen. Als Frankfurt gut 10 Minuten vor dem Ende wieder auf 17:22 davonzog, erwachte der BSC endgültig aus dem Winterschlaf. Gegen den nun immer druckvoller agierenden Favoriten musste die Gästeabwehr ihrer kampfintensiven Spielweise konditionell Tribut zollen, und binnen 5 Minuten den Ausgleich und erstmals in diesem Spiel auch einen Rückstand hinnehmen. Grün-Weiß gab nicht auf und konnte noch zweimal ausgleichen, aber Hopp aus dem Rückraum mit Tor Nummer 14 sowie der genannte Siegtreffer von Ketner 27 Sekunden vor dem Ende versagten den Gästen einen sicherlich verdienten Punktgewinn. Ein rabenschwarzer Tag für den BSC und trotzdem noch gewonnen, da zumindest die Moral intakt war. Entsprechend lakonisch blieb BSC-Coach Ulli Theis in seiner Analyse: „Abhaken.“

 

Torfolge: 0:1, 1:3, 2:6, 4:6, 4:8, 6:10, 9:14, 10:14; 10:15, 11:16, 13:19, 16:19, 17:22, 23:22, 25:24

 

BSC: Jessica Schell (Tor), Sandra Hopp (14/7), Lisa Assaid (3), Franziska Ketner (3), Alix Huschka (2), Michaela Hain (1), Katrin Schickel (1), Sarah Stenger (1), Davina Börner, Yvonne Christoph, Michelle McCoy, Dominique Nüchtern

 

Strafwürfe: BSC 8 (7) / PSV 5 (4)

Strafzeiten: BSC 1 / PSV 5

11.12.2010 BSC Kelsterbach – FSG Bergen-Enkheim/Bad Vilbel 26:17 (14:9)

Erfolgreicher Jahresabschluss für den BSC Kelsterbach

 

Auch im letzten Spiel des Jahres 2010 gingen die Kelsterbacher Handballerinnen als Sieger vom Platz. Nach dem standesgemäßen 26:17 Heimerfolg gegen den abstiegsbedrohten Tabellenvorletzten FSG Bergen-Enkheim/Bad Vilbel blickt das Team von Ulli Theis auf eine eindrucksvolle Jahresbilanz zurück, in der saisonübergreifend nur zwei Niederlagen bei zwanzig Siegen verbucht sind. „Es war das erwartet schwere Spiel“, fasste der BSC-Coach die letzte Partie der Hinrunde zusammen, denn nach dem Triumph in Schwanheim hatten seine Schützlinge einige Mühe gegen den vermeintlich leichten Gegner die richtige Einstellung zu finden. Die noch sieglosen Gäste aus dem Frankfurter Nordosten zeigten sich erwartet kampfstark und mit einer kompromisslosen 6:0-Deckung, konnten so dem Favoriten in der ersten Viertelstunde Paroli bieten. Die Kelsterbacher Defensive war im Vergleich zur Vorwoche gedanklich wie körperlich unbeweglicher, erlaubte der geduldig spielenden FSG dadurch einige einfache Tore. Es war Spielmacherin Sandra Hopp, die Mitte der ersten Hälfte die Initiative übernahm und binnen 5 Minuten mit drei Rückraumknallern zum 8:4 den ersten größeren Vorsprung herauswarf. Ihr verdeckter Wurf zum 14:9 Halbzeitstand schlug mit der Sirene ein.

Es dauerte einige Minuten und zwei Gegentreffer, bis des Trainers Pausenansprache von den BSClerinnen umgesetzt wurde. Erneut Hopp aus dem Rückraum eröffnete die beste Phase des Gastgebers, als man sich mit druckvoller Offensive über 17:11 mit einem Rückraumwurf der starken Lisa Assaid zum 21:12 (42.) vorentscheidend absetzen konnte. Doch die plötzliche Leichtigkeit des Kelsterbacher Spiels ging wieder verloren. Die FSG nutzte die Konzentrationsschwächen um noch mal auf 23:17 zu verkürzen. Die letzten 5 Spielminuten des Jahres gehörten jedoch dem Titelaspiranten. Sabine Pfister per Tempogegenstoß sowie Alix Huschka mit zwei sicher verwandelten Strafwürfen sorgten für den verdienten 26:17 Endstand für den BSC.

 

Torfolge: 1:0, 1:2, 3:2, 3:3, 5:4, 8:4, 9:5, 11:6, 14:9; 14:11, 17:11, 21:12, 22:14, 23:17, 26:17

 

BSC: Jessica Schell (Tor), Sandra Hopp (9/2), Sabine Pfister (5), Lisa Assaid (4), Alix Huschka (4/2), Katrin Schickel (2), Tina Liebenhoff (1), Michelle McCoy (1), Davina Börner, Yvonne Christoph, Dominique Nüchtern, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: BSC 5 (4) / FSG 6 (4)

Strafzeiten: BSC 4 / FSG 1

Rote Karte: S. Puth (FSG)

05.12.2010 TG Schwanheim – BSC Kelsterbach 12:17 (7:9)

 Kelsterbach zieht an Schwanheim vorbei

 

Über den Kampf zum Sieg - so lautete die Forderung von BSC-Coach Ulli Theis für das Derby und Spitzenspiel gegen die in der Tabelle vor seinen Schützlingen zweitplatzierte TG Schwanheim. Die Handballerinnen aus Kelsterbach wussten natürlich um die Abwehrstärke der Hausherrinnen, die mit im Schnitt knapp 12 Gegentoren beste Defensive der Bezirksoberliga. Ein Schützenfest war also nicht zu erwarten, da galt es um so mehr die eigene Verteidigung zu stärken, was den BSClerinnen über die ganze Partie ausgezeichnet gelang. Es entwickelte sich ein zweikampfintensives und knappes Spiel mit wechselnden Führungen, wobei sich Kelsterbach gegen Ende der ersten Hälfte ein Chancenplus und beim 6:8 durch Linksaußen Sabine Pfister erstmals einen 2-Tore-Vorsprung erarbeiten konnte, der mit 7:9 auch bis zur Pause Bestand hatte.

Der Gastgeber kam gewillt auf den Platz zurück und markierte schon bald den Anschlusstreffer. Der BSC hingegen agierte zunächst überhastet und durfte sich bei Keeperin Jessica Schell bedanken, die zwei Strafwürfe in Folge parierte und so den Schwanheimer Ausgleich verhinderte. Auf der Gegenseite verwandelte Kelsterbachs Spielführerin Sandra Hopp ihren Siebenmeter sicher und stellte mit dem 8:10 den Pausenabstand wieder her (41.). Das Spiel blieb weiterhin hart umkämpft, doch die TG scheiterte ein ums andere Mal an der nun überragenden Jessica Schell im Kasten des BSC. Auf Seiten Kelsterbachs blieb es in der Schlussviertelstunde den Routiniers Hopp und Pfister überlassen, Ausnahmetalent Eva Michalski im TG-Gehäuse zu bezwingen. Ein verdeckter Wurf von Hopp zum 9:15 war 5 Minuten vor dem Abpfiff die endgültige Entscheidung. Dass es trotz vorangegangener Abwehrschlacht noch 5 Tore bis zum 12:17 Endstand zu bestaunen gab, war dann wohl auch der beiderseits wegfallenden Konsequenz in der Defensive zu verdanken. Durch den hartverdienten Auswärtserfolg wechselt der BSC mit Schwanheim die Plätze und ist nun wieder erster Verfolger von Spitzenreiter SG Nied. „Kelsterbach war Favorit“, blieb TG-Trainer Jörg Schmidt trotz der ersten Verlustpunkte seines Teams gelassen, „und hatte heute die bessere Torhüterin.“

 

Torfolge: 0:1, 3:1, 3:4, 4:5, 6:5, 6:8, 7:9; 8:9, 8:11, 9:12, 9:15, 11:15, 11:16, 12:17

 

BSC: Jessica Schell (Tor), Sandra Hopp (7/4), Sabine Pfister (4), Michelle McCoy (3), Tina Liebenhoff (2), Alix Huschka (1), Lisa Assaid, Yvonne Christoph, Dominique Nüchtern, Katrin Schickel, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: TGS 9 (4) / BSC 6 (4)

Strafzeiten: TGS 2 / BSC 1

28.11.2010 SV Seulberg – BSC Kelsterbach 18:32 (8:17)

BSC Kelsterbach feiert Schützenfest in Seulberg

 

Erwartet problemlos lösten die Kelsterbacher Handballerinnen ihre Auswärtsaufgabe beim noch punktlosen Kellerkind SV Seulberg. Der letztjährige Tabellenvierte scheint in dieser Saison nicht in der Lage diverse Ausfälle und Abgänge kompensieren zu können, und auch gegen die favorisierten Gäste war recht früh abzusehen, dass eine Überraschung ausbleiben würde. Für den eindeutigen 3:10 Zwischenstand nach zwanzig Minuten sorgte in erster Linie die konsequente Abwehrarbeit des BSC, dann kam auch der Offensivmotor auf Betriebstemperatur, erhöhte mit druckvollem Spiel auf einen komfortablen 8:17 Pausenstand.

Am Spielgeschehen änderte sich auch im zweiten Durchgang wenig, Kelsterbach traf aus allen Positionen und hielt, auch dank der guten Leistung von Keeperin Jessica Schell, größeren Schaden vom eigenen Kasten fern. In der 44. Minute erhöhte Alix Huschka per Siebenmeter auf 11:23, wahrte somit auch die siebenmal von Sandra Hopp eindrucksvoll geworfene 100% Strafwurfquote des BSC. Ebenfalls ohne Fehlversuch die immer besser in Form kommende Sabine Pfister auf Linksaußen, ihr sechstes Tor machte die Dreißig für Kelsterbach voll (58.). Den 18:32 Endstand markierte Tina Liebenhoff, ihr Rückraumkracher landete mit der Schlusssirene im Winkel des Seulberger Gehäuses. Nach dem Kantersieg monierte BSC-Coach Ulli Theis einzig die zeitweise zu unentschlossene Abwehrarbeit, die den Gastgebern viele einfache Tore ermöglicht hat. Eine Entschuldigung schob er allerdings gleich nach: “Gestern war Weihnachtsfeier und sicherlich keine Spielerin vor 02:00h im Bett“.

 

Torfolge: 0:2, 1:4, 2:8, 3:10, 5:15, 7:17, 8:17; 9:17, 9:19, 10:21, 13:26, 14:29, 16:30, 18:32

 

BSC: Jessica Schell (Tor), Sandra Hopp (8/7), Sabine Pfister (6), Alix Huschka (5/1), Tina Liebenhoff (5), Sarah Stenger (3), Yvonne Christoph (2), Michelle McCoy (1), Dominique Nüchtern (1), Katrin Schickel (1), Lisa Assaid, Davina Börner

 

Strafwürfe: SVS 7 (4) / BSC 8 (8)

Strafzeiten: SVS 0 / BSC 3

21.11.2010 BSC Kelsterbach – VfL Goldstein 27:17 (13:9)

BSC distanziert Verfolger Goldstein deutlich

 

Im fairen Mainderby gegen den Tabellennachbarn VfL Goldstein erspielten sich die Kelsterbacher Handballfrauen dank der bisher besten Saisonleistung einen auch in der Höhe verdienten Sieg. Zwar mussten die BSClerinnen in den ersten 5 Minuten dreimal eine Führung der Gäste egalisieren, danach jedoch übernahmen die Hausherrinnen das Kommando, waren hochkonzentriert in der Abwehr und bestachen in der Offensive durch druckvolles und variantenreiches Spiel. Der Kelsterbacher Luxus, ein halbes Dutzend freier Chancen zu vergeben, ließ Goldstein mit dem 13:9 Pausenstand noch in Reichweite und auf Besserung hoffen.

Das änderte sich in der zweiten Hälfte allerdings schnell, denn der BSC kam bestens eingestellt auf den Platz zurück. Vor allem Linksaußen Sabine Pfister wurde immer wieder ins Spiel gebracht und überzeugte durch ihre Treffsicherheit. So sorgte ihr Tor zum 19:11 (41.) für die Vorentscheidung in dieser Partie, in der die Gäste keine Antwort auf die taktisch disziplinierte Defensive Kelsterbachs fanden. Zudem bestätigte auch Torfrau Jessica Schell erneut ihre gute Form und verhinderte mit einigen Paraden jedweden Aufholversuch. In der 57. Minute markierte wiederum Pfister das 24:14 und erstmals einen zehn Tore Vorsprung, den sich der BSC trotz letzter Goldsteiner Gegenwehr nicht mehr nehmen lassen wollte. Schließlich besiegelte Dominique Nüchtern mit dem 27:17 in der Schlusssekunde den doppelstelligen Erfolg für die Theis-Schützlinge. Der Kelsterbacher Coach zeigte sich rundum zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft und sprach dazu noch ein Sonderlob für Kreisläuferin Sarah Stenger aus.

 

Torfolge: 0:1, 2:3, 5:3, 7:4, 7:6, 9:8, 12:8, 13:9; 14:10, 18:10, 19:11, 22:14, 24:14, 27:17

 

BSC: Jessica Schell (Tor), Sabine Pfister (6), Sandra Hopp (5/3), Lisa Assaid (4), Tina Liebenhoff (4), Sarah Stenger (3), Michelle McCoy (2), Yvonne Christoph (1), Alix Huschka (1), Dominique Nüchtern (1), Davina Börner, Katrin Schickel

 

Strafwürfe: BSC 4 (3) / VfL 7 (3)

Strafzeiten: BSC 0 / VfL 4

14.11.2010 HSG Anspach/Usingen II – BSC Kelsterbach 21:25 (8:13)

BSC Kelsterbach nimmt mit Kampf die Auswärtshürde in Usingen

 

Einen letztlich souveränen Auswärtserfolg verbuchten die Kelsterbacher Handballerinnen in ihrem Gastspiel bei der Landesligareserve der HSG Anspach/Usingen. Zwar waren die Hausherrinnen in eigener Halle bisher noch ohne Punktgewinn, doch die nur knappen Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Nied und Goldstein waren den BSClerinnen Warnung genug, um die Partie gegen den Tabellenfünften nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. So zeigten die Gäste vor allem im ersten Abschnitt eine konzentrierte Abwehrleistung vor einer gut aufgelegten Jessica Schell, und auch im Angriff spielten sie druckvoll und variantenreich, bauten die schnelle 0:2-Führung bis Mitte der Halbzeit auf einen fünf Tore Vorsprung aus. Dass es für Kelsterbach nicht deutlicher als mit 8:13 in die Pause ging, war auch einer Vielzahl an vergebenen Chancen geschuldet.

Die HSG kam schwungvoll in die zweite Hälfte und hatte binnen 5 Minuten den Abstand auf drei Tore verkürzt. Der Gastgeber witterte Morgenluft und verstärkte die kämpferischen Bemühungen um noch eine Wende herbeizuführen. Doch Kelsterbach hielt dagegen und erarbeitete sich mühsam aber immer wieder die Feldvorteile zurück. Symbolisch für den Kampfeswillen des BSC war sicherlich der Hechtsprung von Spielmacherin Sandra Hopp, mit dem sie spektakulär einen verunglückten Ball vor der Seitenauslinie rettete. Sie und die wurfgewaltige Tina Liebenhoff waren heute in allen brenzligen Phasen die Torgaranten des BSC, so dass die engagierten Taunusstädterinnen, trotz wechselnder Abwehrstrategien bis hin zur Manndeckung, den Rückstand nie auf mehr als drei Tore verringerten.

Am Ende eines schnellen und kampfbetonten, aber überaus fairen Spiels freuten sich die Damen zu Recht über die schwer verdienten Punkte, mit denen sie am Führungsduo der Bezirksoberliga dran bleiben.

 

Torfolge: 0:2, 1:3, 3:5, 3:8, 5:10, 8:11, 8:13; 9:14, 11:14, 12:17, 17:22, 19:22, 21:24, 21:25

 

BSC: Jessica Schell (Tor), Sandra Hopp (8/5), Tina Liebenhoff (7), Franziska Ketner (4), Sarah Stenger (3), Alix Huschka (1), Sabine Pfister (1), Katrin Schickel (1), Lisa Assaid, Davina Börner, Michelle McCoy

 

Strafzeiten: HSG 2 / BSC 1

Strafwürfe: HSG 2 (2) / BSC 6 (5)

07.11.2010 BSC Kelsterbach – HSG Wehrheim/Obernhain 23:14 (11:7)

BSC Kelsterbach auf Sparflamme zum Heimsieg

 

Erfolgreiches erstes Heimspiel für die Handballerinnen des BSC Kelsterbach in der Bezirksoberliga Frankfurt. Die nicht sonderlich spielstarken Gäste der HSG Wehrheim/Obernhain hatten von Beginn an Probleme mit der konzentriert arbeitenden Defensive des BSC und gerieten über 4:0 und 6:1 recht bald ins Hintertreffen. In der Folge jedoch verpasste Kelsterbach das Tempo hochzuhalten, spielte oft zu umständlich. Die technischen Fehler und Unachtsamkeiten häuften sich und erlaubten der geduldig spielenden HSG einige einfache Tore, so dass es zur Pause trotz größerer Feldvorteile nur 11:7 für Kelsterbach hieß.

Zwei schnelle Tore für den BSC durch Pfister und Hopp gaben sofort die Marschrichtung in der zweiten Hälfte vor. Als Gästespielerin C. Wagner in der 34. Minute für eine Notbremse die rote Karte sah, war das Spiel quasi entschieden, zumal die Hausherrinnen bis zur 40. Minute schwungvoll auf 17:8 erhöhten. Doch erneut verflachte das Kelsterbacher Spiel, und darunter litten Präzision und Schnelligkeit. Die Bremse war bis zum Schlusspfiff nicht richtig zu lockern, weshalb sich der BSC mit dem 23:14 Endstand auf reine Ergebnisverwaltung bescheiden musste.

 

Torfolge: 4:0, 6:1, 6:3, 8:3, 8:5, 10:6, 11:7; 13:7, 17:8, 18:10, 22:14, 23:14

 

BSC: Jessica Schell, Dagmar Joretzki (Tor), Sandra Hopp (6/2), Alix Huschka (4/2), Sabine Pfister (4), Lisa Assaid (2), Franziska Kettner (2/1), Michelle McCoy (2), Davina Börner (1), Tina Liebenhoff (1), Katrin Schickel (1), Yvonne Christoph, Dominique Nüchtern, Sarah Stenger

 

Strafzeiten: BSC 5 / HSG 6

Strafwürfe: BSC 7 (5) / HSG 5 (4)

Rote Karte: C. Wagner (HSG)

31.10.2010 SG Nied I – BSC Kelsterbach 30:23 (15:13)

 Bittere Niederlage für den BSC im Spitzenspiel

 

Die Trauben in der Niddahalle hängen bekanntermaßen hoch, die am Ende deutliche Niederlage beim Landesligaabsteiger war dann allerdings frustrierend für die Kelsterbacher Handballfrauen. Dabei setzte man die eigenen Vorhaben zu Beginn des Spiels noch gut um und drehte das schnelle 2:0 der SG Nied nach 5 Minuten in ein 2:3. Dass es die einzige Kelsterbacher Führung bleiben sollte, wurde der heuer nicht sattelfesten Defensive geschuldet, die dem engagierten Gastgeber ein ums andere Mal die Lücken öffnete. Dank der Treffsicherheit der BSClerinnen Huschka und Liebenhoff blieb man zur Pause mit einem 15:13 Rückstand auf Schlagdistanz.

Der schnelle Anschlusstreffer von Lisa Assaid zu Beginn der zweiten Hälfte gab der Kelsterbacher Seite Hoffnung, doch weiterhin blieb der Abwehrverbund gegen den durchgehend mit viel Druck agierenden Tabellenführer ohne die gewohnte Sicherheit. Der BSC kämpfte, konnte den Rückstand aber nicht verringern, weil zudem die Mehrzahl an technischen Fehlern verbucht wurde. Zehn Minuten vor dem Ende sorgten dann drei schnelle Tore der SG für die endgültige Entscheidung (25:19), wie auch die Körpersprache der enttäuschten Gäste verriet, dass es spätestens ab diesem Zeitpunkt nur noch um Schadensbegrenzung ging. BSC-Trainer Theis monierte die konzeptlose Abwehrarbeit seiner Spielerinnen, lobte aber ebenso den Gegner: „Nied hat den nötigen Siegeswillen gezeigt und war tatsächlich auch die sieben Tore besser.“

Gelegenheit zur Frustbewältigung bietet sich den Kelsterbacherinnen am nächsten Sonntag, wenn sie nach jetzt vier Auswärtsauftritten zu Saisonbeginn endlich das erste Heimspiel in der nach einem Umbau wieder freigegebenen Baugé-Halle bestreiten können. Zu Gast in Kelsterbach ist die HSG Wehrheim/Obernhain.

 

Torfolge: 2:0, 2:3, 4:4, 7:7, 11:7, 12:10, 15:13; 15:14, 18:14, 21:17, 22:19, 25:20, 28:20, 28:23, 30:23

 

BSC: Jessica Schell, Dagmar Joretzki (Tor), Alix Huschka (8/5), Tina Liebenhoff (6), Sabine Pfister (4), Lisa Assaid (1), Sandra Hopp (1), Michelle McCoy (1), Katrin Schickel (1), Sarah Stenger (1), Davina Börner, Yvonne Christoph, Franziska Ketner, Dominique Nüchtern

 

Strafzeiten: SGN 2 / BSC 5

 Strafwürfe: SGN 6 (5) / BSC 6 (5)

02.10.2010 TSG Oberursel II – BSC Kelsterbach 9:18 (5:9)

 BSC bleibt auch in Oberursel auf Kurs

 

Dritter Auswärtssieg in Folge, doch richtige Freude wollte bei den Kelsterbacher Handballerinnen am späten Samstagabend nicht aufkommen. Zu Gast bei der Landesligareserve der TSG Oberursel blieben einfach zu viele gute Chancen ungenutzt, um trotz des letztlich deutlichen Erfolges gänzlich zufrieden zu sein. Rund 10-mal standen Pfosten oder Latte einem Tor im Weg, öfter noch die glänzend aufgelegte Keeperin des Aufsteigers. Sogar beim Strafwurf zeigte der Favorit ungewohnte Schwächen und verwandelte nur 2 von 5 Versuchen. Schlimmer erging es allerdings dem Gastgeber, der keinen seiner fünf Siebenmeter gegen die heute überragende Jessica Schell im BSC-Gehäuse unterbringen konnte. Hatte die Kelsterbacher Abwehr anfänglich noch Schwierigkeiten des Gegners Kreisläuferin Börner in den Griff zu bekommen (4:3, 10.), stabilisierte sich die Defensive zur Mitte der ersten Hälfte. Der TSG wurde nur noch ein Treffer bis Pausenpfiff gestattet, selbst steuerten die BSC-Damen sechs Tore zur 5:9 Halbzeitführung bei.

Ähnlich verlief es im zweiten Durchgang. Einem schönen Rückraumtreffer von Sandra Hopp nach 50 Sekunden folgten 15 Minuten lang nur Kelsterbacher Fehlversuche. Oberursel traf selten, konnte aber durch die Torflaute des BSC bis auf 8:10 (42.) verkürzen. Danach war BSC-Torfrau Schell bis zur Schlusssekunde nicht mehr zu überwinden. In den letzten zehn Minuten kam dann endgültig die Zielgenauigkeit im Gästeangriff zurück, und Kelsterbach zog fast im Minutentakt auf 8:18 davon. Den Hausherren blieb genannte Schlusssekunde um auf den 9:18 Endstand zu korrigieren. „Wir haben einfach schlecht geworfen“, kommentierte Trainer Theis die wechselhafte Offensivvorstellung seiner Schützlinge.

 

Torfolge: 0:2, 2:2, 4:3, 4:9, 5:9; 5:10, 8:10, 8:18, 9:18

 

BSC: Jessica Schell & Dagmar Joretzki (Tor), Yvonne Christoph (3), Franziska Ketner (3), Tina Liebenhoff (3/1), Lisa Assaid (2), Sandra Hopp (2/1), Alix Huschka (2), Davina Börner (1), Sabine Pfister (1), Sarah Stenger (1), Michelle McCoy, Dominique Nüchtern, Katrin Schickel

 

Strafzeiten: TSG 0 / BSG 2

Strafwürfe: TSG 5 (0) / BSC 5 (2)

26.09.2010 FSG Steinbach/Sulzbach/Kronberg – BSC Kelsterbach 12:24 (5:16)

 Vierzig Minuten reichen dem BSC

 

Deutlicher Auswärtserfolg für die Kelsterbacher Handballerinnen im Gastspiel beim Aufsteiger FSG Steinbach/Sulzbach/Kronberg. Die Punkte aus dem Taunus mitzubringen war natürlich Pflicht für den Titelanwärter, und entsprechend konzentriert gingen die Theis-Schützlinge von Beginn an zu Werke. Eine vielhändige Abwehr vor der starken Torfrau Joretzki machte dem optisch gefällig aufspielenden Gastgeber das Leben schwer und ermöglichte zahlreiche Konterläufe für den BSC. Beeindruckt ob der Kelsterbacher Vehemenz musste sich die FSG mit dem schon vorentscheidenden Rückstand von 5:16 in die Pause begeben.

Für den zweiten Abschnitt wählten die Hausherren den Ballbesitz als Mittel zur Schadensbegrenzung. Die eigenen Angriffe wurden nun breit vorgetragen und geduldig versucht in der Gästedeckung eine Lücke zu finden, aber immer mit dem nötigen Druck um den Schiedsrichter von einem Zeitspielpfiff abzuhalten. Die minutenlangen Belagerungen förderten gleichsam die Ungeduld der BSClerinnen, die in der Abwehr zu leichtsinnig agierten und sich allzu oft auf die Torwartkünste der jetzt agierenden Jessica Schell verlassen mussten. In der Offensive prägten überhastete und unglückliche Aktionen das Bild. So blieb ein durch Alix Huschka verwandelter Siebenmeter bis zur 51. Minute der einzige Treffer des BSC, ehe schließlich Yvonne Christoph mit einem ihrer Tempogegenstöße den Bann brach und die Kelsterbacher Schlussoffensive einleitete. Ein Rückraumkracher von Tina Liebenhoff besiegelte den eindeutigen 12:24 Endstand für den BSC, und damit dank der Tordifferenz die vorläufige Tabellenführung in der Bezirksoberliga Frankfurt. Trainer Theis zeigte sich zufrieden mit dem Sieg seiner Mannschaft, bemängelte allerdings die Leichtfertigkeit und Inkonsequenz in der zweiten Hälfte.

 

Torfolge: 0:2, 1:5, 2:7, 3:13, 4:16, 5:16; 7:16, 9:17, 11:19, 11:23, 12:24

 

BSC: Dagmar Joretzki & Jessica Schell (Tor), Yvonne Christoph (5), Alix Huschka (5/2), Tina Liebenhoff (4), Sandra Hopp (3), Franziska Ketner (3), Lisa Assaid (1), Dominique Nüchtern (1), Sabine Pfister (1), Sarah Stenger (1), Davina Börner, Michelle McCoy, Katrin Schickel

 

Strafzeiten: FSG 0 / BSC 3

 Strafwürfe: FSG 7 (2) / BSC 3 (2)

19.09.2010 PSV Grün-Weiß Frankfurt – BSC Kelsterbach 16:22 (5:9)

 Erfolgreicher Saisonstart für den BSC Kelsterbach

 

Letztlich ungefährdet meisterten die Handballdamen des BSC Kelsterbach ihren verspäteten Saisonbeginn beim PSV Grün-Weiß Frankfurt. Der kampfstarke Gastgeber zeigte sich im Vergleich zur Vorsaison deutlich verbessert, auch weil einige Spielerinnen der aufgelösten Mannschaft der FTG Frankfurt nun den Kader der Grün-Weißen verstärken. So konnten die Hausherren bis zur 20. Minute immer wieder die Kelsterbacher Führung egalisieren (5:5), bevor sich der Sand der Sommerpause endgültig aus dem BSC-Getriebe löste und durch eine konzentrierte Abwehrarbeit die 5:9 Pausenführung erarbeitet wurde.

Richtig rund lief der Kelsterbacher Motor aber auch in der zweiten Hälfte noch nicht, zumal viele Zeitstrafen den BSC oft in Unterzahl agieren ließen. Die Frankfurterinnen punkteten vor allem durch den starken Rückraum, noch mal in Schlagdistanz kamen sie gegen die souveränen Gäste indes nicht.

Überschattet wurde der verdiente Auswärtserfolg nur durch die Verletzung der besten BSC-Schützin Melda Portakal, die diese sich 10 Minuten vor Ende der Partie unglücklich zuzog.

 

Torfolge: 0:2, 2:2, 2:3, 3:3, 5:5, 5:9; 5:10, 6:11, 8:11, 8:13, 10:16, 12:16, 13:17, 13:20, 16:20, 16:22

 

BSC: Dagmar Joretzki (Tor), Melda Portakal (5), Sandra Hopp (4/3), Franziska Ketner (4), Sarah Stenger (3), Tina Liebenhoff (2), Dominique Nüchtern (2), Yvonne Christoph (1), Katrin Schickel (1), Lisa Assaid, Davina Börner, Alix Huschka

 

Strafzeiten: PSV 2 / BSC 7

 Strafwürfe: PSV 7 (4) / BSC 3 (3)

BSC-Frauen wollen die Meisterschaft

Kelsterbach. Für die Handballerinnen des BSC Kelsterbach gibt es in dieser Saison nur ein Ziel: die Meisterschaft in der Bezirks-Oberliga Frankfurt. Nach Platz zwei im Vorjahr werden die Kelsterbacherinnen neben Landesliga-Absteiger SG Nied auch von der Konkurrenz als Titelanwärter genannt.

16 Spielerinnen umfasst der BSC-Kader, nachdem Stefanie Vey (zur HSG Anspach/Usingen), Michaela Hain (Babypause) und Annett Lehman, Annika Philipp sowie Stefanie Schmidt den Verein verlassen haben beziehungsweise pausieren. Tina Liebenhoff kehrte indes aus Eppstein zurück, von der SG Nied kam Michelle Mc Coy.

Auf eine optimale Vorbereitung kann Trainer Ulli Theis allerdings nicht zurückblicken. Durch den Umbau der Kelsterbacher Bauge-Halle absolvierte die Mannschaft ihr Training zunächst im Freien und ist bislang gezwungen in fremde Hallen auszuweichen. Somit können die Kelsterbacherinnen ihr erstes Heimspiel auch erst nach der Hallenrenovierung Anfang November bestreiten. Bis dahin müssen sie vier Mal auswärts antreten. Ihr erstes Saisonspiel bestreiten die BSC-Akteurinnen am Sonntag beim PSV Grün-Weiß Frankfurt (17 Uhr; Wächtersbacher Straße), der bereits mit einem Auftaktsieg über den SV Seulberg überzeugte.