Spielberichte

05.05.2012 BSC Kelsterbach – TSV Hungen 33:18 (14:9)

Ein Kantersieg zum Abschied

 

Versöhnlicher Saisonabschluss für die Kelsterbacher Handballfrauen. Mit einem deutlichen 33:18 gegen den Tabellenletzten TSV Hungen feierten die BSClerinnen im letzten Spiel den höchsten Saisonerfolg und verabschieden sich erhobenen Hauptes aus der Landesliga. Vor der Partie wurden Torjägerin Tina Liebenhoff (verletzungsbedingtes Karriereende) und die eigens aus Hamburg eingeflogene Franziska Ketner mit Blumen von der Mannschaft verabschiedet. Letztere streifte sich noch einmal das Kelsterbacher Trikot über und kam nach ihrem plötzlichen Weggang doch noch zu einem ordentlichen Abschiedsspiel, gekrönt mit Tor und – natürlich – einer Zeitstrafe.

Mannschaftskapitänin Katrin Schickel gab mit dem schnellen 1:0 die Marschrichtung vor, es fehlte den Hausherrinnen in der Anfangsphase allerdings an Zielsicherheit. Zwar ging der BSC vor allem dank konsequenter Abwehrarbeit mit 5:2 in Front (9.), doch als sich hier erste Nachlässigkeiten zeigten, kam der geduldige TSV Hungen aus dem Rückraum zum Erfolg. Dagegen blieben die BSClerinnen fast 10 Minuten ohne Treffer, mussten sogar das 5:6 hinnehmen (18.). Im direkten Gegenzug glich Lisa Assaid aus, brachte im weiteren Verlauf die Kolleginnen mit unermüdlicher Antriebskraft zurück auf Kurs. Auch Gudrun Loske bestätigte ein weiteres Mal ihre tolle Form. Sieben ihrer insgesamt zwölf Tore erzielte sie in der ersten Hälfte, und war somit maßgeblich an der 14:9 Halbzeitführung beteiligt.

Die personell arg gebeutelten Gäste aus der Schäferstadt hatten ihren Kader mit A-Jugendlichen aufgefüllt, und das fehlende Zusammenspiel machte sich im zweiten Abschnitt endgültig bemerkbar. Die offensive Deckung des BSC zwang die TSVlerinnen zu schlecht vorbereiteten Würfen, die, wenn sie das Ziel nicht verfehlten, meist Beute der beiden sicheren Torfrauen Kerima Softic und Nina Kurrle wurden. Kelsterbach zog davon, das Tor von Melda Portakal zum 21:11 (45.) bedeutete die erste doppelstellige Führung der Theis-Schützlinge. Das Spiel war längst entschieden, doch das Tempo wurde hochgehalten, die Bälle in der Abwehr erobert und erfolgreiche Konter gefahren. Das 30:16 durch Gudrun Loske beantwortete die Frage, wer den nächsten Kasten Kaltgetränke sponsert, den letzten Kelsterbacher Treffer der Landesligasaison markierte Mira Olk per Tempogegenstoß 37 Sekunden vor dem Ende. Den trotz der deftigen Niederlage gut gelaunten Hungenerinnen blieb noch auf 33:18 zu korrigieren.

Der Dank an das Heimpublikum per Sieg kam an, die BSClerinnen wurden mit viel Applaus in die Sommerpause verabschiedet. Der Abschied aus der Landesliga wird zumindest etwas durch die Aussicht auf die in der nächsten Saison zusammengelegte Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt versüßt, die ein ausgeglichenes Feld auf hohem Niveau erwarten lässt. Sollte die Kelsterbacher Mannschaft soweit intakt bleiben, darf man mit der dazugewonnenen Landesligaerfahrung auf eine durchaus schlagkräftige Truppe um Trainer Ulli Theis hoffen.

 

Torfolge: 1:0, 2:2, 5:2, 5:6, 7:6, 10:7, 12:9, 14:9; 14:10, 19:10, 21:11, 23:12, 26:13, 30:16, 33:18

 

BSC: Kerima Softic, Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (12/4), Lisa Assaid (4), Michaela Hain (4), Alix Huschka (3), Mira Olk (3), Melda Portakal (3), Franziska Ketner (1), Martina Lenz (1), Katrin Schickel (1), Sarah Stenger (1), Davina Börner, Michelle McCoy

 

Strafwürfe: BSC 4 (4) / TSV 3 (3)

Strafzeiten: BSC 4 / TSV 2

Besondere Vorkommnisse: Davina Börner – rote Karte (BSC, dritte Zeitstrafe)

28.04.2012 HSG Nordeck-Winnen/Allendorf/Londorf – BSC Kelsterbach 32:28 (16:11)

Kelsterbach verliert in Rabenau und steht als Absteiger fest

 

Traurige Gesichter bei den Handballfrauen des BSC Kelsterbach nach ihrer Niederlage beim heimstarken Mitaufsteiger HSG Nordeck-Winnen/Allendorf/Londorf. Nach nur einer Saison in der Landesliga Mitte müssen sie nun endgültig wieder den Gang in die Bezirksoberliga antreten. Die Verletzung von Rückraum-As Tina Liebenhoff im letzten Spiel erwies sich als schwer verdaulich, und trotz der 16 Treffer von Torjägerin Gudrun Loske war der BSC letztlich chancenlos. Beste Laune dagegen beim Gastgeber aus dem Lumdatal, der gleich in seinem ersten Jahr die neue Klasse ordentlich aufmischte und mit dem erreichten dritten Platz mehr als zufrieden sein kann.

Entsprechend vollbesetzt war die Lumdatalhalle in Rabenau zur Saisonabschlussfeier, doch die BSClerinnen ließen sich von der lautstarken Kulisse nicht beeindrucken, sondern versuchten von Beginn an ihre letzte Chance zu nutzen. Katrin Schickel erzielte die 2:3 Führung (6.) für Kelsterbach, Sarah Stenger glich für ihre Farben zum 6:6 aus (13.). Es sollte das letzte Unentschieden für den BSC gewesen sein. Viele technische Fehler hinderten den Spielfluss, dazu konnten die Theis-Schützlinge beste Möglichkeiten nicht im Nordecker Kasten unterbringen, und blieben knapp 10 Minuten ohne Torerfolg. Die spielstarken Hausherrinnen nutzten die Einladung und setzten sich langsam aber stetig bis auf 11:6 ab, bevor Lisa Assaid den Kelsterbacher Torbann brechen konnte (23.). Es gelang den Gästen jedoch nicht, die HSG am Torewerfen zu hindern, jeder BSC-Treffer wurde praktisch im Gegenzug gekontert. So blieb nach dem 16:11 von HSG-Kreisläuferin Franziska Müller der Kelsterbacher 5-Tore Rückstand bis zur Pause konstant.

Der Willen, das Blatt in der zweiten Hälfte noch zu wenden, war den Kelsterbacherinnen nicht abzusprechen. Jedoch gelang es weiterhin nicht, die Abwehr zu stabilisieren. Die beiden Torfrauen des BSC hielten was zu halten war, wurden aber allzu oft von ihrem Deckungsverbund alleine gelassen. Besser machten es die Gastgeber, deren robustes Abwehrverhalten zwar eine ganze Reihe Strafwürfe für den BSC produzierte, ansonsten aber keine einfachen Tore erlaubte. Einzig die Durchschlagskraft von Gudrun Loske schraubte am Kelsterbacher Punktestand, so dass sich die Gäste bald hoffnungslos in der Hinterhand befanden (26:17, 46.). Im Gefühl des sicheren Sieges verflachte das Nordecker Spiel in der Schlussphase, der BSC konnte noch Ergebniskorrektur betreiben. Für mehr reichte es aber nicht mehr.

Die BSClerinnen sollten sich über die ausgebliebene Sensation nicht zu sehr grämen, denn einzig Landesligameister Kriftel konnte beide Zähler aus dem Lumdatal entführen. Die fehlenden Punkte für den Klassenerhalt waren ohnehin über die gesamte Saison verschenkt worden. Nächsten Samstag feiern die Damen ihren Saisonabschluss gegen den Tabellenletzten aus Hungen, die unnötige Niederlage aus dem Hinspiel darf ebenfalls zu den erwähnten Schenkungen gerechnet werden. Es bleibt zu wünschen, dass sich die Kelsterbacherinnen in ihrer vorerst letzten Landesliga-Partie mit einem Sieg revanchieren und damit auch beim treuen Heimpublikum bedanken können.

 

Torfolge: 1:0, 2:3, 5:3, 6:4, 6:6, 11:6, 16:11; 20:13, 24:16, 26:17, 27:18, 27:20, 30:24, 32:26, 32:28

 

BSC: Kerima Softic, Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (16/8), Lisa Assaid (3), Michaela Hain (3), Melda Portakal (2), Alix Huschka (1), Mira Olk (1), Katrin Schickel (1), Sarah Stenger (1), Davina Börner, Michelle McCoy

 

Strafwürfe: HSG 4 (4) / BSC 8 (8)

Strafzeiten: HSG 3 / BSC 2

22.04.2012 BSC Kelsterbach – FSG Idstein/Dotzheim 26:22 (9:11)

Kerima Softic hält die BSC-Hoffnung am Leben

 

Auch zwei Spieltage vor Saisonende haben die Kelsterbacher Handballfrauen weiterhin die Chance auf den Klassenerhalt in der Landesliga Mitte gewahrt. Mit einer furiosen zweiten Halbzeit wiesen sie den Favoriten FSG Idstein/Dotzheim nach Halbzeitrückstand noch mit 26:22 in die Schranken. Vorne trumpfte Torjägerin Gudrun Loske mit 13 Toren groß auf, hinten zeigte BSC-Keeperin Kerima Softic eine überragende Leistung und parierte neben zahlreichen freien Würfen auch vier Siebenmeter der Gäste aus dem Taunus. Die „Softic-Show“ ließ die Verabschiedung von Torfrau-Kollegin Jessica Schell, die es aus beruflichen Gründen ins Ausland zieht, etwas in den Hintergrund rücken.

„Es geht um Alles – nur ein Sieg hilft!“ hatte Ulli Theis seinen Schützlingen die eingeschränkten Möglichkeiten vor dem Spiel eindringlich vermittelt. Zunächst aber übernahm der Tabellenvierte das Kommando in der Baugé-Halle, und wie schon im Hinspiel bereitete die routinierte Kreisläuferin Daniela Bitiki der Kelsterbacher Defensive einiges Kopfzerbrechen. In der 8. Minute hatte sich die FSG eine 2:5 Führung erspielt, und bereits zu diesem Zeitpunkt konnten sich die BSClerinnen bei Torfrau Softic bedanken, dass es nicht arger aussah. Mitte der Halbzeit legten die Kelsterbacherinnen die Anfangsnervosität ab und nutzten eine Schwächephase der FSG durch zwei Kontertore zum 6:6 Ausgleich. Gästecoach Zuljevic nahm die Auszeit, die Seinen antworteten mit zwei Treffern zum 6:8 (21.). Die Hausherrinnen nahmen den Kampf jetzt an, und es entwickelte sich eine bissige und hart geführte Partie mit zahlreichen Unterbrechungen. Vier Sekunden vor der Pausensirene mussten die BSClerinnen noch das 9:11 aus dem Rückraum hinnehmen.

Umkämpft starteten auch die zweiten dreißig Minuten, beim Zwischenstand von 13:14 (38.) waren bereits vier Siebenmeter und drei Zeitstrafen verbucht. Kelsterbach ließ sich nicht mehr abschütteln, immer wieder gelang es Rückraum-As Loske den Block und die Torfrau der FSG zu überwinden. Dreimal glich sie bis zum 16:16 aus, erhöhte nach dem Kelsterbacher Führungstreffer von Michaela Hain sogar auf 18:16 (42.). Die Sieben vom Hexenturm und aus dem Schelmengraben sah die Felle davon schwimmen, zumal BSClerin Softic zum Schreckgespenst mutierte. Ihre grandiosen Paraden befeuerten zusehends auch den Kampfgeist und Siegeswillen der Mannschaftskolleginnen, so dass der BSC auf 22:18 (49.) enteilte. Zwar nutzte die FSG eine Kelsterbacher Unterzahl zum 22:20 Anschluss, die druckvolle BSC-Offensive konnten sie in dieser Phase aber nur durch Fouls bremsen. Zwei sichere Loske-Siebenmeter zum 24:20 (54.) stellten den komfortablen Vorsprung wieder her. Die Gäste dachten nicht daran nachzulassen, deren 24:22 Anschluss (56.) bewegte BSC-Coach Theis zur Auszeit. Ruhig und sachlich bereiteten seine Spielerinnen den Weg für die Wurfgewalt von Loske, und die Kelsterbacher Zuschauer bedankten sich nach dem 25:22 (58.) bis zum Schlusspfiff mit stehenden Ovationen für die gezeigte Mannschaftsleistung, nochmals verstärkt durch Alix Huschka mit ihrem Tor zum 26:22 Endstand .

Der BSC wächst offensichtlich an seinen Aufgaben, wie der erneute Überraschungserfolg gegen eine Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte vermuten lässt. Durch die gleichzeitigen Siege der Konkurrenz wird die Ausgangslage für Kelsterbach immer kritischer, um die kleine Chance auf den Klassenerhalt weiterhin zu wahren, müssen die letzten beiden Spiele ebenfalls gewonnen werden. Dass der nun folgende Gastauftritt beim Tabellendritten aus Nordeck eine hohe Hürde darstellt, sollte die Mainstädterinnen eher ermutigen als ängstigen, schließlich gibt es dort nichts zu verlieren. Aber ziemlich viel zu gewinnen.

 

Torfolge: 0:1, 2:2, 2:5, 6:6, 6:8, 9:11; 12:14, 14:14, 16:16, 18:16, 20:18, 22:20, 24:20, 24:22, 26:22

 

BSC: Kerima Softic, Jessica Schell (Tor), Gudrun Loske (13/5), Michaela Hain (4), Lisa Assaid (3), Alix Huschka (2), Tina Liebenhoff (2), Melda Portakal (1), Sarah Stenger (1), Davina Börner, Martina Lenz, Michelle McCoy, Mira Olk, Katrin Schickel

 

Strafwürfe: BSC 6 (5) / FSG 10 (5)

Strafzeiten: BSC 7 / FSG 4

15.04.2012 TV Hüttenberg II – BSC Kelsterbach 26:21 (12:9)

War’s das schon für den BSC?

 

Eine bittere Niederlage kassierten die Kelsterbacher Handballerinnen im vielleicht entscheidenden Abstiegsduell beim TV Hüttenberg. Der Gastgeber hatte seine Reihen mit mehreren Spielerinnen der ersten Mannschaft sowie der ebenfalls in der Oberliga Hessen spielenden A-Jugend verstärkt, nahm dafür sogar in der unmittelbar zuvor beendeten Oberliga-Partie eine peinliche aber schließlich doch unbedeutende Niederlage gegen den Tabellenvorletzten in Kauf. Die BSClerinnen blieben die meiste Zeit auf Augenhöhe, verloren das Spiel aber in den ersten 10 Minuten des zweiten Abschnitts, als sie die konternden Hausherrinnen auf acht Tore davon ziehen lassen mussten. Eine Hypothek, die die beileibe nicht fehlerfrei agierenden Südhessinnen gegen die routinierte Heimmannschaft nicht mehr wettmachen konnten.

Kelsterbach startete mit zwei Toren über beide Außenpositionen, Hüttenberg schlug umgehend zurück. Beide Teams wirkten ob der wichtigen Begegnung nervös und leisteten sich zahlreiche Fehler, doch die Gastgeberinnen drückten mächtig. Die BSC-Abwehr verrichtete Schwerstarbeit und konnte sich durchgehend auf seine Torhüterinnen Kerima Softic und Nina Kurrle verlassen, die doch einige gute Gelegenheiten der TVlerinnen zunichte machten. Trotzdem sollte das 4:5 durch Lisa Assaid (13.) die letzte Führung der Kelsterbacherinnen gewesen sein. Eine erste Schwächephase des BSC nutzte Hüttenberg zur 8:5 Führung (17.). Die Gäste verkürzten in der 27. Minute durch Michaela Hain zwar noch einmal auf 10:9, ließen aber weitere gute Chancen aus, mussten stattdessen in Überzahl den Strafwurf zum 12:9 Pausenstand hinnehmen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte fiel es Kelsterbach schwer die robuste Abwehr der Mittelhessinnen zu überwinden. Hüttenberg drängte nun auf die Entscheidung und bewirkte nach dem 17:11 (37.) die Auszeit von BSC-Coach Ulli Theis. Doch den zwei Rückraumtoren von Tina Liebenhoff zum 17:13 (39.) folgte eine zweiminütige Tiefschlafphase der Rot-Weißen, die der TVH per Konter und zweiter Welle zu vier schnellen Treffern und einer Acht-Tore-Führung nutzte. Kelsterbach wirkte geschockt, nur Tina Liebenhoff gab Antwort aus dem Rückraum (21:15, 45.). Ihre anschließende Zeitstrafe wegen einer unglücklichen Verteidigungsaktion weckte auch die Mitspielerinnen wieder aus der Starre, die Aufholjagd noch einmal zu versuchen. Zwar konnte nun das Hüttenberger Tempospiel erfolgreich unterbunden werden, der qualitativ stark besetzte Rückraum war aber nur bedingt auszuschalten, so dass der Gastgeber immer wieder durch Einzelaktionen erhöhen konnte. Den BSClerinnen lief die Zeit davon, dem 24:19 Anschluss durch Alix Huschka (54.) folgte die Auszeit des TVH, der es in der Schlussphase geschickt verstand, sich mit der Uhr zu verbünden und Ruhe ins Spiel zu bringen. Näher als beim 25:21 durch Gudrun Loske (59.) kam der BSC nicht mehr heran, musste so am Ende die schmerzliche 26:21 Schlappe anerkennen.

Statt sich in der Tabelle bis auf einen Zähler an den TVH anzunähern, beträgt der Abstand nun fünf Punkte. Durch die Niederlagen der anderen beiden Abstiegskonkurrenten bleibt die theoretische Chance auf den Klassenerhalt für Kelsterbach erhalten, allerdings bräuchte es dazu mindestens zwei Siege aus den letzten drei Partien, sowie enorme Schützenhilfe auch von Seiten der nach diesem Spieltag als erste Absteiger feststehenden Mannschaften des TSV Hungen und der TSF Heuchelheim. Da man sich auf diese Unterstützung nicht verlassen kann, muss der BSC seine drei letzten Spiele gewinnen.

 

Torfolge: 0:2, 3:2, 3:4, 4:5, 8:5, 10:7, 10:9, 12:9; 14:11, 17:11, 17:13, 21:13, 21:15, 23:17, 25:19, 25:21, 26:21

 

BSC: Kerima Softic, Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (5/4), Tina Liebenhoff (4), Michaela Hain (3), Lisa Assaid (2), Alix Huschka (2), Martina Lenz (2), Melda Portakal (2), Katrin Schickel (1), Davina Börner, Mira Olk, Sabine Pfister, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: TVH 8 (5) / BSC 5 (4)

Strafzeiten: TVH 5 / BSC 3

25.03.2012 BSC Kelsterbach – HSG Eibelshausen/Ewersbach 25:23 (14:14)

Der BSC siegt und wahrt weiter seine Chance

 

Zum Siegen verdammt waren die Handballfrauen aus Kelsterbach in ihrem Heimspiel gegen den Tabellenfünften HSG Eibelshausen/Ewersbach, um im Abstiegskampf der Landesliga Mitte noch in Reichweite des rettenden Ufers zu bleiben. Die BSClerinnen nahmen die Herausforderung an, zeigten sich nervenstark in der Schlussphase und sicherten verdient die beiden wichtigen Zähler gegen den Favoriten aus dem Dietzhölztal.

Auf fünf Punkte war der Rückstand der Theis-Schützlinge auf die Nichtabstiegsplätze nach dem letzten Spieltag angewachsen, es galt die vertane Siegeschance in Leihgestern in eigener Halle wettzumachen, sollte die Möglichkeit auf den Klassenerhalt noch realistisch erscheinen. Die Gäste mussten in der Rückrunde den Abschied ihrer Regisseurin und Ausnahmespielerin Ibolya Szabados verkraften, die beim knappen 26:24 Hinspielerfolg der HSG die Hälfte der Treffer ihres Teams noch selbst verbucht hatte. Dafür waren mit Tina Liebenhoff und Kerima Softic zwei Spielerinnen auf Seiten des BSC dabei, die auf dem Holderberg gefehlt hatten, diesmal aber zu Schlüsselfiguren werden sollten. Zunächst bestimmten aber andere Kelsterbacher Akteurinnen das Geschehen. Die Hausherrinnen knüpften nahtlos an die tolle Leistung der letzten Woche an und dominierten die Anfangsminuten mit druckvoller und variabler Offensive. Gudrun Loske eröffnete per Strafwurf, Mira Olk markierte das 2:0 und das 4:2, Lisa Assaid legte jeweils zum 3:1 und 5:3 (5.) nach. Den Anschluss von HSGlerin Tamara Matic, der zweiten starken Kraft der Mittelhessinnen, konterte Gudrun Loske per Doppelpack zum 7:4, und nach einer überstandenen Unterzahl erhöhte Linksaußen Michaela Hain mit zwei Treffern binnen einer Minute gar auf 9:4 für den BSC (14.). Doch HSG-Torjägerin Matic zeigte ihre Klasse in der ersten Kelsterbacher Schwächephase, und brachte ihre Farben mit drei Toren in Folge wieder ins Rennen. Eine doppelte Unterzahl des BSC endete schließlich mit dem 10:10 Ausgleich für die Gäste (22.), und entsprechend der umkämpften Partie ging es dann mit einem 14:14 ebenso ausgeglichen in die Pause.

Der Spielverlauf blieb auch im zweiten Abschnitt umkämpft, wenngleich sich die HSG nun verstärkt bemühte, die Favoritenstellung durchzusetzen. Der BSC hielt weiterhin dagegen, konnte dreimal eine Eibelshausener Führung egalisieren und durch Sarah Stenger wiederum selbst in Front gehen (18:17, 42.). Die Gäste drängten auf eine Entscheidung, verdichteten die Abwehr und nutzten einen glücklosen Abschnitt der BSClerinnen um mit dem Konter zum 19:21 (50.) erstmals 2 Tore Vorsprung aufzuweisen. Doch schon im direkten Gegenzug leitete Sarah Stenger mit dem Anschlusstreffer zum 20:21 zugleich auch die siegbringende Kelsterbacher Schlussphase ein. Die Defensive des Aufsteigers stand nun konzentriert und konnte sich zudem auf Keeperin Kerima Softic verlassen, die ihre ohnehin vorzügliche Leistung mit einigen exzellenten Paraden doppelt unterstrich. Vorne schlug die Stunde der rechten Kelsterbacher Seite, auf der die nach Softic zweite Matchwinnerin Tina Liebenhoff die Verantwortung übernahm. Erst setzte sie Katrin Schickel zweimal zum jeweiligen 21:21 bzw. 22:22 Ausgleich geschickt in Szene (55.), dann ließ sie der Kelsterbacher Führung durch Loske-Strafwurf einen Rückraumkracher zum 24:22 folgen. Spektakulär der entscheidende Treffer zum 25:22 (58.), als Tina Liebenhoff im Fallen am Kreis mangels Alternativen per Rückhandwurf vollendete. Mehr als die Ergebniskorrektur zum 25:23 Endstand gestatteten die BSClerinnen der HSG nicht, spielten die Partie entspannt und sachlich zu Ende.

Dass der Jubel der Kelsterbacherinnen trotz dieses grandiosen Erfolges verhalten blieb, beweist die nach wie vor prekäre Situation des BSC im Abstiegskampf. Wenig ist gewonnen, wenn nächste Woche zu Gast bei Abstiegskonkurrent Hüttenberg II nicht ebenfalls gepunktet wird. Die deutlich ansteigende Formkurve sollte zumindest für genug Selbstvertrauen sorgen, das nächste „Endspiel“ gebührend anzugehen.

 

Torfolge: 2:0, 4:2, 5:4, 9:4, 9:7, 10:10, 13:12, 13:14, 14:14; 16:16, 18:17, 19:21, 21:22, 25:22, 25:23

 

BSC: Kerima Softic, Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (6/3), Michaela Hain (4), Tina Liebenhoff (4), Lisa Assaid (3), Sarah Stenger (3), Mira Olk (2), Katrin Schickel (2), Alix Huschka (1), Martina Lenz, Melda Portakal

 

Strafwürfe: BSC 3 (3) / HSG 4 (4)

Strafzeiten: BSC 8 / HSG 2

17.03.2012 TSG Leihgestern – BSC Kelsterbach 26:24 (12:13)

Kelsterbach belohnt sich nicht

 

Für die Handballerinnen des BSC Kelsterbach war im Gastspiel beim Tabellendritten TSG Leihgestern der Überraschungserfolg greifbar nahe, führten sie knapp 10 Minuten vor dem Ende noch mit drei Toren. Selbst als dem ersatzgeschwächten Aufsteiger langsam die Puste ausging, konnte man die Partie bis in die Schlussminute offen halten. Doch statt die Chance einer Überzahl zum Ausgleich zu nutzen, besiegelte ein Fehlpass die unglückliche Niederlage für den BSC.

Die deftige Packung im Hinspiel war den BSClerinnen noch in schlechter Erinnerung, entsprechend waren sie heuer besser auf das Tempospiel des Ex-Oberligisten vorbereitet. Die Hausherrinnen hatten von Beginn an ihre Probleme mit der offensiven Deckung der Theis- Schützlinge, zudem erwischte BSC-Keeperin Kerima Softic einen Sahnetag. Ihre zahlreichen Paraden waren der Grundstein für eine vielversprechend geführte Partie der Kelsterbacherinnen, die mit variablem Angriffsspiel von allen Positionen erfolgreich den Torzähler erhöhten. So erzielte Mira Olk in der 21. Minute die erste 3-Tore Führung für den BSC (7:10), welche bis zur 28. Minute durch einen Siebenmeter-Nachwurf von Michaela Hain zum 9:12 Bestand hatte. Die gleichzeitig verhängte Strafzeit für die TSG glich die kurz zuvor erhaltene Unterzahl Kelsterbachs wieder aus, doch im Spiel fünf gegen fünf setzten sich die Gastgeber mit 3:1 Toren durch, so dass der BSC mit 12:13 zur Pause nur noch knapp, aber dennoch verdient vorne lag.

Leihgestern versuchte bei Wiederanpfiff erwartungsgemäß den Druck zu erhöhen, aber Kelsterbach hielt weiterhin dagegen und ließ dem direkten 13:13 Ausgleich zwei Rückraumtreffer von Gudrun Loske folgen. TSG-Regisseurin Susanne Jung übernahm nun die Verantwortung und egalisierte für ihre Mannschaft jeweils per Doppelpack zum 15:15 (40.) und 17:17 (43.), doch der BSC blieb in der Vorhand. Mira Olk und Gudrun Loske erhöhten wieder auf 17:19, wenig später legten Katrin Schickel und Michaela Hain zum 18:21 (50.) nach. Ob es nach Tina Liebenhoffs tollem Rückraumtor zum 19:22 (51.) an einem möglichen Siegesgedanken, oder doch an der Müdigkeit durch die eingeschränkten Wechselmöglichkeiten der mit nur drei Feldspielerinnen dünn besetzten BSC-Bank lag, die Gäste ließen sich nun überrumpeln. Binnen drei Minuten drehten die TSGlerinnen mit vier Toren den Rückstand in ein 23:22, gingen somit erstmals seit dem 1:0 wieder in Führung, und machten nach der Kelsterbacher Auszeit gar das 24:22 in Unterzahl durch Jung (56.). Ein spätes Scheitern vor Augen, mobilisierten die BSClerinnen die letzten Reserven, und erzwangen knapp zwei Minuten vor dem Abpfiff durch ein Doppelpack von Torjägerin Loske den 24:24 Ausgleich. Doch wieder war es TSG-Urgestein Jung, die ihre Farben in Front brachte. Die letzte Minute brach an, es folgte eine Strafzeit für Leihgestern, doch den Vorteil verspielte der BSC. TSGlerin Jasmin Bayer schnappte sich einen Pass der Kelsterbacher Offensive und lief unaufhaltsam den entscheidenden Konter zum 26:24. In den verbleibenden 45 Sekunden ließen die Lindenerinnen mit all ihrer Routine und einer Auszeit dann nichts mehr anbrennen.

Die Enttäuschung bei den Südhessinnen war verständlicherweise riesengroß, hätten sie sich nach dem Spielverlauf zumindest einen Punkt beim haushohen Favoriten verdient gehabt. Sollten die BSClerinnen die gezeigte Leistung jedoch weiterhin abrufen können, muss ihnen vor den nächsten wichtigen Begegnungen im Abstiegskampf nicht bange sein.

 

Torfolge: 1:0, 1:3, 2:4, 4:6, 7:10, 9:12, 11:12, 12:13; 13:15, 15:15, 15:17, 17:17, 17:19, 18:21, 19:22, 24:22, 24:24, 26:24

 

BSC: Kerima Softic, Jessica Schell (Tor), Gudrun Loske (8/2), Michaela Hain (6), Tina Liebenhoff (3), Mira Olk (3), Martina Lenz (2), Katrin Schickel (2), Lisa Assaid, Melda Portakal, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: TSG 4 (3) / BSC 3 (2)

Strafzeiten: TSG 5 / BSC 1

11.03.2012 BSC Kelsterbach – FSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt 22:24 (11:15)

Rückschlag für den BSC Kelsterbach

 

Einen herben Dämpfer im Abstiegskampf erhielten die Kelsterbacher Handballerinnen in ihrem Heimspiel gegen die FSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt. Ersatzgeschwächt fanden die Gastgeberinnen erst spät ins Spiel und mussten wie schon in den Vorwochen erstmal einen Rückstand verdauen. Dass die Aufholjagd diesmal nicht von Erfolg gekrönt war, müssen sich die BSClerinnen selbst ankreiden, wurden trotz Oberwasser in der Schlussphase ganz einfach zu viele Großchancen nicht verwertet. Zwei Hundertprozentige zum Ausgleich ließ man liegen, kassierte stattdessen in der letzten Minute einen unglücklichen Siebenmeter zum 22:24 Endstand.

Es schien als wollten die Hausherrinnen an das fragwürdige Erfolgsrezept der letzten beiden recht glücklichen Siege anknüpfen, dem Gegner erstmal Vorsprung verschaffen um dann in der zweiten Hälfte durchzustarten und die Partie noch zu drehen. So schoss man im Angriff erstmal ein halbes Dutzend Fahrkarten, nicht ohne den Gästen dazu auch noch die Lücken in der Abwehr zu öffnen. Über 0:3 und 2:5 erarbeiteten sich die Taunusstädterinnen Mitte der ersten Hälfte eine Vier-Tore Vorsprung (4:8, 16.), den sie, auch Dank Kelsterbacher Unkonzentriertheit, durch zwei Treffer in den letzten 45 Sekunden mit 11:15 in die Kabine nehmen konnten.

Der Pausenrückstand schien den Schützlingen von Trainer Ulli Theis noch nicht hoch genug, denn die ersten Minuten der zweiten Hälfte ähnelten dem Spielbeginn. In der 37. Minute hatte die FSG auf 12:18 erhöht, dann endlich stabilisierte sich die Kelsterbacher Deckung. Kerima Softic war nun der große Rückhalt im Kasten des BSC, und die Sicherheit in der Abwehr übertrug sich augenblicklich in die Offensive. Vor allem Martina Lenz nahm den Kampf gegen die bissige FSG-Abwehr an und war in dieser Phase mit drei Treffern vom Kreis maßgeblich am 18:19 Anschluss (43.) beteiligt. Der BSC war wieder im Spiel, doch eine doppelte Unterzahl verlangsamte erstmal die Fahrt, so dass die Gäste den Vorsprung wieder vergrößern konnten (20:23, 52.). Danach übernahm der BSC das Spielgeschehen, stand hinten kompakt und kam durch Tore von Tina Liebenhoff und Melda Portakal zum 22:23 (57.). Die FSG fand offensiv keine Mittel mehr, doch zwei Konterläufe zum möglichen Ausgleich vergaben die BSClerinnen, scheiterten an Latte und der starken FSG-Keeperin Tanja Leisegang. Ein umstrittener Siebenmeterpfiff (59.) sollte dann die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Gäste bedeuten, zumal Kelsterbach noch weitere Gelegenheiten glücklos wie ungenau liegen ließ.

„Das war vollkommen unnötig!“ fasste Betreuerin Marita Hopp die Pleite im Kellerduell zusammen.

Auch Coach Theis sah die schlechte Chancenverwertung als ursächlich für die Niederlage, hatte seine Spielerinnen aber vor der Partie gewarnt, das Glück nicht zu sehr zu strapazieren. „Man kann solche Spiele nicht immer drehen.“ Vielmehr wäre ein disziplinierteres Abwehrverhalten in der ersten Hälfte heute der Schlüssel zum Erfolg gewesen.

 

Torfolge: 0:3, 2:3, 4:5, 4:8, 6:10, 7:12, 9:12, 11:13, 11:15; 12:15, 12:18, 16:18, 18:19, 20:21, 20:23, 22:23, 22:24

 

BSC: Nina Kurrle, Jessica Schell, Kerima Softic (Tor), Martina Lenz (5), Tina Liebenhoff (5), Michaela Hain (4), Gudrun Loske (4/3), Melda Portakal (2), Lisa Assaid (1), Mira Olk (1), Vanessa Ley, Katrin Schickel

 

Strafwürfe: BSC 4 (3) / FSG 3 (2)

Strafzeiten: BSC 3 / FSG 1

04.03.2012 TSF Heuchelheim – BSC Kelsterbach 24:25 (15:10)

Alix Huschka sichert Kelsterbach zwei wichtige Auswärtspunkte

 

Zweiter Sieg in Folge für die Kelsterbacher Handballfrauen, im Abstiegsduell bei den punktgleichen Turn- und Sportfreunden aus Heuchelheim konnten sie auch zum ersten Mal auswärts jubeln. Dabei mussten die Gäste zunächst einmal ihre Nervosität sowie eine 10:15 Hypothek zur Pause verdauen. Wie beim Überraschungserfolg gegen die HSG Anspach/Usingen in der Vorwoche gelang den BSClerinnen eine entschlossene Aufholjagd und 30 Sekunden vor Abpfiff der entscheidende Treffer durch Alix Huschka.

Verlieren war für beide Mannschaften in diesem Vergleich Vorletzter gegen Drittletzter verboten, möchte man die Nichtabstiegsplätze noch im Blick behalten. So entwickelte sich ein Handballspiel auf recht schwachem Niveau, als wollte man den wenigen Zuschauern in der Sporthalle Heuchelheim den Grund für die Tabellenpositionen der Kontrahenten am direkten Beispiel erläutern. Vor allem der BSC hatte seine Schwierigkeiten mit dem Spielgerät, das mitunter mehr an eine heiße Kartoffel als an einen Ball erinnerte. Die Hausherrinnen, nicht minder nervös ob der Wichtigkeit der Partie, hatten zumindest die bessere Chancenverwertung auf ihrer Seite, konnten sich ab Mitte der ersten Hälfte langsam absetzen und eine 15:10 Führung mit in die Kabine nehmen.

Alix Huschka und Michaela Hain verdeutlichten mit zwei schnellen Toren den Kelsterbacher Willen, es im zweiten Abschnitt besser zu machen. Doch zunächst musste man weiter vergebenen Chancen nachtrauern und Heuchelheim durch Torjägerin Anne Weber wieder auf 18:13 (39.) davonziehen lassen. Die bei dieser Aktion zusätzlich erhaltene Zeitstrafe sollte der Weckruf für den BSC gewesen sein. Fortan gefiel der Aufsteiger durch hohen kämpferischen Einsatz, der sich in der Abwehr durch vermehrte Ballgewinne bemerkbar machte. Zwei Unterzahl-Tore durch Lisa Assaid und Tina Liebenhoff ließ Letztere kurz darauf noch den 18:16 Anschluss erzielen (43.). Ein recht unglücklich bewerteter Zweikampf bescherte Kelsterbach im Gegenzug die nächsten zwei Minuten, doch wieder machten die Gäste aus der Not eine Tugend, denn BSClerin Lisa Assaid reichten 23 Sekunden um mit ihrer unwiderstehlichen Dynamik per Doppelpack den 18:18 Ausgleich zu markieren (45.). TSF Trainerin Michaela Welter nahm die notwendige Auszeit, Heuchelheim stabilisierte sich wieder und die Begegnung blieb nun bis Schlusspfiff auf Messers Schneide. Immer wieder legten die TSF ein Tor vor, Kelsterbach zog nach. BSC-Keeperin Nina Kurrle wuchs in dieser Phase über sich hinaus und vereitelte einige gute Chancen des Gastgebers, das 24:23 (57.) sollte der letzte Treffer der TSF gewesen sein. Dagegen blieb das Nervenkostüm der Mainstädterinnen im Schlussabschnitt stabil. Kelsterbachs Melda Portakal war beim Tempogegenstoß zum 24:24 sehenswert zur Stelle (58.), schließlich übernahm Alix Huschka die Verantwortung und krönte ihre ohnehin tolle Leistung mit dem willensstarken Siegtreffer in der Schlussminute. Den letzten Angriff konnte Heuchelheim nicht mehr zum gefährlichen Wurf nutzen.

Der erste Auswärtserfolg bringt den BSC Kelsterbach wieder in Reichweite des rettenden Ufers, und schon jetzt haben die Schützlinge von Trainer Ulli Theis mehr Punkte in der Rück- als in der Hinrunde erzielt. Dass die Moral intakt ist haben die beiden jüngsten Erfolge bewiesen, bleibt zu hoffen dass nicht jedes Mal ein hoher Rückstand nötig ist um die kämpferischen Reserven aufzuwecken. Bereits am nächsten Sonntag müssen die Kelsterbacherinnen in ihrem Heimspiel gegen die ebenfalls noch abstiegsbedrohte FSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt mit Sicherheit eine durchgehendere Leistung abrufen, um bestehen zu können.

 

Torfolge: 2:0, 2:2, 5:3, 7:4, 10:7, 13:8, 15:10; 15:12, 17:12, 18:13, 18:18, 19:20, 21:20, 24:23, 24:25

 

BSC: Jessica Schell, Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (6/5), Lisa Assaid (4), Alix Huschka (4), Tina Liebenhoff (4), Michaela Hain (2), Martina Lenz (2), Mira Olk (1), Melda Portakal (1), Sarah Stenger (1), Katrin Schickel

 

Strafwürfe: TSF 4 (4) / BSC 6 (5)

Strafzeiten: TSF 2 / BSC 6

26.02.2012 BSC Kelsterbach – HSG Anspach/Usingen 23:22 (7:12)

Kelsterbach meldet sich in der letzten Minute zurück

 

Ausgelassener Jubel bei den Kelsterbacher Handballfrauen nach dem Last-Minute Heimsieg gegen die HSG Anspach/Usingen. Die im vorderen Mittelfeld der Landesliga platzierten Gäste reisten ersatzgeschwächt an den Untermain, verloren dazu noch nach nur 5 Minuten ihre Spielerin Kalman, deren Abwehraktion gegen die konternde Melda Portakal das Schiedsrichtergespann als Notbremse und somit auch als rote Karte bewertete. Trotzdem hatte der Favorit aus dem Taunus der Partie weitestgehend seinen Stempel aufgedrückt und eine Viertelstunde vor dem Ende noch mit sieben Treffern geführt. Als der HSG die Puste ausging, zeigten die BSClerinnen große Moral, kämpften sich ins Spiel zurück und schafften 15 Sekunden vor dem Ende, durch das 13. Tor der überragenden wie nervenstarken Gudrun Loske, den kaum mehr für möglich gehaltenen 23:22 Siegtreffer.

Kompakte Abwehr, kontrollierte Offensive, das Anspacher Erfolgsrezept sollte auch beim Aufsteiger vom Untermain die Punkte garantieren. Den besseren Start erwischten allerdings die Hausherrinnen, je zwei Treffer durch Michaela Hain und Gudrun Loske markierten das 4:2 nach knapp 10 Minuten. Danach stabilisierte sich die Gästedeckung, und Kelsterbach fand keine Wege mehr an HSG-Keeperin Madeleine Buhlmann vorbei, einzig Torjägerin Loske gelang es bis zur Pause noch dreimal zu netzen. Über 4:7 (18.) und 6:11 (25.) zum 7:12 gingen die Taunusstädterinnen daher mit einer verdienten Führung in die Kabine.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts blieb die Tendenz gleich: Kelsterbach glücklos und ungenau, die Gäste kontrolliert und effektiv. HSGlerin Lena Janicki über Rechts mit der ersten 7-Tore Führung (10:17, 38.), die bis zur 45. Minute Bestand hatte (13:20). Ein schönes Tor von Alix Huschka, die sich an den Kreis gemogelt hatte, läutete dann die Kelsterbacher Aufholjagd ein. Die HSG zollte langsam ihren eingeschränkten Wechselmöglichkeiten Tribut, gleichermaßen erhöhten die Damen des BSC Druck und Tempo. Sarah Stenger (16:21, 48.) und Mira Olk (19:21, 50.) rahmten mit ihren Treffern das Konter-Doppelpack von Martina Lenz, die mit vorbildlichem Einsatz- und Siegeswillen den Turbo im Kelsterbacher Abwehrverband zündete. Den 20:21 Anschlusstreffer durch Loske-7m beantwortete noch HSGlerin Janicki, ebenfalls per Strafwurf zum 20:22 (53.). Ein weiteres Tor sollte den Gästen aber verwehrt bleiben, auch Dank der in der Schlussphase unüberwindlichen Jessica Schell im Kasten des BSC. In den letzten 180 Sekunden machte sich dann Gudrun Loske endgültig zur Spielerin des Spiels. Dem 21:22 durch Strafwurf ließ sie eine Minute später einen Rückraumkracher zum Ausgleich folgen, um dann als Frau ohne Nerven auch ihren fünften und wichtigsten Siebenmeter sicher zum 23:22 zu verwandeln. Den verständlicherweise enttäuschten Gästen bot sich in den verbleibenden Sekunden keine wirkliche Gelegenheit mehr.

„Da habe ich gar nicht drüber nachgedacht“, offenbarte „Gudi“ Loske nach der Partie das Geheimnis ihrer Treffsicherheit. Auch BSC-Coach Ulli Theis ließ angesichts des unglaublichen Finales seiner Schützlinge die Rationalität außen vor: „Es fühlt sich gut an“, konnte er den ersten Erfolg in diesem Jahr am besten durch sein Gemüt bekunden. Kelsterbach beendete eine Serie von acht sieglosen Spielen, verließ damit auch den letzten Tabellenplatz und hat sich im Abstiegskampf zurückgemeldet. Gute Vorzeichen also für die jetzt folgenden Abstiegsduelle in Heuchelheim und gegen Bad Soden.

 

Torfolge: 0:1, 3:1, 4:2, 4:7, 6:8, 6:12, 7:12; 8:12, 8:14, 10:17, 13:20, 15:21, 20:21, 20:22, 23:22

 

BSC: Nina Kurrle, Jessica Schell (Tor), Gudrun Loske (13/5), Michaela Hain (4), Martina Lenz (2), Alix Huschka (1), Mira Olk (1), Katrin Schickel (1); Sarah Stenger (1), Lisa Assaid, Tina Liebenhoff, Melda Portakal

 

Strafwürfe: BSC 5 (5) / HSG 6 (6)

Strafzeiten: BSC 2 / HSG 1

Rote Karte: Katja Kalman (HSG, Notbremse)

12.02.2012 HSG Kleenheim II – BSC Kelsterbach 32:28 (15:15)

Kelsterbach müht sich vergebens

 

Eine deutliche Steigerung zur Vorwoche zeigten die Kelsterbacher Handballfrauen in ihrem Auswärtsspiel bei der Drittligareserve der HSG Kleenheim. Dass es am Ende wieder nicht für etwas Zählbares gereicht hat, müssen sich die BSClerinnen trotzdem selbst ans Revers heften. Die torreiche 28:32 Niederlage belegt schon aus dem Ergebnis die Misere, denn so ansprechend die Kelsterbacher Offensive an diesem Sonntagnachmittag zum größten Teil agierte, konnte die Defensive nicht in jeder Phase folgen. Nicht einmal Spitzenreiter Kriftel hat es geschafft 28 Tore in der Weidig-Halle in Oberkleen zu erzielen, wiederum hat dort einzig der ersatzgeschwächte TV Hüttenberg II mit einer desolaten zweiten Halbzeit (21 Gegentore) ebenfalls über 30 Treffer kassiert.

Dabei stand die Abwehr des BSC in der ersten Viertelstunde konzentriert und sicher und hinderte effektiv das Kleenheimer Aufbauspiel, während die Rückraumasse Tina Liebenhoff und Gudrun Loske die Abwehr der Mittelhessinnen immer wieder in Verlegenheit bringen konnten. Das Doppelpack von Liebenhoff zur 6:10 Führung (16.) veranlasste HSG-Coach Jens Neumeyer zur Auszeit, dem BSC ging kurzzeitig der Rhythmus verloren. Binnen drei Minuten verspielten die Gäste die erarbeitete Führung durch unnötige Ballverluste und sahen sich plötzlich 11:10 im Hintertreffen. Aber erneut gelang es den Kelsterbacherinnen ihren Rückraum in Szene zu setzen und durch die stark aufspielende Lisa Assaid mit 12:13 (24.) in Front zu gehen. Schließlich war die Partie bis zum Kabinengang umkämpft und mit 15:15 entsprechend ausgeglichen.

Es blieb auch in der zweiten Hälfte eng beisammen, Kleenheim legte vor, die BSClerinnen meist nach. Eine Kelsterbacher Unterzahl nutzte die HSG um auf 2 Tore zu erhöhen (20:18, 36.), fortan konnte der BSC nicht mehr ausgleichen. Immer wieder fanden die Hausherrinnen die Schnittstellen in der Gästedeckung, insgesamt elf verhängte Strafwürfe leisteten sich die Theis-Schützlinge durch verspätete oder inkonsequente Verteidigungsarbeit. Da es nicht mehr gelang den Favoriten über eine längere Phase am Torerfolg zu hindern, wuchs dessen Vorsprung langsam an. Die Kleenheimerinnen verwendeten die nächste Kelsterbacher Strafzeit zur Polsterbildung (25:21, 46.) und machten den Sack nach erneuter Unterzahl endgültig zu (29:24, 55.). Zwar kämpften sich die Gäste, angetrieben von den nimmermüden Spielerinnen Liebenhoff und Assaid, noch einmal auf 30:27 heran (58.), doch wusste man ein anschließendes Überzahlspiel nicht auszunutzen, scheiterte an gegnerischer Torfrau und Gebälk. Den glücklosen BSC-Akteurinnen blieb am Ende nur die verdiente 32:28 Niederlage zu akzeptieren.

„Mit 28 Toren muss man in Kleenheim gewinnen“, schüttelte Ulli Theis den Kopf über den Tag des offenen Tors in seiner Hintermannschaft. Der BSC ziert das Tabellenende, nach sieben Spielen ohne Sieg ist jetzt Seelenmassage gefragt. Zumindest auf dem Tableau kann es nicht tiefer gehen, und bei noch neun ausstehenden Spielen ist auch immer noch alles möglich. Allerdings muss die Mannschaft den Glauben an ihr Potenzial zeigen, ohne wird es nicht gehen.

 

Torfolge: 0:2, 2:4, 3:6, 6:10, 11:10, 12:11, 12:13, 15:15; 18:18, 22:21, 25:21, 26:24, 29:24, 30:27, 32:28

 

BSC: Jessica Schell, Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (10/2), Tina Liebenhoff (8), Michaela Hain (5), Lisa Assaid (3), Martina Lenz (1), Sarah Stenger (1), Alix Huschka, Michelle McCoy, Sibylle Merk, Melda Portakal, Katrin Schickel

 

Strafwürfe: HSG 12 (11) / BSC 2 (2)

Strafzeiten: HSG 3 / BSC 4

05.02.2012 BSC Kelsterbach – TV Mainzlar 24:27 (10:10)

Enttäuschende Vorstellung des BSC

 

Ausgerechnet im wichtigen Heimspiel gegen den Abstiegskonkurrenten TV Mainzlar erreichten die Handballfrauen aus Kelsterbach den nächsten Tiefpunkt. Die Theis-Schützlinge zeigten zwar zu Beginn die bessere Spielanlage, ließen aber wie schon im Hinspiel ihre Chancen liegen und hielten den Gegner somit im Spiel. Die kontrollierte Offensive der Mittelhessinnen wartete geduldig wie erfolgreich auf ihre Möglichkeiten und verdiente sich dadurch das Remis zur Pause. Keine Besserung beim BSC im zweiten Abschnitt, im Gegenteil, es waren allein die kampfstarken Gäste, die noch eine Schippe zulegen konnten. Genau wie im ersten Vergleich vor drei Wochen drehten sie binnen fünf Minuten einen 2-Tore Rückstand in eine 14:17 Führung (42.). Die überfällige Auszeit verfehlte die Wirkung, denn die verunsichert wirkenden Gastgeberinnen wussten nun keine Antworten mehr auf die kompakte Mainzlarer Deckung. Das Tempospiel versandete völlig, der Kelsterbacher Rückraum blieb ohnehin über die ganze Partie glücklos und ohne Durchschlagskraft, so dass Tore für den BSC fast nur noch aus Einzelaktionen resultierten. Die TVlerinnen hingegen schafften es mit einfachen Kombinationen immer wieder Lücken in den nicht konsequent agierenden Abwehrverbund der Hausherrinnen zu reißen, und so jedweden Anschlusstreffer zügig zu beantworten (18:22, 52.). Der Siegeswillen der Staufenbergerinnen zog den Mainstädterinnen endgültig den Zahn, denn deren Körpersprache verriet, trotz ausreichender Zeit im Verhältnis zum Rückstand, keinen großen Glauben mehr daran die Heimniederlage noch abzuwenden. So gab es durchaus noch Situationen in denen Kelsterbach in direkte Schlagdistanz hätte kommen können (22:24, 57.), doch gelang es nicht mehr sich auf die dafür nötige Leistung zu konzentrieren, stattdessen wurde mehr mit den Schiedsrichtern oder sich selbst gehadert. Mit einem Sieg hätte man den TV Mainzlar in der Tabelle überholt, durch die 24:27 Pleite ist der Rückstand auf den ehemaligen Bundesligisten und den rettenden Platz 10 auf drei Punkte inklusive verlorenem Vergleich angewachsen. Der BSC steckt im Keller fest, und ohne konstanten Abruf des Leistungsvermögens wird es schwer werden dort wieder herauszukommen.

 

Torfolge: 2:0, 2:2, 5:2, 5:5, 6:5, 9:8, 9:10, 10:10; 12:10, 14:12, 14:17, 18:20, 18:22, 20:24, 22:24, 24:27

 

BSC: Jessica Schell, Kerima Softic (Tor), Gudrun Loske (9/8), Michaela Hain (6), Lisa Assaid (4), Mira Olk (2), Melda Portakal (1), Katrin Schickel (1), Sarah Stenger (1), Alix Huschka, Martina Lenz, Tina Liebenhoff, Tiffany Wade

 

Strafwürfe: BSC 8 (8) / TVM 3 (3)

Strafzeiten: BSC 2 / TVM 5

29.01.2012 BSC Kelsterbach – TV Flörsheim 26:26 (13:13)

Punkt gewonnen, Punkt verloren

 

Eine gute Antwort auf die deutliche Niederlage gegen Landesliga-Überflieger TuS Kriftel gaben die Handballerinnen des BSC Kelsterbach gegen den TV Flörsheim. Vor allem kämpferisch wussten sich die Theis-Schützlinge im Vergleich zur letzten Partie zu steigern, um mit konzentrierter Abwehr den Kombinationsfluss der Flörsheimer Sieben einzuschränken. Auch in der Offensive gelang es die Fehlerquote zu verringern und für einen meist sicheren Spielaufbau zu sorgen, so dass sich das Mainderby durchgehend ausgeglichen gestaltete. Allein 17-mal war die Partie nach Treffern egalisiert, so auch zur Halbzeit mit 13:13. Am Ende wurde ein folgerichtiges wie gerechtes 26:26 Remis auf der Anzeigetafel vermeldet, was bei beiden Teams dennoch für ein lachendes und ein weinendes Auge sorgte. Schließlich führten die Hausherrinnen 5 Minuten vor dem Abpfiff noch vielversprechend mit zwei Treffern, lagen aber ebenso in der letzten Minute mit einem Tor zurück.

Die erste Flörsheimer Führung konterte Tina Liebenhoff umgehend mit zwei Rückraumtreffern, fortan legten die BSClerinnen einen Treffer vor, der TV glich aus. Ab der 15. Minute begann eine gute Phase der Gäste, in der sie sich einen 2-Tore Vorsprung erspielten (9:11, 23.). Doch Kelsterbach konnte ebenfalls noch zulegen, machte vier Tore in Folge und ging erneut mit 13:11 in Führung (28.). Etwas leichtfertig ließ man den Vorteil noch vor der Pause liegen, durch zwei Strafwürfe der Gäste ging es mit Gleichstand in die Kabine.

TVlerin Sabrina Scholl machte bei Wiederanpfiff mit zwei Toren die Ambitionen ihrer Mannschaft deutlich, der BSC musste nun erstmal einem Rückstand hinterherlaufen. Katrin Schickel markierte über die zweite Welle das 17:17 (38.), doch eine Kelsterbacher Unterzahl nutzte Flörsheim um wieder zwei Treffer vorzulegen. Aber der Aufsteiger ließ sich nicht mehr abschütteln. Treffer von Lisa Assaid und Michaela Hain zum 20:20 bzw. 21:21 Ausgleich, sowie von Mira Olk und Melda Portakal zum 22:21 bzw. 23:22 (50.), brachten den BSC wieder in Front und spiegelten dazu noch die Vielzahl seiner Torschützinnen an diesem Abend, denn alle eingesetzten Spielerinnen feierten mindestens ein Erfolgserlebnis. Alix Huschka und Tina Liebenhoff eröffneten mit dem 25:23 (54.) die große Hoffnung auf einen doppelten Punktgewinn gegen den ehemaligen Oberligisten, TV-Trainerin Christine Rhein reagierte mit einer Auszeit. Die tat Kelsterbach nicht gut, Flörsheim machte nicht nur den Ausgleich, sondern ging in der 58. Minute wieder mit 25:26 in Führung. Dabei profitierten die Gäste von unvorbereiteten Abschlüssen und überhasteten Aktionen des BSC, der in der Schlussphase ein weiteres Mal die Nerven zu verlieren schien. Als der TV in der letzten Spielminute seinen Ballbesitz über die Zeit bringen wollte, erkämpften sich die Kelsterbacherinnen mit tollem Einsatz das Spielgerät und schickten Michaela Hain auf die Reise. Ihr Tor zum 26:26 Endstand sechs Sekunden vor dem Schlusspfiff sicherte dann wenigstens und nicht unverdient einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf.

So ärgerte sich BSC-Coach Ulli Theis verständlicherweise über die vertane Siegeschance, zeigte sich aber insgesamt zufrieden mit der Leistung seiner Spielerinnen: “Ich hoffe der Punkt tut gut.“ Veredeln können ihn die Kelsterbacherinnen schon am nächsten Sonntag, denn dann steht in der Baugé-Halle das Nachholspiel gegen den Abstiegskonkurrenten TV Mainzlar auf dem Programm. Dort hatten die Mainstädterinnen vor zwei Wochen mit 21:22 nur knapp den Kürzeren gezogen.

 

Torfolge: 0:1, 3:1, 3:3, 6:5, 7:6, 7:8, 9:9, 9:11, 13:11, 13:13; 13:15, 15:16, 17:17, 17:19, 20:20, 23:22, 25:23, 25:26, 26:26

 

BSC: Jessica Schell, Nina Kurrle (Tor), Michaela Hain (6), Lisa Assaid (4), Tina Liebenhoff (3), Gudrun Loske (3/2), Mira Olk (3), Alix Huschka (2), Katrin Schickel (2), Martina Lenz (1), Melda Portakal (1), Sarah Stenger (1), Tiffany Wade

 

Strafwürfe: BSC 2 (2) / TVF 5 (4)

Strafzeiten: BSC 1 / TVF 2

21.01.2012 BSC Kelsterbach – TuS Kriftel 16:36 (9:19)

Wenig Kelsterbacher Gegenwehr

 

Eine derbe Niederlage kassierten die Kelsterbacher Handballerinnen im Heimspiel gegen den Klassenprimus TuS Kriftel. Der verlustpunktfreie Meisterschaftsfavorit beherrschte das Mainderby zu jeder Zeit, traf aber auch nur auf geringe Gegenwehr der abstiegsbedrohten BSClerinnen, die kaum mal zu ihrem Spiel fanden, und sich den Gästen in allen Bereichen unterlegen zeigten. TuS-Coach Jens Illner hingegen forderte von seinen Akteurinnen bis zum Schlusspfiff vollen Einsatz und Tempo, auch mit Blick auf das anstehende Spitzenspiel gegen Verfolger Eibelshausen/Ewersbach. Am Ende stand eine deutliche wie verdiente 16:36 Schlappe für den BSC Kelsterbach, der nun die rote Laterne der Landesliga Mitte innehat.

Die ersten Minuten nährten die Hoffnung auf eine konzentrierte Leistung der Hausherrinnen, Tina Liebenhoff eröffnete für den BSC zum 1:2 (7.). Doch der Kriftel Express nahm schon bald Fahrt auf, profitierte von ungenauen Zuspielen oder Abschlüssen und dem mangelhaften Rückzugsverhalten der Heimoffensive. Die bedauernswerte Kerima Softic im BSC-Kasten sah einen TuS-Konter nach dem anderen auf sich zurollen, und konnte trotz insgesamt guter Leistung den zunehmenden Rückstand nicht verhindern (3:9 / 15.). Gut ein Dutzend Tore durch Tempogegenstöße oder zweite Welle mussten die Kelsterbacherinnen allein in der ersten Hälfte verdauen, selbst fand man nur selten Gelegenheiten einfache Tore gegen die konsequente 6:0-Deckung der Gäste zu erzielen, wie Mira Olk zum 7:12 (19.) und 8:13 (24.) per Konterlauf. Das 9:15 (26.) durch Franziska Ketner war nicht nur der letzte Kelsterbacher Treffer vor der Pause, sondern auch ihr letzter im Trikot des BSC, da sie aus beruflichen Gründen nach Norddeutschland zieht. Ein herber Verlust für das Team, war sie doch vorbildlich in Einsatz und Kampfkraft und hatte so manch wichtiges Tor erzwungen. Man hätte ihr ein schöneres Abschiedsspiel gewünscht als gegen den Tabellenführer, der zwar mehr als würdig war, aber auch haushoch überlegen agierte. So ging es mit einem ernüchternden 9:19 in die Kabine.

Dort wurde Trainer Ulli Theis laut ob der bisherigen Darbietung, und tatsächlich schienen die Seinen im zweiten Abschnitt besser zu ihrem Spiel zu finden. Mit dem 15:24 (42.) von Martina Lenz konnte Kelsterbach den Rückstand zum letzten Mal unter 10 Tore halten, eine anschließende Zeitstrafe für Kriftel war dann der Startschuss für die Gästedefensive, ihren Kasten endgültig zu vernageln. Einzig Tina Liebenhoff konnte noch ein Tor verbuchen (16:27 / 45.), sie blieb mit sieben Treffern der Lichtblick im Angriffsspiel und scheint nach der langen Verletzungspause zu ihrer guten Form zurück zu finden. Die Restspielzeit war ein Kelsterbacher Sammelsurium an technischen Fehlern und unglücklichen Aktionen, während Kriftel sein Pensum humorlos abspielte und mit dem 16:36 Endstand schließlich auch den zweiten Abschnitt mit 10 Toren Differenz gewann.

Positiv an der schlechtesten Saisonleistung war einzig der Fakt, dass sie im unwichtigen Spiel gegen den Titelanwärter auftrat, denn an einen Punktgewinn war auch bei größtem Optimismus kaum zu denken gewesen. Es bleibt somit die Hoffnung, dass die BSClerinnen diese Lehrstunde schnell verinnerlichen und abhaken, denn die Rückrunde hat gerade erst begonnen. Es folgen noch zwölf Spiele, davon sieben Heimspiele, und unter anderem sind drei der vier direkten Konkurrenten um den letzten Nichtabstiegsplatz zu Gast in der Baugé-Halle. Ausreichend Möglichkeiten also, um die traditionelle Heimstärke unter Beweis zu stellen und sich aus der akuten Situation selbst zu befreien.

 

Torfolge: 0:2, 1:5, 3:6, 3:9, 5:9, 7:12, 8:13, 9:15, 9:19; 10:19, 10:22, 12:24, 15:24, 16:27, 16:36

 

BSC: Kerima Softic, Nina Kurrle (Tor), Tina Liebenhoff (7), Gudrun Loske (3), Martina Lenz (2), Mira Olk (2), Michaela Hain (1), Franziska Ketner (1), Lisa Assaid, Alix Huschka, Sibylle Merk, Katrin Schickel, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: BSC 0 / TuS 5 (4)

Strafzeiten: BSC 3 / TuS 2

14.01.2012 TV Mainzlar – BSC Kelsterbach 22:21 (9:10)

Kelsterbach bleibt auswärts Punktelieferant

 

Neues Jahr, altes Leid: zu Gast beim punktgleichen Tabellennachbarn TV Mainzlar hätten sich die Handballfrauen aus Kelsterbach wenigstens einen Punkt im Abstiegskampf sichern können, scheiterten aber in den Schlussminuten an ihren eigenen Nerven und bleiben damit weiterhin als einziges Team der Landesliga ohne Zähler in der Fremde.

Dabei zeigten die Kelsterbacherinnen von Beginn an den Willen, die Rückrunde mit einem Erfolgserlebnis zu beginnen. Die kampfstarken Staufenbergerinnen drehten zwar nach 10 Minuten den ersten Rückstand in ein 4:3, doch der BSC übernahm zusehends das Spielgeschehen. Aus einer starken Abwehr mit einer glänzend aufgelegten Kerima Softic im Kasten wurden viele Ballgewinne verbucht, wenngleich die ungenügende Chancenverwertung den ansonsten positiven Eindruck trübte. Vor allem Dank der beiden Rückraumasse Tina Liebenhoff und Gudrun Loske erzielten und verteidigten die Gäste vom Main eine zwei-Tore Führung, die anhand der Fülle von ungenutzten Kelsterbacher Gelegenheiten eher schmeichelhaft für die Hausherrinnen war. So jedoch musste der BSC in der 28. Minute den 9:10 Anschlusstreffer hinnehmen und verpasste, mit einer deutlicheren Führung in die Pause zu gehen.

Gudrun Loske eröffnete den zweiten Abschnitt mit ihrem zweiten sicheren Strafwurf zum 9:11, sechs weitere Treffer der 7m-Spezialistin sollten noch folgen - Indiz für die nun konsequenter zur Sache gehende Mainzlarer Abwehr, die der ohnehin nicht rund laufenden Offensive des BSC das schnelle Kombinieren weiter erschwerte. Der TV zog bis zur 40. Minute auf 14:11 davon, ehe Michaela Hain den Ball wieder für Kelsterbach netzen konnte. Sie blieb mit 4 Treffern die einzige Feldtorschützin des BSC in der zweiten Hälfte. Die Fehlerquote war hoch in diesem Spiel, doch die Mittelhessinnen zeigten den größeren Willen der Unbill zu entfliehen und erhöhten in der 48. Minute auf 20:15. Die Niederlage vor Augen warfen die Gäste alle Hemmungen über Bord und konnten sich noch einmal heranarbeiten. In der Abwehr glänzte nun Nina Kurrle im Tor, und zwei Loske-Strafwürfe zum jeweiligen 21:20 (56.) bzw. 22:21 (57.) Anschluss eröffneten den Mainstädterinnen die mehrfache Möglichkeit zum Ausgleich. Es gelang jedoch nicht die Nerven in den Griff zu bekommen, drei Angriffe wurden überhastet und ungenau abgeschlossen und verhinderten so den denkbaren Punktgewinn.

„Eine Menge Kleinigkeiten, die nicht gestimmt haben“, sah Kelsterbachs Übungsleiter Ulli Theis bei seinen Schützlingen, die am nächsten Samstag Spitzenreiter Kriftel zu Besuch haben. „Da können wir nur gewinnen“ nahm er das Team in die kleine Pflicht, zumindest den Rost der Winterpause abzuschütteln.

 

Torfolge: 1:0, 1:3, 4:3, 4:6, 8:10, 9:10; 9:11, 14:11, 16:12, 16:14, 17:15, 20:15, 20:17, 21:20, 22:21

 

BSC: Kerima Softic, Nina Kurrle, Jessica Schell (Tor), Gudrun Loske (11/8), Michaela Hain (6), Tina Liebenhoff (2), Franziska Ketner (1), Katrin Schickel (1), Lisa Assaid, Alix Huschka, Martina Lenz, Mira Olk, Melda Portakal, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: TVM 5 (3) / BSC 9 (8)

Strafzeiten: TVM 4 / BSC 4

11.12.2011 TSV Hungen – BSC Kelsterbach 28:25 (12:14)

Enttäuschender Jahresabschluss für die Damen des BSC

 

Im letzten Spiel des Jahres versperrten sich die Handballerinnen des BSC Kelsterbach wieder einmal selbst den Weg zu den ersten Auswärtspunkten. Im Abstiegsduell beim bis dahin pluspunktgleichen TSV Hungen hatten die Gäste bis zur Pause etwas mehr Spielanteile und eine nicht unverdiente 2-Tore Führung in die Kabine gebracht, im zweiten Abschnitt verlief die umkämpfte Partie dann bis zur Schlussphase ausgeglichen. Kelsterbach hatte am Ende die schlechteren Nerven, scheiterte im Angriff an seinen Fehlern und der mangelnden Chancenverwertung, verlor das Spiel jedoch in der Abwehr, welche den Hausherrinnen in den entscheidenden Momenten zu inkonsequent und unaufmerksam entgegentrat. Durch die Niederlage musste der BSC den TSV Hungen in der Tabelle passieren lassen, verbleibt nun, mit nur zwei Siegen aus zwölf Spielen, bis zum nächsten Jahr auf dem drittletzten Platz in der Landesliga Mitte und damit in akuter Abstiegsgefahr.

Die Frauen aus Kelsterbach erzielten durch Strafwurf von Geburtstagskind Gudrun Loske das erste Tor, dann legten die Hausherrinnen zum 2:1 und 3:2 vor, der BSC erwiderte zum 3:4 (9.). In den ersten 30 Minuten wechselte die Führung in diesem Kellerkampf siebenmal. Hungen schien in der 19. Minute auf 9:6 zu enteilen, nur 135 Sekunden später egalisierten die Gäste durch Gudrun Loske (2x) und Michaela Hain. TSVlerin Judith Titz per Rückraum-Doppelpack zum 12:10 für ihre Farben (25.), dann übernahmen die Mainstädterinnen bis zur Halbzeitsirene das Geschehen und vernagelten den eigenen Kasten. Erneut Loske aus dem Rückraum und vom Siebenmeterpunkt, sowie Kontertore von Mira Olk und Michaela Hain brachten Kelsterbach zum Seitenwechsel mit 12:14 in Vorderhand.

Falls BSC-Coach Ulli Theis an die Konzentration seiner Spielerinnen im Deckungsverbund appelliert haben sollte, dachten selbige wohl noch zu lange darüber nach, drei Lücken, drei Tore für Hungen zum 15:15 Ausgleich (36.). Kelsterbach legte ein Tor vor, der TSV glich aus. Das 17:18 durch Lisa Assaid (42.) sollte allerdings die letzte Führung der Gäste gewesen sein. Drei Zeitstrafen für den BSC binnen vier Minuten nutzten die Hungenerinnen um das Ergebnis auf 19:18 zu drehen. Einen Loske-Strafwurf zum 19:19 (48.) beantwortete TSVlerin Nina Leipold mit einem verdeckten Wurf zum 20:19. Ulli Theis nahm die Auszeit, doch der folgende Ballverlust verhalf Hungen zum 21:19. Fortan lief Kelsterbach den zwei Treffern hinterher, da es nicht mehr gelang, die wenig originelle aber doch zielstrebige Offensive des Gastgebers dauerhaft vom Torerfolg abzuhalten. Mit dem 24:23 durch Linksaußen Michaela Hain (54.) war der BSC zum letzten Mal in direkter Schlagdistanz, danach zeigte Hungens Spielmacherin Sarah Luh, warum sie so wichtig für ihr Team ist. Erst ging sie mit Täuschung durch die Mitte zum 25:23, kurz darauf traf sie trotz einer Unterzahl mittels Doppelpass über die Halbposition zum 26:23 (56.). Dessen nicht genug, wieder vergibt Kelsterbach überhastet, und der TSV markierte den zweiten Treffer kurz vor Ablauf der Strafzeit. Zwar brachten die beiden BSC-Aktivposten Hain und Loske ihr Team nochmal auf 27:25 heran (59.), die verbliebene Zeit reichte jedoch nur noch für einen Fehlpass, der TSVlerin Sarah Luh den Konter zum 28:25 Endstand ermöglichte, und dazu symbolisch für die Kelsterbacher Verunsicherung in der Schlussphase stand.

Die traurigen Gesichter der BSClerinnen über eine weitere vergebene Gelegenheit waren mehr als verständlich, wie auch die unbefriedigend absolvierte Hinrunde den jetzt folgenden besinnlichen Tagen einen tiefen Wortsinn gibt. Mit 24,3 Toren pro Spiel hat die die Kelsterbacher Offensive trotz durchwachsener Chancenverwertung die sechstmeisten Treffer aller Teams erzielt, mit im Schnitt 27,8 Gegentoren stellt der BSC allerdings auch die schwächste Defensive der Landesliga. Viel Zeit für Korrektur bleibt leider nicht, schon am 15. Januar beginnt für den Aufsteiger die Rückrunde mit einem weiteren Abstiegsduell, zu Gast beim punktgleichen Tabellenvorletzten TV Mainzlar.

 

Torfolge: 0:1, 2:1, 3:4, 6:6, 9:6, 9:9, 12:10, 12:14; 13:15, 15:15, 17:18, 19:18, 19:19, 21:19, 24:23, 27:23, 27:25, 28:25

 

BSC: Jessica Schell, Kerima Softic (Tor), Gudrun Loske (10/6), Michaela Hain (7), Martina Lenz (2), Mira Olk (2), Lisa Assaid (1), Tina Liebenhoff (1), Sibylle Merk (1), Melda Portakal (1), Alix Huschka, Franziska Ketner, Katrin Schickel, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: TSV 4 (2) / BSC 7 (6)

Strafzeiten: TSV 3 / BSC 4

04.12.2011 BSC Kelsterbach – HSG Nordeck-Winnen/Allendorf/Londorf 26:30 (11:16)

Aufholjagd ohne Happyend

 

Kopfschütteln bei den Handballerinnen des BSC nach der Heimpleite gegen den Mitaufsteiger HSG Nordeck-Winnen/Allendorf/Londorf. Die Frauen aus Kelsterbach erwischten gewiss keinen Sahnetag, eine Vielzahl an technischen Fehlern und vergebenen Chancen half den spiel- und kampfstarken Gästen aus dem Lumdatal anfangs der zweiten Hälfte bis auf sieben Tore davon zu ziehen. Mit großer Moral und beherztem Spiel konnten die Hausherrinnen in der 45. Minute nochmals den Ausgleich erzielen, eine Führung sollte indes nicht gelingen. In der umringten Schlussphase zeigte sich die Spielgemeinschaft zielstrebiger, produzierte weniger Fehler als der BSC und nahm letztlich verdient beide Punkte mit nach Mittelhessen.

Die HSG, als bester Aufsteiger mit komfortablem Punktestand recht sorgenfrei auf dem vierten Platz in der Tabelle, verdeutlichte von Beginn an ihre Siegesabsichten (1:3, 6.). Das schnelle und variable Passspiel, Markenzeichen der Frauen aus Nordeck, riss immer wieder Lücken in die Kelsterbacher Deckung, die nicht konsequent genug handelte. Offensiv hielt Michaela Hain die Fahne des BSC hoch, erzielte vier der ersten fünf Heimtore und damit den Anschluss. Torjägerkollegin Gudrun Loske litt noch an den Blessuren des letzten Spiels und konnte nicht wie gewohnt druckvoll agieren, blieb aber beim Strafwurf zum 6:7 (14.) und den noch folgenden sechs zielsichere Siebenmeterschützin. Das Kelsterbacher Spiel wurde fahriger, Fehlpässe und Fangfehler wechselten sich mit vergebenen Chancen ab. Nur ein Treffer in den folgenden zehn Minuten, bezeichnenderweise durch die angeschlagene Gudrun Loske, ließ die Gäste auf 7:12 enteilen. Als deren Zweitliga-Neuzugang Adriana Atanasoska binnen 150 Sekunden einmal von Linksaußen und zweimal per Konter zum 9:16 netzte (29.), sah es finster aus für den BSC. Die Mienen hellten sich etwas auf, als Tina Liebenhoff im Gegenzug das 10:16 markiert. Nach der unglücklichen Handverletzung beim Saisonauftakt in Kriftel stand sie erstmals wieder auf dem Parkett, um Spielpraxis zu bekommen. Sogar etwas Licht ans Ende des Kabinentunnels warf dann Sekunden vor der Pause Michaela Hain mit ihrem Konter zum 11:16.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Doppelschlag der HSGlerin Franziska Müller, dann startete auch Kelsterbach durch. Die Abwehr stand nun wesentlich konzentrierter und verzeichnete vermehrt Ballgewinne, zudem zeigte BSC-Keeperin Kerima Softic eine klasse Leistung. Die Sicherheit in der Defensive wurde nach vorne getragen, die Tormöglichkeiten wurden besser genutzt. Über ein 14:19 (35.) und 18:21 (41.) saugten sich die Kelsterbacherinnen trotz Unterzahl mit zwei schönen Toren von Michaela Hain und Martina Lenz auf 20:22 heran, profitierten dann selbst von einer Überzahl, an deren Ende erneut die starke Michaela Hain den 22:22 Ausgleich erzielte (45.). Im nächsten Angriff sogar die Chance zur erstmaligen Führung, vergeblich, stattdessen die Gäste mit dem 22:23. Der Nordecker Kasten blieb vernagelt, die Fehler häuften sich wieder, die HSG legte dagegen weiter nach (22:25, 53.). Trotz der Anschlusstore von Loske (23:25, 25:28) blieben die Gäste routiniert und besiegelten den Erfolg ähnlich der ersten Hälfte durch ein Atanasoska-Doppelpack (25:30, 60.). Das Tor von Alix Huschka zum 26:30 Endstand ließ die BSClerinnen zumindest, wenn auch wenig tröstlich, Hälfte Zwei gewinnen.

„Wir haben uns selbst geschlagen!“ resümierte BSC-Coach Ulli Theis die launische Leistung seiner Schützlinge, wohlwissend um die vertane Möglichkeit im Abstiegskampf. Allzu streng wollte er seine ohnehin mit sich selbst hadernden Spielerinnen jedoch nicht richten: „Der Willen war da, aber den sieben Tore Rückstand aufzuholen hat das Team enorm viel Kraft gekostet.“

 

Torfolge: 0:1, 1:3, 5:7, 6:7, 6:10, 7:12, 9:13, 9:16, 11:16; 11:18, 13:18, 14:20, 17:20, 19:22, 22:22, 22:25, 25:28, 25:30, 26:30

 

BSC: Jessica Schell, Kerima Softic (Tor), Gudrun Loske (10/3), Michaela Hain (8), Lisa Assaid (2), Alix Huschka (1), Franziska Ketner (1), Martina Lenz (1), Tina Liebenhoff (1), Mira Olk (1), Sarah Stenger (1), Sibylle Merk, Melda Portakal, Katrin Schickel

 

Strafwürfe: BSC 7 (7) / HSG 4 (3)

Strafzeiten: BSC 2 / HSG 5

27.11.2011 FSG Idstein/Dotzheim – BSC Kelsterbach 29:23 (16:9)

Kelsterbach fehlt erneut die Konstanz

 

Auch im sechsten Auswärtsspiel gab es für die Handballfrauen aus Kelsterbach nur an Erfahrung zu gewinnen. Dabei war der Gastgeber, die FSG Idstein/Dotzheim, beileibe kein übermächtiger Gegner. Die BSClerinnen verbauten sich den Weg zu einem besseren Resultat mit einer Schwächephase vor der Pause, als sie die in dieser Saison neuformierte Frauenspielgemeinschaft des Oberligaabsteigers TV Idstein und der TuS Dotzheim auf sieben Tore davonziehen ließen. In einer umkämpften, durch zahlreiche technische Fehler aber wenig hochklassigen Partie, waren die Gäste zwar engagiert, doch letztlich zu inkonsequent, um noch einmal entscheidend in Schlagdistanz zu kommen.

Trotz des ersten Treffers durch Torjägerin Gudrun Loske kam der Aufsteiger nur langsam ins Spiel, lag schnell mit 4:1 zurück. Es dauerte bis zur 7. Minute, ehe Martina Lenz vom Kreis den 4:2 Anschluss für ihre Farben erzielen konnte, danach gewann das Offensivspiel des BSC an Kontur. Michaela Hain läutete mit dem 5:4 die torintensivste Phase des Abends ein, und schließt sie mit dem 9:8 (15.) auch fast wieder ab. Das 10:8 im Gegenzug durch die quirlige FSGlerin Daniela Bitiki blieb für fast zehn Minuten der letzte Strich auf dem Spielberichtsbogen, denn beide Mannschaften taten sich plötzlich schwer mit gezielten Offensivaktionen. Der Gastgeber scheiterte an seinen Chancen und einer guten Kerima Softic im Kelsterbacher Kasten, der BSC verbuchte zu viele technische Fehler, wirkte dazu geschockt, als sich Gudrun Loske den Fuß vertrat und ausgewechselt werden musste. Idsteins Kreisläuferin Bitiki war es auch, die den Torbann mit dem 11:8 wieder brach, als sie einen Abpraller reaktionsschnell eroberte und netzte, beim neunten Treffer für Kelsterbach fasste sich Lisa Assaid ein Herz (25.). Doch während Bitiki weiterhin die Abwehr des BSC durcheinanderwirbelte und zwei dann verwandelte Strafwürfe herausholte, versandete das Angriffsspiel der Gäste bis zum Halbzeitpfiff völlig. Fahrig und unkonzentriert fingen sich die BSClerinnen noch zwei Tempogegenstöße in der Schlussminute, einen davon nach eigenem vergebenen Siebenmeter. Entsprechend bitter schmeckte der 16:9 Rückstand zum Pausentee.

BSC-Coach Ulli Theis appellierte erfolgreich an seine Spielerinnen, die Abwehr stand im zweiten Abschnitt fast durchgehend sicher und erschwerte den Hausherrinnen das Aufbauspiel. Einzig die sich nun endgültig zur Spielerin des Spiels kürende Bitiki war nicht zu halten und mit ihren 9 Toren, sowie als Auslöserin der meisten der neun Strafwürfe der FSG, der entscheidende Faktor im Spiel. BSClerin Loske blieb zunächst noch auf der Bank, in Vertretung zeichnete sich Kollegin Michaela Hain ebenfalls als zielsichere Siebenmeterschützin aus (18:13, 37.). Beide Teams schenkten sich nichts, verbissen wurde um Bälle gekämpft. Die Schützlinge von FSG-Trainer Predrag Zuljevic schraubten den Vorsprung wieder auf sieben Tore, doch der BSC konnte noch zulegen, verkürzte durch Lisa Assaid, Martina Lenz und Katrin Schickel auf 21:17 (48.). Die Gästefans atmeten auf als Gudrun Loske auf das Parkett zurück kam und den Strafwurf zum 22:18 verwandelte, doch zwei unmittelbare Zeitstrafen gegen Kelsterbach nutzte die Spielgemeinschaft um auf 24:18, kurz darauf endgültig vorentscheidend auf 26:19 (54.) zu erhöhen. Die folgende Auszeit von Trainer Theis konnte kein Kelsterbacher Wunder mehr bewirken, mit der 29:23 Niederlage mussten sich die Gäste unter Wert geschlagen geben.

 

Torfolge: 0:1, 4:1, 5:4, 9:8, 11:8, 11:9, 16:9; 16:10, 18:13, 21:14, 21:17, 22:18, 26:19, 28:23, 29:23

 

BSC: Kerima Softic, Jessica Schell (Tor), Gudrun Loske (8/3), Michaela Hain (6/4), Lisa Assaid (3), Martina Lenz (3), Franziska Ketner (1), Mira Olk (1), Katrin Schickel (1), Alix Huschka, Melda Portakal, Sarah Stenger, Tiffany Wade

 

Strafwürfe: FSG 9 (8) / BSC 9 (7)

Strafzeiten: FSG 2 / BSC 3

20.11.2011 BSC Kelsterbach – TV Hüttenberg II 31:27 (17:8)

Kelsterbach holt sich den zweiten Heimsieg

 

Dank einer grandiosen ersten Halbzeit sicherten sich die Handballerinnen des BSC Kelsterbach gegen die zweite Mannschaft des TV Hüttenberg die Punkte drei und vier auf dem Landesligakonto. Die nach drei Siegen in Folge mit breiter Brust angereisten Gäste schienen überrascht ob der sofortigen Kelsterbacher Dominanz, fanden dazu im ersten Durchgang kein Rezept gegen die offensive Deckung der Hausherrinnen. Eine zielsichere Gudrun Loske sowie eine meist konsequente Chancenverwertung des BSC sorgten für die deutliche Pausenführung. Ab der 40. Minute brachte die fast obligatorische Schwächephase des Aufsteigers die Hüttenbergerinnen zurück ins Spiel, letztendlich erwies sich aber das Kelsterbacher Torpolster als nicht aufholbar. In den Schlussminuten bewiesen die BSClerinnen Nervenstärke und konnten somit nicht unverdient einen 31:27 Erfolg feiern.

Die mit einigen Spielerinnen aus der ersten Mannschaft verstärkte Oberligareserve aus Hüttenberg startete abwartend in die Partie, der BSC vehement. Gudrun Loske begrüßte die Gäste aus dem Rückraum, Michaela Hain erhöhte mit Doppelpack auf 3:0 (4.). Die Kelsterbacher Defensive mit einer gut aufgelegten Jessica Schell im Kasten zeigte in den ersten dreißig Minuten die wohl bisher beste Saisonleistung, verbuchte zahlreiche Ballgewinne und nahm die zunehmende Sicherheit mit in die Offensivaktionen. Über ein 8:3 (14.) und 11:5 (22.) stürmten die Mainstädterinnen zum eindeutigen 17:8 Halbzeitstand.

Trotz der klaren Führung wollte das Heimpublikum dem Braten noch nicht so recht trauen, doch der BSC legte auch zu Beginn der zweiten Halbzeit mit erneutem Doppelpack von Hain stark los. Mit dem Rückraumkracher durch Loske zum 21:9 (34.) hatten die Rot-Weißen erstmals 12 Tore zwischen sich und den Gegner gepackt. Doch der Turnverein 05/07 wollte sich hier nicht kampflos abschießen lassen. Abwehrumstellungen inklusive Torhüterinnenwechsel brachten dem TVH die gewünschte Wirkung, befeuert durch die nun einsetzende fahrige Spielweise der Gastgeberinnen. Es kam zum Bruch im Kelsterbacher Spiel. Vorne verzettelte man sich, hinten fand man kein Mittel gegen die Wurfkraft der Hüttenberger A-Jugendspielerin Louisa Eckardt-Helmes, die mit zehn Treffern zur besten Akteurin der Gäste avancierte. Gut acht Minuten reichten dem Team aus dem Lahn-Dill-Kreis um mit einem 9:1-Lauf auf 23:19 zu verkürzen (48.), BSC-Coach Ulli Theis nahm die Auszeit. Die Abwehr stabilisierte sich wieder, und vorne hatte Kelsterbach mit Loske und Hain ohnehin zwei herausragende Vollstrecker (28:22, 55.). Hüttenbergs Trainer Roland Hildebrandt legte seinerseits die grüne Karte und alles in die Waagschale, als er seinen Schützlingen eine offene Manndeckung verordnet. Wieder Eckardt-Helmes mit dem 28:25 Anschluss für den TVH (57.), keine Minute später durfte sich Kelsterbach bei Keeperin Kerima Softic bedanken, als sie bereits den zweiten Siebenmeter der Strafwurfspezialistin Anna-Lena Schieferstein parierte. Im direkten Gegenzug verlud Michaela Hain ihre Gegenspielerin und netzte sehenswert wie endgültig vorentscheidend zum 29:25 ein, denn trotz anschließender Unterzahl des BSC hielt Gudrun Loske den Vorsprung bis zur Sirene, indem sie ihre famose Leistung mit den letzten beiden Kelsterbacher Toren krönte.

„Eine tolle erste Halbzeit“ hatte dann auch Ulli Theis gesehen, „der Sieg war sehr wichtig für das Selbstvertrauen.“ Weiterhin auf Ursachenforschung bleibt der Kelsterbacher Übungsleiter jedoch bei den Schwächephasen seiner Mannschaft: „Fast in jedem Spiel haben wir 5-10 Minuten, in denen nichts läuft.“ Durch den Heimerfolg kletterten die BSClerinnen erstmal auf Platz 10 der Tabelle und dürfen im Abstiegskampf neue Hoffnung schöpfen.

 

Torfolge: 3:0, 5:1, 8:3, 10:4, 11:5, 14:6, 17:8; 19:8, 21:9, 22:10, 23:16, 24:19, 27:21, 28:25, 31:27

 

BSC: Jessica Schell, Kerima Softic (Tor), Gudrun Loske (15/4), Michaela Hain (9), Mira Olk (2), Alix Huschka (1), Franziska Ketner (1), Martina Lenz (1), Katrin Schickel (1), Sarah Stenger (1), Lisa Assaid, Davina Börner, Melda Portakal

 

Strafwürfe: BSC 4 (4) / TVH 10 (8)

Strafzeiten: BSC 5 / TVH 2

12.11.2011 HSG Eibelshausen/Ewersbach – BSC Kelsterbach 26:24 (15:9)

BSC findet zu spät ins Spiel

 

Enttäuschte BSClerinnen zum Schlusspfiff hätte man erwarten können, doch der Grund lag nicht nur an der schon im Vorfeld befürchteten Niederlage. Nach dem Gastspiel beim Tabellendritten HSG Eibelshausen/Ewersbach ärgerte viel mehr die Erkenntnis, ein besseres Ergebnis mit einer schwachen Anfangsphase selbst verspielt zu haben. Der 6-Tore Rückstand zur Pause erwies sich trotz grandioser zweiter Hälfte als zu schwere Hypothek für die Mainstädterinnen.

Die weite Anreise auf den Holderberg ins Dietzhölztal steckte den Kelsterbacher Handballerinnen wohl noch in den Knochen, waren sie gegen den Favoriten schon nach sechs Minuten mit 4:0 ins Hintertreffen geraten. BSC-Torjägerin Gudrun Loske bewies einmal mehr ihre Zielsicherheit und verkürzte mit zwei Strafwürfen und einem Rückraumknaller auf 4:3, doch Kelsterbach blieb weiterhin fahrlässig, agierte zu unüberlegt und zögerlich. Viele technische Fehler waren Wasser in die Mühlen der Hausherrinnen, die durch weitere Treffer von Ibi Szabados und Tamara Matic auf 9:3 (18.) erhöhten. Die beiden Ausnahmespielerinnen der HSG markierten alle 15 Tore ihrer Mannschaft bis zur Pause, auf Seiten des Aufsteigers hielt hauptsächlich Loske ihre Farben im Spiel, steuerte allein sieben Tore zum 15:9 Halbzeitstand bei.

BSC-Coach Ulli Theis fand in der Kabine die richtigen Worte, denn seine Schützlinge konnten im zweiten Abschnitt den Respekt vor dem ehemaligen Oberligisten endgültig ablegen. Zwar war es nicht möglich die quirlige HSG-Spielmacherin Szabados an die Kette zu legen, doch stabilisierte sich die Kelsterbacher Deckung mit zunehmender Spieldauer, um die Kreise immer mehr zu begrenzen. Die Partie verlief nun ausgeglichen, die Gäste legten vor, die HSG nach (22:16, 46.). Wieder Szabados mit ihrem 14. Tor sowie Milena Müller erhöhten auf 24:16 für den Titelaspiranten (50.), der sich nun als sicherer Sieger wähnte. Ob es dann an nachlassender Konzentration der HSG oder am tadellosen Abwehrverhalten der BSClerinnen lag, die letzten 10 Minuten des Spiels gehörten Kelsterbach. Vermehrte Ballgewinne aus der Deckung erlaubten jetzt auch dem BSC einfache Tore, Keeperin Jessica Schell erledigte die restlichen Chancen der HSG. Der Strafwurf von Matic zum 26:21 (55.) war der letzte Treffer des Gastgebers, der Außenseiter wollte noch mehr, kam im direkten Gegenzug durch Lisa Assaid zum 26:22, verkürzte mit Loske 7m auf 26:23. Die Nervosität des Heimpublikums verstärkte sich zusehends, je zittriger die Finger seiner Spielerinnen wurden. Doch Kelsterbach fehlte Fortune und Kaltschnäuzigkeit, daraus Kapital zu schlagen. Der Konter von Sarah Stenger zum 26:24 (58.) blieb trotz weiterer Gelegenheiten der letzte Treffer des Spiels.

„Es wurde laut!“ gestand Übungsleiter Theis die etwas deutlicher adressierte Pausenansprache. Er bemängelte das schläfrige Rückzugverhalten seines Teams („sieben Kontertore durch Szabados“), zeigte sich aber dennoch zufrieden über die Reaktion der Mannschaft: „Auf die zweite Hälfte können wir aufbauen.“

 

Torfolge: 4:0, 4:3, 9:3, 10:6, 11:8, 13:9, 15:9; 15:10, 19:14, 21:14, 22:16, 24:16, 25:21, 26:21, 26:24

 

BSC: Nina Kurrle, Jessica Schell (Tor), Gudrun Loske (12/7), Mira Olk (3), Lisa Assaid (2), Michaela Hain (2), Alix Huschka (1), Martina Lenz (1), Michelle McCoy (1), Katrin Schickel (1), Sarah Stenger (1), Franziska Ketner

 

Strafwürfe: HSG 7 (7) / BSC 7 (7)

Strafzeiten: HSG 6 / BSC 1

06.11.2011 BSC Kelsterbach – TSG Leihgestern 25:34 (9:16)

Erneute Heimschlappe für Kelsterbach

 

Letztlich chancenlos waren die Handballerinnen des BSC Kelsterbach in ihrem Heimspiel gegen die aus Mittelhessen angereiste TSG Leihgestern. Der ehemalige Oberligist brauchte eine Viertelstunde um sich auf den Gastgeber einzustellen, zog dann innerhalb von 5 Minuten auf fünf Tore davon und baute mit seinem schnellen und kombinationssicheren Spiel den Vorsprung kontinuierlich aus. In der Schlussphase schaltete Leihgestern dann einen Gang zurück, gestattete so dem Aufsteiger zumindest noch das Ergebnis zu verbessern und die zweifelsfrei verdiente 25:34 Niederlage nicht doppelstellig ausfallen zu lassen.

Nach der schwachen Vorstellung in Bad Soden hatten sich die BSClerinnen einiges vorgenommen, boten dem Favoriten zu Beginn der Partie auch konzentriert die Stirn. Dass das 1:0 durch Gudrun Loske und das 3:2 durch Franziska Ketner die einzigen Führungen Kelsterbachs bleiben sollten, war spätestens ab der 25. Minute abzusehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Leihgestern aus einem 7:7 die 7:12 Führung erspielt und den BSC über 10 Minuten am Torerfolg gehindert. Die Hausherrinnen wirkten nervös und leisteten sich zu viele technische Fehler, die von den Gästen aus Linden meist konsequent genutzt wurden. Entsprechend ging es mit einem 9:16 Rückstand in die Kabine.

Es blieb auch im zweiten Abschnitt schwierig, das TSG Bollwerk zu überwinden. Einzig die beiden Kelsterbacherinnen Michaela Hain und Gudrun Loske fanden mit individueller Klasse ihren Weg, und zeichneten sich mit je 5 Treffern für die folgenden 10 Tore des BSC verantwortlich. Anders die Mittelhessinnen, die dem mühevollen Offensivspiel Kelsterbachs mit beispielhafter schneller Mitte und flinken Kombinationen stets die passende Antwort geben konnten. Vor allem Mitte-Spielerin Susanne Jung war von den Theis-Schützlingen nicht in den Griff zu bekommen, immer wieder riss sie die Lücken für die Kolleginnen oder nutze die sich bietende Gelegenheit gleich selbst. Beim 18:32 durch TSGlerin Katharina Michl (49.) hatten die Gäste den Pausenstand verdoppelt. Die sichere Führung ließ beim Aufstiegsaspiranten die Konzentration sinken, doch die Schiedsrichter blieben ihrer strikten Linie treu und ahndeten auch bei der TSG den Schritt zu spät weiterhin konsequent. Vier Zeitstrafen für Leihgestern bei einer Zeitstrafe für Kelsterbach war Letzteren in der Schlussphase nebst eigenem Willen hilfreich, mit einem 7:2 Lauf das Resultat zu verschönern - an der aufgezeigten Überlegenheit der Lindenerinnen gab es indes nichts zu rütteln.

 

Torfolge: 1:0, 1:2, 3:2, 4:4, 5:7, 7:7, 7:12, 9:13, 9:16; 12:19, 14:21, 16:28, 17:30, 18:32, 21:32, 25:34

 

BSC: Jessica Schell, Kerima Softic (Tor), Gudrun Loske (10/5), Michaela Hain (8), Mira Olk (3), Martina Lenz (2), Alix Huschka (1), Franziska Ketner (1), Lisa Assaid, Davina Börner, Sibylle Merk, Katrin Schickel, Sarah Stenger, Tiffany Wade

 

Strafwürfe: BSC 5 (5) / TSG 7 (6)

Strafzeiten: BSC 6 / TSG 7

22.10.2011 FSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt - BSC Kelsterbach 31:27 (17:15)

BSC lässt sich den Schneid abkaufen

 

Einen schwarzen Abend erlebten die Kelsterbacher Handballerinnen im Gastspiel beim bis dato punktlosen Tabellenschlusslicht der FSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt. Gegen die um das erste Landesliga-Erfolgserlebnis kämpfenden Hausherrinnen fanden die Theis-Schützlinge selten die richtige Einstellung und gestatteten der zwar druckvoll, aber insgesamt eher bieder vorgetragenen Heimoffensive zu viele einfache Tore. Sechzehn Treffer der im Angriff überragenden Kelsterbacherin Gudrun Loske hielten den BSC bis zur Schlussviertelstunde im Rennen, doch in der entscheidenden Phase agierten die Gäste zu ungeschickt und fahrig, haderten mehr mit umstrittenen Entscheidungen der Schiedsrichter, statt zu ihrem Spiel zu finden und das Ruder noch herumzureißen. Cleverer die siegeshungrigen Taunusstädterinnen, die bis zur Sirene ihre Möglichkeiten ausschöpften und einen letztlich verdienten 31:27 Erfolg feierten.

Die FSG startete erwartungsgemäß mit viel Druck in die Partie, legte gegen verhaltene Gäste nach 10 Minuten ein 8:3 vor. Schon hier zeichnete sich ab, was BSC-Coach Ulli Theis nach dem Spiel als Katastrophe bezeichnen sollte: Die Kelsterbacher Verteidigung präsentierte sich den Hausherrinnen fast über die gesamte Spielzeit löchrig wie ein Schweizer Käse. Schon bald schraubte auch der BSC kräftig am Zählerstand, hauptsächlich durch die Wurfgewalt von Loske, gegen die die Abwehr der FSG kein Mittel fand. Überhaupt war Torverhinderung beiden Teams nur zweitrangig nachzuweisen, Katrin Schickel traf für Kelsterbach aus 30 Metern mit einer angedachten Kontervorlage an Freund und Keeperin vorbei in den gegnerischen Kasten. Schließlich übernahm Kelsterbach Ende der ersten Hälfte das Geschehen und begrenzte den Rückstand zur Pause auf zwei Tore (17:15).

Zwar erwischten die Gastgeberinnen auch den besseren Start in den zweiten Abschnitt (21:17, 37.), doch Kelsterbach schien sich stabilisieren zu können, kam durch den Treffer von Michelle McCoy auf 22:21 heran (40.) und hielt mit dem Strafwurf von Loske zum 24:23 den Abstand bis zur 48. Minute. Es wurde nun ruppiger in dieser ohnehin hektischen Partie, Leidtragende waren die BSClerinnen, die ihre Linie verloren und somit Bad Soden in die Karten spielten. Der BSC ließ die Chancen liegen, die FSG erhöhte bis zur 52. Minute auf 27:23, Theis nahm die Auszeit. Kelsterbach ging nun in offene Manndeckung über, allerdings nur halbherzig und ohne die nötige Konsequenz, so dass sich der Gastgeber mit zwei weiteren Treffern auf 29:23 absetzen konnte (54.). Michaela Hain verkürzte umgehend, doch eine doppelte Zeitstrafe bescherte Kelsterbach Unterzahl bis zum Schlusspfiff, was sich erschwerend auf die versuchte Aufholjagd auswirkte. Näher als durch Sarah Stengers Konter zum 30:27 kam der BSC nicht mehr heran, der letzte Treffer blieb dem Sieger vorbehalten, und stand dazu noch exemplarisch für die heuer ungenügende Verteidigungsarbeit der Mainstädterinnen.

„Einfach katastrophal!“ befand dann auch Ulli Theis über die Vorstellung seines Teams, „Die Abwehr ohne Konzept, dazu schlechtes Zweikampfverhalten und mangelnde Geschlossenheit.“

 

Torfolge: 1:0, 2:2, 6:2, 9:4, 11:6, 12:9, 15:10, 15:14, 17:15; 21:19, 22:21, 24:23, 29:23, 30:27, 31:27

 

BSC: Jessica Schell, Kerima Softic (Tor), Gudrun Loske (16/2), Michaela Hain (4), Lisa Assaid (3), Michelle McCoy (1), Sibylle Merk (1), Katrin Schickel (1), Sarah Stenger (1), Davina Börner, Alix Huschka, Martina Lenz, Mira Olk, Melda Portakal

 

Strafwürfe: FSG 8 (6) / BSC 4 (2)

Strafzeiten: FSG 4 / BSC 7

 

16.10.2011 BSC Kelsterbach – TSF Heuchelheim 26:19 (11:12)

Erster Sieg für den BSC Kelsterbach

 

Die ersten Landesligapunkte verbuchten die Handballerinnen des BSC Kelsterbach in ihrem Heimspiel gegen die ebenfalls im Tabellenkeller platzierte TSF Heuchelheim. Die mit Personalnot angereisten Gäste wussten vor allem in der ersten Halbzeit geschickt das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, so dass der Aufsteiger kaum einmal sein schnelles Offensivspiel in Szene setzen konnte. Erst im zweiten Abschnitt übernahmen die BSClerinnen das Kommando und ließen den Turn- und Sportfreunden aus dem Gleiberger Land letztlich keine Chance mehr.

Nach dem überaus schweren Saisonauftakt mit vier Spielen gegen Meisterschaftsaspiranten stand mit den Gästen aus Heuchelheim der erste Konkurrent um den Klassenerhalt auf dem Programm. „Jetzt gilt es!“ lautete dann auch die Vorgabe von BSC-Coach Ulli Theis, dessen Team von Beginn an versuchte, an die tolle Leistung in Anspach anzuknüpfen. Offensiv gestaltete sich das Unternehmen Pflichtsieg einigermaßen ansehnlich, doch in der Verteidigung präsentierte sich Kelsterbach im Vergleich zur Vorwoche recht lethargisch und unkonzentriert, so dass die TSF immer wieder die Lücken zum Torerfolg nutzen und den Anschluss halten konnte (6:6, 11.). Ein von BSC-Keeperin Kerima Softic entschärfter Strafwurf eröffnete dem Gastgeber die 8:6 Führung durch einen schönen Treffer von Alix Huschka über Rechtsaußen (15.). Viele technische Fehler und vergebene Chancen prägten nun die Partie. Mira Olk hielt den Vorsprung aus dem Rückraum zum 10:8 (25.), doch dann verlor Kelsterbach komplett den Faden. Binnen 150 Sekunden konnten die Mittelhessen nicht nur ausgleichen, sondern durch das 10:12 der treffsichersten Gästespielerin Anne Weber ihrerseits mit zwei Toren in Führung gehen. Einzig Torjägerin Gudrun Loske gab vor dem Kabinengang noch ein Kelsterbacher Lebenszeichen, kurioserweise nach dem Halbzeitsignal: den letzten Freiwurf versenkte sie gekonnt über gegnerische Mauer und Torfrau hinweg in den Winkel zum 11:12 Pausenstand.

Erwartungsgemäß konnte Kelsterbach nach der Halbzeitansprache zulegen, vor allem Olk verdiente sich auf der vorgezogenen Position ein Sonderlob des Trainers. Im Alleingang drehte sie mit vier Treffern die Partie (15:13, 37.), doch Heuchelheim kam postwendend wieder zum Ausgleich. Es sollte der letzte der Partie gewesen sein. Die erste Kelsterbacher Unterzahl mit dem sehenswerten Tor von Martina Lenz (16:15, 39.) entpuppte sich als finaler Wendepunkt in diesem Spiel. Fortan zeigte sich die heimische Defensive konsequent und kaum überwindbar, den Rest erledigte Softic, deren Paraden der TSF endgültig den Zahn zogen. Vorne machte nun Lisa Assaid erfolgreich Druck auf die Heuchelheimer Nahtstellen, konnte sie meist nur auf Kosten eines Strafwurfs gebremst werden. Die Theis-Schützlinge zogen vorentscheidend auf 23:15 davon (51.), bevor die zweite Unterzahl den einseitigen Lauf beendete. Nach dem 26:17 durch Michaela Hain (57.) beschränkte sich Kelsterbach darauf, den tapfer kämpfenden aber konditionell erschöpften Gästen noch den 26:19 Endstand zu gewähren.

 

Torfolge: 0:1, 1:2, 3:2, 6:6, 8:6, 10:8, 10:12, 11:12; 13:12, 13:13, 15:13, 15:15, 23:15, 26:17, 26:19

 

BSC: Kerima Softic, Jessica Schell (Tor), Gudrun Loske (8/5), Michaela Hain (6), Mira Olk (6), Alix Huschka (3), Lisa Assaid (1), Tina Lenz (1), Michelle McCoy (1), Davina Börner, Franziska Ketner, Sybille Merk, Katrin Schickel, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: BSC 5 (5) / TSF 7 (6)

Strafzeiten: BSC 2 / TSF 3

09.10.2011 HSG Anspach/Usingen – BSC Kelsterbach 19:18 (8:8)

Kelsterbach kratzt am Überraschungscoup

 

Eine starke Vorstellung boten die Kelsterbacher Handballdamen im Auswärtsspiel beim momentanen Tabellenführer HSG Anspach/Usingen. War der BSC im Vorfeld ob der bekannten Heimstärke der Hausherrinnen als chancenlos betrachtet worden, zeigte der weiterhin punktlose Aufsteiger seine bisher beste Defensivleistung und lag 15 Minuten vor dem Ende noch mit zwei Toren in Führung. Mit einer zehnminütigen Schwächephase und sieben Gegentoren in Folge brachte man sich selbst um den Lohn der Arbeit, zumal die Taunusstädterinnen zur Schlusssirene dankbar schienen, dass die Gäste, nach einer furiosen Aufholjagd, aus den verbliebenen drei Sekunden für den letzten Angriff kein Kapital in Form eines Punktgewinns schlagen konnten.

Auch unter dem neuen Trainer Frank Vogel hat sich bei der HSG Anspach/Usingen in Sachen Abwehrarbeit wenig geändert, nach wie vor stellt das Team aus dem Hochtaunus eine der besten Defensiven der Landesliga Mitte. Um hier bestehen zu können, sollte die eigene Verteidigung ähnlich effektiv sein, doch musste Kelsterbach zunächst eine 3:1 Führung des Gastgebers durch Tore über die Kreisposition verdauen. BSC-Coach Ulli Theis reagierte bereits in der 6. Minute mit einer Auszeit, und die Korrekturen fruchteten. Durch konsequente und laufintensive Deckung wurde das Aufbauspiel der HSG meist erfolgreich gestört, deren Spielmacherin Nadine Köll dazu zeitweise in Einzeldeckung genommen. Kelsterbach nutzte seine Chancen in dieser Phase besser und ging durch das 4:6 von Katrin Schickel mit zwei Toren in Führung (16.), doch Anspach/Usingen konnte anschließend wieder zum 6:6 ausgleichen (19.). Der 8:8 Halbzeitstand zeugt von der erfolgreichen Abwehrarbeit beider Teams mit zwei ausgezeichneten Torfrauen, auf Kelsterbacher Seite Jessica Schell.

War der Torgleichstand zur Pause schon überraschend, setzten die Gäste auch im zweiten Abschnitt ihren Weg fort. Erneut konnte man sich auf zwei Tore absetzen, doch der Treffer zum 12:14 von Michelle McCoy (44.) sollte bis auf weiteres das letzte Zählbare für den BSC gewesen sein. Kelsterbach verlor den Faden im Angriff, verzettelte sich zu oft in Einzelaktionen und schlecht vorbereiteten Würfen. Die HSG ihrerseits verwertete die Steilvorlage der Gäste souverän und mit aller Erfahrung, drehte mit einer 7-Tore-Serie binnen 10 Minuten die Partie scheinbar vorentscheidend zur 19:14 Führung. Erst in der 55. Minute gelang es Michaela Hain, den Bann mit dem 19:15 Anschluss zu brechen. Allerdings war dazu der schönste Treffer des Abends notwendig, als sie ein eigentlich missglücktes Zuspiel in der Luft verarbeitete, und per Heber über Anspachs Torfrau Madeleine Buhlmann vollendete. Kelsterbach bewies Kämpferherz und übernahm jetzt, angetrieben von den zahlreichen Gästefans, bis zum Abpfiff das Spiel. Der BSC verkürzte durch Alix Huschka und Tina Lenz auf 19:17 (58.), trotze der Auszeit von HSG-Coach Vogel und bekam durch den Strafwurf zum 19:18 von Gudrun Loske dreißig Sekunden vor dem Ende noch einmal die Chance auf den ersten Punkt. Zwar konnte man den Ball mittels offener Deckung von den nervösen HSGlerinnen erobern, die wenigen Sekunden Spielzeit aber nicht mehr zum gefährlichen Abschluss nutzen.

Trotz der Niederlage wurden die enttäuschten BSClerinnen vom eigenen Anhang zu Recht für die gezeigte Leistung bejubelt, und auch Trainer Ulli Theis fand nur lobende Worte für seine Schützlinge. „Tolle Moral, guter Kampf und Einsatz, da hat heute nicht viel gefehlt, am ehesten wohl der zweite Schiedsrichter“, bemängelte Theis einzig den Umstand, dass der Unparteiische die intensive Partie und einige strittige Situationen mangels Präsenz des angesetzten Kollegen allein bewältigen musste.

 

Torfolge: 1:0, 3:1, 3:4, 4:6, 6:7, 8:8; 8:9, 11:12, 12:14, 19:14, 19:18

 

BSC: Jessica Schell, Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (7/6), Michaela Hain (4), Martina Lenz (2), Alix Huschka (1), Franziska Ketner (1), Michelle McCoy (1), Katrin Schickel (1), Sarah Stenger (1), Lisa Assaid, Mira Olk, Melda Portakal

 

Strafwürfe: HSG 6 (4) / BSC 8 (6)

Strafzeiten: HSG 3 / BSC 1

02.10.2011 BSC Kelsterbach – HSG Kleenheim II 21:30 (11:15)

Kelsterbach misslingt die Heimpremiere

 

Auch das erste Heimspiel in ihrem schweren Auftaktprogramm mussten die Handballfrauen aus Kelsterbach als Landesliga-Lehrgeld verbuchen. Gegen den Oberligaabsteiger aus Kleenheim konnten die BSClerinnen die Anfangsviertelstunde noch positiv gestalten, bevor die Gäste die Spielkontrolle übernahmen und in der zweiten Hälfte den Sack endgültig zumachten.

Durch den Ausfall beider Rückraum-Asse Gudrun Loske und Tina Liebenhoff dirigierte der BSC seine Angriffe zumeist über die Außenpositionen, konnte so anfänglich die fehlende Wurfgewalt jenseits des Torraums kompensieren. Der Tempogegenstoß durch Tina Lenz zum 9:7 (15.) stimmte die Gastgeber zuversichtlich, doch Kleenheims Trainer Neumayer reagierte umgehend mit der Auszeit. Die Abwehr der Mittelhessen stand in der Folgezeit kompakt, und Kelsterbach biss immer mehr auf Granit. Dem Aufsteiger gelangen bis zur Pause nur noch zwei Treffer, während die eigene Defensive dem Gegner weiterhin die Lücken gewährte. Zwei technische Fehler in der letzten Spielminute nutzte die HSG mit Kontertoren zur 11:15 Halbzeitführung.

Der schnelle Anschlusstreffer durch Sarah Stenger vom Kreis schürte kurz die Hoffnung beim BSC, doch die Drittliga-Reserve aus Langgöns war nicht gewillt vom Erfolgsrezept abzukommen, und hier noch etwas anbrennen zu lassen. Der meist mühevollen Suche der Kelsterbacherinnen nach Toren setzten sie Tempo und sicheres Kombinationsspiel entgegen, erhöhten so stetig ihren Vorsprung über 14:21 (42.) auf 19:29 (57.). Der Tempogegenstoß von Mira Olk in der Schlusssekunde zum 21:30 Endstand änderte wenig an der Empfindung, dass der Außenseiter mit dem Resultat an diesem Tag noch gut bedient war.

Entsprechend enttäuscht äußerte sich BSC-Coach Ulli Theis über den Spielverlauf: „Gegen die HSG Kleenheim darf man verlieren, keine Frage. Nur die Art und Weise kann ich nicht akzeptieren.“ Neben dem Defensivverhalten („Keine Aktion, nur Reaktion“) bemängelte Theis abermals die mangelnde Chancenverwertung seiner Schützlinge.

 

Torfolge: 0:1, 2:1, 4:3, 8:6, 9:7, 10:10, 11:12, 11:15; 12:15, 14:18, 14:21, 17:25, 19:29, 21:30

 

BSC: Jessica Schell, Nina Kurrle (Tor), Mira Olk (5), Michaela Hain (4), Franziska Ketner (2/2), Martina Lenz (2), Michelle McCoy (2), Sarah Stenger (2), Lisa Assaid (1), Alix Huschka (1/1), Sibylle Merk (1), Melda Portakal (1), Davina Börner, Katrin Schickel

 

Strafwürfe: BSC 6 (3) / HSG 5 (5)

Strafzeiten: BSC 2 / HSG 4

25.09.2011 TV Flörsheim – BSC Kelsterbach 25:22 (12:10)

Für Kelsterbach war mehr drin

 

Teil 2 des schweren Auftaktprogramms für die Damen des BSC Kelsterbach, und erneut stand ein Auswärtsderby auf dem Programm. Zu Gast beim TV Flörsheim schnupperte der Aufsteiger an einer Überraschung, und hätte mit einer besseren Chancenverwertung mehr als nur eine 25:22 Niederlage aus der Graf-Stauffenberg-Halle mitbringen können.

Der ehemalige Oberligist ging personell geschwächt in die Partie, es fehlte Torjägerin Patricia Döppner, und Rückraumspielerin Sabrina Scholl war trotz der ersten drei Treffer für ihre Farben sichtlich angeschlagen. Kelsterbach wiederum musste im letzten Spiel die Verletzung von Stammkraft Tina Liebenhoff hinnehmen, die mindestens sechs Wochen pausieren muss. Dennoch hielt der BSC mit viel Elan dagegen und hatte mit Gudrun Loske die treffsicherste Akteurin in den eigenen Reihen, so auch mit dem Strafwurf zum 5:5 Ausgleich in der 16. Minute. Beide Seiten leisteten sich durchweg viele Fehler im Spiel, dem erfahrenen Gastgeber reichten knapp 60 Sekunden um dank Kelsterbacher Unkonzentriertheit auf 8:5 zu erhöhen. Die stark aufspielende Tina Lenz verkürzte zwar umgehend auf 8:6, doch wiederum profitierten die Flörsheimerinnen von der in dieser Phase fehlenden Ordnung beim BSC, und setzten sich in der 23. Minute erstmals deutlich auf 11:6 ab. Die erwartete Auszeit kam, allerdings von TV-Trainerin Rhein, die Wirkung erzielte trotzdem BSC-Coach Theis. Seine Schützlinge stabilisierten nicht nur die Defensive, sondern fanden durch Tore von McCoy, Loske, Hain und Lenz den 11:10 Anschluss. Vierzig Sekunden vor der Pause vergaben die Gäste freistehend den Ausgleich, mussten stattdessen im direkten Gegenzug den 12:10 Halbzeitstand durch TVlerin Scholl aus dem Rückraum hinnehmen.

Die Mehrheit der knapp 90 Zuschauer hoffte trotz fremder Halle für Kelsterbach und auf Fortsetzung des Sturmlaufs in der zweiten Hälfte, aber es waren die Hausherrinnen, die vor allem in der Abwehr noch eine Schippe drauf legen konnten. Ein ums andere Mal versuchten sich die BSClerinnen nun in Einzelaktionen und scheiterten mit ihren Chancen an Gebälk und gegnerischer Torfrau. Allein Gudrun Loske fand noch den Weg ins Netz, zumeist per Strafwurf. Bis zur 49. Minute blieben ihre vier Treffer das einzig Zählbare für die Gäste, Flörsheim war indessen mit gutem Kombinationsspiel scheinbar vorentscheidend auf 22:14 enteilt. Doch Kelsterbach wusste sich noch einmal zu steigern. Über 22:16 und 23:18 zog man sich in der 58. Minute auf 25:21 heran, verpasste jedoch weitere hochprozentige Gelegenheiten gegen die nur noch verwaltenden Flörsheimerinnen. Rund zwanzig Sekunden vor der Schlusssirene war das 25:22 durch den Strafwurf von Loske somit nicht mehr als Ergebniskorrektur.

„Unsere Personalprobleme wogen schwer, und Kelsterbach war erwartet stark“, fasste Flörsheims Trainerin Christine Rhein zusammen, „Wir sind froh dass wir gewonnen haben.“

 

Torfolge: 1:0, 5:5, 8:5, 11:6, 11:10, 12:10; 13:11, 16:13, 20:13, 22:14, 23:18, 25:19, 25:22

 

BSC: Jessica Schell, Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (12/7), Michaela Hain (3), Martina Lenz (3), Michelle McCoy (3), Lisa Assaid (1), Davina Börner, Alix Huschka, Franziska Ketner, Sibylle Merk, Mira Olk, Melda Portakal, Katrin Schickel

 

Strafwürfe: TVF 2 (2) / BSC 8 (7)

Strafzeiten: TVF 4 / BSC 2

18.09.2011 TuS Kriftel – BSC Kelsterbach 35:23 (19:12)

BSC Kelsterbach kann Kriftel nicht überraschen

 

Für den BSC Kelsterbach konnte die Aufgabe zum Saisonauftakt in der Landesliga Mitte kaum schwerer sein, denn zu Gast in der Schwarzbachhalle beim letztjährigen Vizemeister TuS Kriftel wäre alles andere als eine deutliche Niederlage schon eine Überraschung gewesen. Der Aufsteiger hielt das Derby zu Beginn noch offen, führte nach 5 Minuten sogar mit 2:3. Doch ab der zehnten Minute brachten Abstimmungsprobleme in der Kelsterbacher Defensive die Hausherrinnen endgültig ins Rollen, und binnen vier Minuten gerieten die Gäste mit 10:4 ins Hintertreffen. Der BSC mühte sich um Anschluss, musste aber immer wieder Gegentreffer der kombinationssicheren Kriftelerinnen hinnehmen, die mit dem 19:9 in der 24. Minute die erste 10-Tore Führung des Spiels erzielten. Kelsterbach stabilisierte sich noch vor der Pause und verkürzte durch Treffer von Lisa Assaid, Gudrun Loske (7m) und Tina Liebenhoff zum 19:12 Halbzeitstand.

Zwar gelang es den Theis-Schützlingen die Partie in der zweiten Hälfte ausgeglichener zu gestalten, aber nicht die TuS noch einmal in Bedrängnis zu bringen. Allein neun Zeitstrafen verteilte das nun strenger urteilende Schiedsrichtergespann im zweiten Abschnitt, was den Spielfluss der Partie merklich störte. Per Tempogegenstoß erzielte der zielsichere Neuzugang Gudrun Loske ihr zehntes Tor (30:23, 56.), mit dem der BSC den Pausenrückstand wieder herstellte. Ein weiterer Treffer blieb den Kelsterbacherinnen aber verwehrt. Stattdessen nutzten die Gastgeber die nun aufkommende Unkonzentriertheit des BSC, um mit drei Konterläufen und zwei Strafwürfen das dann doch eindeutige 35:23 Endergebnis zu besiegeln.

„Ein zu erwartendes Resultat“, resümierte BSC-Coach Ulli Theis über den Ausgang des Spiels, „unsere Punkte müssen wir gegen andere Gegner holen.“

 

Torfolge: 2:3, 4:3, 4:4, 10:4, 10:6, 13:6, 17:8, 19:9, 19:12; 21:14, 24:14, 27:19, 28:21, 30:23, 35:23

 

BSC: Nina Kurrle, Kerima Softic (Tor), Gudrun Loske (10/4), Michaela Hain (5), Martina Lenz (3), Lisa Assaid (2), Tina Liebenhoff (2), Mira Olk (1), Alix Huschka, Franziska Ketner, Michelle McCoy, Melda Portakal, Katrin Schickel, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: TuS 8 (8) / BSC 5 (4)

Strafzeiten: TuS 6 / BSC 6