Spielberichte

28.04.2013 BSC Kelsterbach – HSG Sindlingen/Zeilsheim 28:18 (16:11)

Erfolgreicher Saisonabschluss für den BSC Kelsterbach

 

Ungeschlagen beschließen die Handballdamen des BSC Kelsterbach die Abstiegsrunde der Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt als Tabellenerster. Mit dem 28:18 Kantersieg gegen die HSG Sindlingen/Zeilsheim nahmen die Kelsterbacherinnen nicht nur erfolgreich Revanche für die schmerzliche Hinspielniederlage, auch wurde Ulli Theis in seinem letzten Spiel als Trainer der BSC-Damen standesgemäß von seinen Spielerinnen verabschiedet. Theis war viereinhalb Jahre am Ruder des BSC und wird ab der nächsten Saison die Damen der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden betreuen. Ebenfalls ihre letzte Partie im Kelsterbacher Trikot bestritten Gudrun Loske (wechselt zum Oberligisten TuS Kriftel) und Melda Portakal (zum Landesligaaufsteiger VfL Goldstein). Nicht mehr zur Verfügung stehen auch die beiden langjährigen Betreuerinnen Marita Hopp und Dagmar Joretzki, sowie die Torhüterinnen Kerima Softic, Nina Kurrle und Andrea Schmich. Mindestens eine Saison pausieren werden zudem die Spielerinnen Lisa Assaid (verletzungsbedingt) und Margitta Gering (studienbedingt).

Tradition verpflichtet. Unter der Leitung von Ulli Theis haben die BSClerinnen jedes ihrer letzten Saisonspiele gewonnen, zum Abschied des Trainers wollten seine Spielerinnen damit gewiss nicht brechen. Trotzdem wackelten sich die Damen in die Anfangsphase hinein (4:4, 12.), mussten im Anschluss sogar die 7:8 Führung der Gäste hinnehmen (19.). Schließlich stabilisierte sich die Kelsterbacher Abwehr um die gut aufgelegte Torhüterin Schmich. Katrin Schickel verdiente sich ein Sonderlob auf der Halbposition, stand sie doch der im Hinspiel 16-mal erfolgreichen HSGlerin Jennifer Walter gegenüber. Diesmal blieb die Sindlinger Torjägerin bei nur fünf Treffern stehen, vier davon durch Strafwurf. Die Theis-Schützlinge ließen in zehn Minuten nur ein Tor der HSG zu, scorten selbst fast im Minutentakt (15:9, 28.). Als der Kopf schon in der Pause war, verkürzten die Gäste auf den Halbzeitstand von 16:11.

Der BSC ließ im zweiten Abschnitt nichts mehr anbrennen. Nina Kurrle hütete nun den Kelsterbacher Kasten und führte sich mit einem gehaltenen Strafwurf bestens ein. In Unterzahl erhöhte die heuer unaufhaltsame Michaela Hain mit ihrem 107. Saisontreffer auf 20:12 (37.), ihren 54. Saisontreffer für den BSC markierte Melda Portakal mit dem 24:16 (47.). Die HSG ergab sich zunehmend in langatmige Angriffe und konnte froh sein, dass Kelsterbach in dieser Phase einige gute Chancen vergab. Gudrun Loske stockte in 45 Sekunden mit zwei Konterläufen zum 26:17 (58.) ihr Torkonto auf 191 auf, erzielte somit 35,7% aller Kelsterbacher Treffer in dieser Saison. Der TuS Kriftel darf sich neben ihrer Wurfqualitäten auch über eine sichere Strafwurf-Schützin als Neuzugang freuen. Den Schlussakkord mit Doppelpack setzte die nimmermüde Alix Huschka, 5 Sekunden vor dem Ende besiegelte ihr Siebenmeter zum 28:18 den doppelstelligen Erfolg.

Nun bleibt abzuwarten, wie sich der BSC Kelsterbach nach den zahlreichen Abgängen für die kommende Spielzeit konsolidieren wird. Vor den Überlegungen dürfen die Beteiligten jedoch einen Moment innehalten und den scheidenden Aktiven ihren Dank für eine intensive wie kurzweilige Zeit aussprechen. Wenn die jetzige Saison auch nicht optimal verlief, blickt die Ära Theis mit Stolz auf den Meistertitel der Spielzeit 2010/11 in der Bezirksoberliga Frankfurt zurück.

 

Torfolge: 2:0, 2:2, 4:2, 4:4, 7:5, 7:8, 11:8, 15:9, 15:11, 16:11; 19:11, 22:13, 22:15, 24:17, 26:17, 28:18

 

BSC: Nina Kurrle, Andrea Schmich, Kerima Softic (Tor), Michaela Hain (8), Gudrun Loske (8/1), Alix Huschka (4/1), Melda Portakal (3), Martina Lenz (2), Mira Olk (2), Margitta Gering (1), Katrin Schickel, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: BSC 2 (2) / HSG 6 (5)

Strafzeiten: BSC 3 / HSG 1

20.04.2013 TG Schwanheim – BSC Kelsterbach 26:26 (11:13)

Remis im Mainderby

 

Keinen Sieger sah das Spitzenspiel der Abstiegsrunde in der Bezirksoberliga Frankfurt/Wiesbaden. Zu früher Anwurfzeit um 13:00h kontrollierte der Tabellenführer aus Kelsterbach den Zweitplatzierten TG Schwanheim über weite Strecken der Partie, ließ aber zu viele Chancen liegen. Auch die Abwehr der BSClerinnen offenbarte jede Menge Lücken, so dass man die Hausherrinnen immer wieder ins Spiel brachte. Am Ende durften die ersatzgeschwächt angereisten Gäste noch froh sein, dass Schwanheim den letzten Angriff nicht zur erstmaligen Führung nutzen konnte.

Trainer Theis hatte Dominanz von Beginn an gefordert, nach einer 5-minütigen Eingewöhnung und zweimaligem Schwanheimer Ausgleich legten seine Damen dann los. Eine konzentrierte Defensive münzte Balleroberungen in Kontertore um, und auch die Positionsangriffe wurden druckvoll und zielgerichtet verwertet. Bis zur 16. Minute hatte der BSC eine 2:8 Führung vorgelegt. Im weiteren Verlauf agierten die Gäste dann scheinbar zu sorgenfrei, vergaben beste Gelegenheiten und fanden Zeit über missratene Aktionen und Schiedsrichterentscheidungen zu hadern. Schwanheim verkürzte so binnen einer Minute von 5:10 auf 8:10 (21.). BSC-Coach Theis nahm die Auszeit und monierte die Rückwärtsbewegung seiner Akteurinnen. Kelsterbach erhöhte wieder auf 9:13 (27.), konnte aber zwei Aktionen der bis dahin abgemeldeten TG-Halblinken Vanessa Brettschneider zum 11:13 Halbzeitstand nicht verhindern.

Die Kelsterbacher Defensive blieb auch im zweiten Abschnitt anfällig. Die Schwanheimerinnen Leschinger und Biehn fanden immer wieder Wege zum Erfolg, egalisierten in der 39. Minute zum 16:16. BSC-Torjägerin Gudrun Loske legte aus dem Rückraum nach und erfreute sich ab diesem Zeitpunkt einer Manndeckung. Bis zum 20:20 (49.) blieb Schwanheim dran, dann stachen die Kelsterbacher Außen. Michaela Hain mit Doppelpack zum 20:22, dreimal die wurfstarke Melda Portakal zum 23:25 (55.). Der BSC verpasste danach den Sack zuzumachen, kassierte stattdessen zwei Rückraumwürfe von Brettscheider zum 25:25 Ausgleich. Eine schnelle Mitte brachte umgehend die erneute Führung durch Hain (57.), doch die TG biss sich in der Kelsterbacher Hälfte fest und markierte eine Minute vor dem Ende, wieder durch Brettschneider, das 26:26. Statt den letzten Angriff auszuspielen, suchte der BSC zu früh den Abschluss. Der Fehlversuch ließ Schwanheim noch 30 Sekunden für einen möglichen Siegtreffer, wenngleich Kelsterbach keinen gefährlichen Wurf mehr auf den eigenen Kasten zuließ.

Zwar gelang es den Theis-Schützlingen nicht, alle Partien der Rückrunde wie vorgenommen zu gewinnen, die vorderste Platzierung ist Kelsterbach nach dieser Punkteteilung indes nicht mehr zu nehmen. Bleibt noch die letzte Aufgabe der Saison, das Heimspiel am nächsten Sonntag gegen die HSG Sindlingen/Zeilsheim. Den BSClerinnen ist die Niederlage aus dem Hinspiel noch in schlechter Erinnerung, verspielten sie damit doch endgültig die Teilnahme an der Meisterrunde. So bietet sich nicht nur die Möglichkeit zur Revanche an Jennifer Walter & Co, sondern auch diese durchwachsene Saison versöhnlich daheim ausklingen zu lassen.

 

Torfolge: 0:1, 2:2, 2:8, 3:9, 5:9, 8:10, 9:13, 11:13; 12:13, 14:16, 16:16, 20:20, 20:22, 23:25, 25:25, 25:26, 26:26

 

BSC: Nina Kurrle, Andrea Schmich (Tor), Gudrun Loske (7/4), Melda Portakal (6), Michaela Hain (5), Martina Lenz (3), Mira Olk (3), Margitta Gering (1), Alix Huschka (1), Katrin Schickel

 

Strafwürfe: TGS 4 (3) / BSC 4 (4)

Strafzeiten: TGS 2 / BSC 2

14.04.2013 Revanche geglückt, 20:24 Sieg gegen die FSG Bergen‐Enkheim

 

Zum Rückspiel in der Bezirksoberliga mussten die Handballerinnen aus Kelsterbach bei der FSG Bergen‐Enkheim antreten. Und das mit einem einzigen Ziel: Ein Sieg sollte her. Auch wenn der BSC die Tabellenführung bei einem Punktverlust nicht abgegeben hätte, hatten die Theiß‐Schützlinge

noch eine Rechnung mit den Damen aus Bergen‐Enkheim offen.

Allerdings begann die Partie nicht ganz so optimal wie erhofft. Die Gastgeberinnen gingen Mitte der ersten Halbzeit mit 7:5 in Führung und schienen sich weiter absetzen zu können. Kelsterbach schaffte es in den ersten 30 Minuten kein einziges Mal in Führung zu gehen. Die Abwehr stand teilweise gut, aber im Angriff fehlte die rechte Entschlossenheit beim Verwerten der Chancen. Die resultierenden Ballverluste wurden von den Gegnerinnen gerne zu eigenen Angriffen genutzt. So endete die erste

Halbzeit 11:10.

Kelsterbach knüpfte nach der Pause zeitweise an die Abwehrleistung an, dann ging aber im Angriff Minutenlang nichts mehr und die Gastgeber nutzen dies um auf 16:12 weg zuziehen (40.) Doch gegen Ende der Partie kamen die Kelsterbacher Damen immer besser ins Spiel, arbeiteten aktiv in der

Abwehr und glichen bald zum 17:17 aus. Der BSC wendete nun das Blatt, lag in der 50. Minute mit 17:18 vorne und baute diesen Vorsprung in den folgenden 10 Minuten auf einen Endstand von 20:24 aus. „In dieser Phase stand die Abwehr und Gudrun Loske setze im Angriff deutliche Akzente“, war Theiß zufrieden.


Torfolge: 1.HZ:1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 3:2, 4:2, 4:3, 4:4, 5:4, 5:5, 6:5, 7:5, 8:5, 8:6, 9:6, 9:7, 10:7, 10:8, 11:8, 11:9, 11:10 2.HZ: 11:11, 12:11, 13:11, 13:12, 14:12, 15:12, 16:12 (40 Minute) 16:13, 17:13, 17:18, (50 Minute) 17:19, 18:19, 18:20, 19:20, 20:23, 20:24 Endstand


BSC: Kerima Softic, Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (8/2), Mira Olk (7), Michaela Hain (4), Melda Portakal (3), Alix Huschka (1), Martina Lenz (1), Lisa Assaid, Margitta Gering, Katrin Schickel , Merle Aljes


Strafwürfe: FSG 3 (3) / BSC 2 (2)

Strafzeiten: FSG 2 / BSC 3

07.04.2013 HSG VfR/Eintracht Wiesbaden – BSC Kelsterbach 26:33 (10:17)

BSC Kelsterbach sichert den Klassenerhalt

 

Drei Spieltage vor Saisonende in der Bezirksoberliga Frankfurt/Wiesbaden ist für die Handballfrauen aus Kelsterbach der Klassenerhalt in trockenen Tüchern. Durch einen im Ganzen wenig gefährdeten Auswärtserfolg bei der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden können die Theis-Schützlinge nicht mehr von einem der drei Nichtabstiegsplätze verdrängt werden.

Von Beginn an drückte der BSC dem Spiel seinen Stempel auf, nach der 2:3 Führung durch Gudrun Loske (5.) konnten die Hausherrinnen nicht mehr egalisieren. Zur Mitte der ersten Hälfte setzte sich Kelsterbach durch schnelle Ballgewinne auf 6:11 ab (19.). Eine starke Leistung bot erneut BSC-Keeperin Nina Kurrle, die einige gute Chancen der HSG (u.a. drei Strafwürfe) entschärfte und somit einen großen Anteil an der deutlichen 10:17 Halbzeitführung hatte.

Es bleibt hypothetisch, ob ein nicht ganz so deutliches Ergebnis der Konzentration zu Beginn des zweiten Abschnitts dienlicher gewesen wäre, jedenfalls sah sich Kelsterbach überrascht von der Vehemenz der Wiesbadenerinnen. Binnen vier Minuten hatten diese die Fehlerserie des BSC genutzt, auf 15:18 verkürzt und BSC-Coach Ulli Theis zur frühen Auszeit gezwungen. Das Heimpublikum war geweckt, forderte nun lautstark eine Fortsetzung der Aufholjagd. Martina Lenz und Gudrun Loske erhöhten den Puffer wieder auf fünf Tore, doch war die Defensive nicht mehr so flink wie noch vor der Pause. Wiesbaden bekam die zweite Luft und war in der 48. Minute bedrohlich bis auf 22:24 herangekommen. Danach war das Pulver allerdings verschossen, denn die Schlussphase gehörte Kelsterbach. Der BSC ignorierte die Manndeckung für Torjägerin Loske und zeigte, angetrieben durch Alix Huschka, flüssige Kombinationen und ebenbürtige Treffsicherheit durch die Außen Michaela Hain und Melda Portakal sowie Sarah Stenger am Kreis. Ein 9:4 Lauf der Mainstädterinnen zum 26:33 Endergebnis stellte schließlich den Pausenabstand wieder her.

Trotz einiger wackliger Momente verdienten sich die BSClerinnen den Erfolg durch eine tolle Offensivleistung, erstmals in dieser Saison wurde die Marke von 30 Toren übertroffen. „Das Minimalziel Klassenerhalt ist geschafft, wir sind uns jedoch schuldig die letzten drei Spiele nochmal richtig Gas zu geben“, erinnerte Trainer Theis nicht zuletzt auch an die bitteren Punktverluste gegen Bergen-Enkheim und Sindlingen, die den BSC die Meisterschaftsrunde gekostet haben.

 

Torfolge: 0:1, 2:4, 5:7, 6:11, 8:14, 10:17; 12:17, 15:18, 15:20, 18:23, 21:23, 22:26, 24:29, 25:31, 26:33

 

BSC: Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (13/8), Michaela Hain (7/1), Melda Portakal (5), Sarah Stenger (3), Mira Olk (2), Alix Huschka (1/1), Martina Lenz (1), Katrin Schickel (1), Merle Aljes, Margitta Gering, Kerima Softic

24.03.2013 FSG Steinbach/Sulzbach/Kronberg – BSC Kelsterbach 14:23 (5:12)

Kelsterbach reichen in Steinbach zehn Minuten

 

Zu Gast beim schon als Absteiger feststehenden Tabellenletzten FSG Steinbach/Sulzbach/Kronberg reichte den Handballerinnen des BSC Kelsterbach eine bestenfalls durchschnittliche Leistung zum gleichwohl ungefährdeten Sieg. Vor knapp 40 Zuschauern wurde der Abstiegsrundenprimus von den Hausherrinnen nur selten gefordert und ließ in der eiskalten Altkönigsporthalle die letzten Prozente in der Tasche.

Legten die Theis-Schützlinge in der ersten Minute mit zwei Toren gut los, zeigten sie im weiteren Spielverlauf doch einige Konzentrationsschwächen. Das Kontertor von Mira Olk zum 2:5 (9.) sollte für mehr als 10 Minuten der letzte Treffer der BSClerinnen gewesen sein. Viele Fehlpässe und vertane Chancen prägten das Bild und ließen die Spielgemeinschaft auch nach 20 Minuten (4:6) weiterhin in Reichweite. Melda Portakal läutete mit dem 4:7 über Rechtsaußen die letzten 7 Minuten der ersten Halbzeit sowie die stärkste Phase der Kelsterbacherinnen ein. Mit einem 6:1 Zwischenspurt passten die Gäste den 5:12 Pausenstand dann etwas deutlicher den Spielanteilen an.

Scheinbar zu deutlich, kamen die BSClerinnen doch recht schläfrig aus der Kabine und mussten erstmal 3 Tore der Gastgeberinnen hinnehmen (8:12, 34.). Der BSC gab drei Minuten Vollgas und enteilte auf 8:16, schaltete aber wieder einen Gang zurück und beschränkte sich vornehmlich auf die Spielkontrolle. Recht häufig verließen sich die Gäste dabei auf ihre gute Keeperin Nina Kurrle, die doch einige Nachlässigkeiten in der Abwehr ausbügeln musste. Die Partie plätscherte von beiden Mannschaften wenig inspiriert dahin, Steinbach konnte nicht zulegen, Kelsterbach blieb zu ungenau. Fünf Minuten vor Schluss verkürzte die FSG auf 14:20 und drohte zumindest die zweite Hälfte zu gewinnen, bevor BSC-Torjägerin Gudrun Loske beim Schnick, Schnack, Schnuck verlor und den 14:23 Endstand mit Stil respektive drei sehenswerten Rückraumkrachern besiegelte.

Nun fehlt dem BSC zum Klassenerhalt noch ein Sieg aus den verbleibenden vier Spielen. Anbetracht der folgenden schweren Auswärtsreise wäre es abenteuerlich zu glauben, das dort mit einer ähnlich mäßigen Leistung wie heute schaffen zu können. Der nächste Gegner Wiesbaden hat im Gegensatz zu Steinbach noch alle Chancen auf den Klassenerhalt, und wird daher nach der Osterpause überaus gewillt sein, die Punkte in heimischer Halle zu behalten. Dahingegen lässt der Kelsterbacher Trend, das Niveau dem Gegner anzupassen, direkt auf einen starken Kontrahenten hoffen.

 

Torfolge:0:2, 1:3, 2:5, 4:6, 4:8, 5:12; 8:12, 8:16, 11:17, 12:20, 14:20, 14:23

 

BSC: Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (9/1), Michaela Hain (5), Mira Olk (2), Melda Portakal (2), Lisa Assaid (1), Alix Huschka (1), Martina Lenz (1), Katrin Schickel (1), Sarah Stenger (1), Merle Aljes, Davina Börner, Margitta Gering, Kerima Softic

 

Strafwürfe: FSG 5 (2) / BSC 2 (1)

Strafzeiten: FSG 1 / BSC 2

16.03.2013 HSG Eschhofen/Steeden - BSC Kelsterbach 16:22 (6:8)

Zwei Punkte für den Klassenerhalt

 

Auch das zweite Spiel der Abstiegsrunde konnten die Damen des BSC Kelsterbach für sich entscheiden. Allerdings konnte das Team um Trainer Ulli Theis nicht an die gute Leistung aus dem Spiel gegen den TuS Kriftel II anknüpfen. Ähnlich wie im Hinspiel tat man sich schwer gegen den harmlos auftretenden Gegner HSG Eschhofen/Steeden. Der Beginn der Partie war auf beiden Seiten geprägt von zahlreichen technischen Fehlern, dies sollte sich auch bis Ende der ersten Halbzeit nicht ändern. Den Gastgeberinnen gelang es immer wieder die offensive Abwehr des BSC durch Anspiele an den Kreis in Bredouille zu bringen. Dennoch vielen in der ersten Hälfte auf beiden Seiten nur wenige Tore, hierbei gelang es den Gästen vom Main dennoch die Hausherrinnen über 2:4, 4:6 und 6:8 konstant mit 2 Toren auf Abstand zu halten.

Im zweiten Abschnitt kam das BSC-Team dann besser in die Partie und die technischen Fehler konnten spürbar reduziert werden. So gelang es, durch ein druckvolleres Angriffsspiel die gegnerische Abwehr zu knacken. Vor allem Alix Huschka konnte sich hier durch gute Einzelaktionen in Szene setzen. Zudem gelangen auch wieder schnelle Angriffe, wodurch die Führung über ein 8:12 auf bis zum Schluss 6 Tore ausgebaut werden konnte. Allerdings konnten sich die Damen der HSG Eschhofen/Steeden in der zweiten Halbzeit ebenfalls steigern. Es gelang Ihnen immer wieder große Lücken in die Abwehr zu reisen und erzielten so erneut einige Tore über den Kreis. Der recht niedrige Endstand von 16:22 spiegelt ein mittelmäßiges Spiel der Bezirksoberliga wieder und deutet auf viele vergebene Torchancen hin.

Für die Damen des BSC heißt es jetzt wieder zum eigenen Spiel zu finden und sich in der kommenden Woche auf die nächste Partie bei der FSG Steinbach/Sulzbach/Kronberg vorzubereiten.

 

Torfolge: 0:1, 1:1, 2:1, 2:2, 2:3, 2:4, 3:4, 3:5, 3:6, 4:6, 4:7, 5:7, 5:8, 6:8, 6:9, 7:9, 7:10, 8:10, 8:11, 8:12, 9:12, 9:13, 9:14, 10:14, 10:15, 11:15, 11:16, 11:17, 12:17, 13:17, 13:18, 14:18, 14:19, 14:20, 15:20, 15:21, 16:21, 16:22

 

BSC: Nina Kurrle, Andrea Schmich (Tor), Gudrun Loske (8/4), Alix Huschka (5/1), Mira Olk (3), Sarah Stenger (3), Michaela Hain (3), Lisa Assid, Melda Portakal, Katrin Schickel, Margitta Gering, Martina Lenz, Merle Aljes

 

Strafwürfe: BSC 7 (5) / HSG 6 (4)

Strafzeiten: BSC 2 / HSG 3

07.03.2013 BSC Kelsterbach – TuS Kriftel II 28:18 (15:8)

Kelsterbach lässt nichts anbrennen

 

Verspätet starteten die Handballerinnen des BSC Kelsterbach in die Abstiegsrunde der BZO Wiesbaden/Frankfurt. Trotz der ungewohnten Anwurfzeit am Donnerstagabend um 20:30h lockte die Nachholpartie gegen den TuS Kriftel II rund 60 Zuschauer in die Kelsterbacher Baugé-Halle. Diese sahen eine starke mannschaftliche Vorstellung der Gastgeberinnen gegen die Oberligareserve aus dem Vordertaunus, die als erster Verfolger auf die drei Nichtabstiegsplätze weiter distanziert werden konnte. Den Grundstein für den deutlichen Erfolg legte die durchgehend konzentrierte Abwehrarbeit um die eindrucksvolle Leistung der Kelsterbacher Torhüterin Andi Schmich.

Nach der einmonatigen Spielpause durfte man in dieser wichtigen Partie von beiden Mannschaften einen nervösen Auftakt erwarten, doch trotz einiger Fehlversuche überzeugte die Kelsterbacher Spielgestaltung von Beginn an. Die Gäste, die ihren Kader mit Spielerinnen der ersten Mannschaft aufgestockt hatten, mühten sich mit der Deckung des BSC, schnürten jedoch in der 8. Minute ein Dreierpack zur 2:3 Führung, die sie nach dem Strafwurf zum 3:4 (9.) allerdings zum letzten Mal innehatten. Zehn Minuten lang verschloss Kelsterbach den eigenen Kasten und erhöhte auf 9:4 (19.). Dass die sechs Treffer auf das Konto von 5 Spielerinnen gingen, belegte neben der Spielfreude auch die Entschlossenheit des BSC. TuS-Urgestein Tanja Stern brach mit dem 9:5 (19.) den Torbann für ihre Farben, symptomatisch per Einzelleistung, denn Kriftel litt unter Verständnisproblemen und Ungenauigkeiten im Aufbauspiel. Als die Gäste zusätzlich zwei Strafwürfe nicht an BSC-Keeperin Schmich vorbei bekamen, zogen die Theis-Schützlinge bis zur Pause auf 15:8 davon.

Mit neuem Schwung kam der TuS aus der Kabine, gewillt noch das Unmögliche zu probieren. Doch weniger als fünf Tore Differenz sollten es nicht mehr werden. Der Krifteler Sturm brandete an die gallige Abwehr der BSClerinnen, welche zwischen Minute 44 und 46 mit drei Toren vorentscheidend auf 21:13 enteilten. Sukzessive wurde nun der Vorsprung ausgebaut, die starke Alix Huschka, Motor in der letzten Viertelstunde, markierte mit dem 26:16 (54.) den ersten doppelstelligen Abstand der Partie. Mit dem 28:18 Endergebnis blieb es bis zum Schlusspfiff dabei, und in Anbetracht der vielen vergebenen Kelsterbacher Möglichkeiten war der TuS noch gut bedient.

Eine überzeugende Darbietung bot der Landesligaabsteiger bei diesem Pflichterfolg. Die Weichen sind gestellt, es gilt nun die zwei kommenden Auswärtsspiele bei den beiden letztplatzierten Teams genauso konzentriert anzugehen, um die exzellente Position im Kampf um den Klassenerhalt weiter zu festigen.

 

Torfolge: 2:0, 2:3, 3:4, 9:4, 11:6, 13:7, 15:8; 16:8, 16:11, 18:13, 21:13, 24:15, 26:16, 28:17, 28:18

 

BSC: Andrea Schmich, Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (11/4), Michaela Hain (5), Mira Olk (5), Alix Huschka (3), Martina Lenz (2), Katrin Schickel (1), Sarah Stenger (1), Merle Aljes, Lisa Assaid, Melda Portakal

 

Strafwürfe: BSC 6 (4) / TuS 9 (5)

Strafzeiten: BSC 4 / TuS 6

03.02.2013 BSC Kelsterbach – HSG VfR/Eintracht Wiesbaden 29:18 (15:9)

Deutlicher Sieg für Kelsterbach
 

Nach der verpassten Qualifikation für die Aufstiegsrunde war Wunden lecken das Motto für das letzte Hinrundenspiel der BSClerinnen. So stand den Hausherrinnen mit dem Tabellenvorletzten aus Wiesbaden plötzlich ein direkter Abstiegskonkurrent gegenüber, der mit einem Sieg bis auf einen Punkt an die Theis-Schützlinge herangerückt wäre. Bis auf eine nervöse Anfangsphase ließen die Kelsterbacherinnen allerdings keine Zweifel aufkommen, dass der „Betriebsunfall“ Abstiegsrunde in einem totalen Fiasko enden könnte.

Die Enttäuschung der letzten Woche steckte dem BSC zu Beginn der Partie noch im Nervenkostüm, so dass man dem engagierten Gast zuerst die Führung überlassen musste (1:3, 8.). Mit zunehmender Spieldauer nahm dann die Sicherheit in den Kombinationen zu, und die Defensive um Torhüterin Nina Kurrle stellte sich besser auf die langatmigen Angriffe der HSG ein. Mit Mira Olk, Gudrun Loske und Melda Portakal hatte Kelsterbach zudem drei treffsichere Akteurinnen auf dem Parkett, die zu gleichen Teilen die 9:6 Führung (21.) besorgten. Danach bewiesen Alix Huschka und Michaela Hain ihre Torgefährlichkeit, bauten den Vorsprung für den BSC weiter aus. Letztere markierte in der letzten Sekunde mit einer schönen Einzelleistung den souveränen 15:9 Halbzeitstand. Kurz zuvor hielt die reaktivierte BSC-Keeperin Andi Schmich einen Strafwurf der Gäste.

Den Willen, noch etwas zu bewirken, konnte man den Wiesbadenerinnen Anfang der zweiten Hälfte nicht absprechen, doch fanden sie kein Mittel gegen die Wurfkraft von BSC-Torjägerin Gudrun Loske. Zwei ihrer Rückraumkracher brachten das 19:10 (37.) und gewissermaßen auch die Vorentscheidung. Kelsterbach diktierte bis Abpfiff das Spielgeschehen und hätte bei konsequenter Nutzung aller Chancen noch deutlicher als 29:18 gewinnen können. Nichtsdestotrotz war der erste Sieg in diesem Jahr Balsam für die Seelen der BSClerinnen.

Nun bleibt den Mainstädterinnen bis zum Beginn der Rückrunde genau ein Monat Zeit, die Aufgabe Abstiegskampf mit Gewissenhaftigkeit vorzubereiten. Kelsterbach tut gut daran, sich durch die vorteilhafte Ausgangsposition nicht blenden zu lassen, schließlich bestreitet man fünf der sieben Partien auswärts bei nur zwei Heimspielen. Und noch eine unliebsame Überraschung möchte der Landesligaabsteiger in dieser Saison sicher nicht erleben.

 

Torfolge: 0:1, 1:3, 2:4, 5:4, 7:5, 9:6, 13:8, 15:9; 15:10, 19:10, 19:12, 22:12, 25:13, 28:16, 28:18, 29:18

 

BSC: Nina Kurrle, Andrea Schmich (Tor), Gudrun Loske (10/2), Melda Portakal (6), Michaela Hain (4), Mira Olk (4), Alix Huschka (3/1), Martina Lenz (1), Katrin Schickel (1), Merle Aljes, Margitta Gering, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: BSC 3 (3) / HSG 3 (2)

Strafzeiten: BSC 3 / HSG 3

20.01.2013 BSC Kelsterbach – FSG Bergen-Enkheim/Bad Vilbel 20:20 (9:10)

Kelsterbach lässt einen Punkt liegen

 

Enttäuschender Jahresauftakt für die Kelsterbacher Handballfrauen. Statt mit voller Punktausbeute den Druck auf die Playoff-Konkurrenz zu erhöhen, mussten sich die Theis-Schützlinge gegen den Viertletzten FSG Bergen-Enkheim/Bad Vilbel mit einem Remis in heimischer Halle begnügen. Dabei lagen die Hausherrinnen vier Minuten vor dem Ende noch mit zwei Toren im Rückstand, drehten die Partie binnen 90 Sekunden, ermöglichten jedoch den Gästen mit einem unnötigen Ballverlust in den letzten zwanzig Sekunden das schlussendlich gerechte Unentschieden.

Das Verletzungspech bleibt Kelsterbach leider auch im neuen Jahr treu. Nach dem erneuten Schlüsselbeinbruch von Lisa Assaid im letzten Spiel verletzte sich nun in der Winterpause auch Stammtorhüterin Kerima Softic und wird bis Saisonende ausfallen. Somit steht den BSClerinnen etatmäßig nur noch Nina Kurrle als Keeperin zur Verfügung, die diese Bürde heuer mit Bravour meisterte. Wenig erbaulich die Kelsterbacher Angriffsleistung , die passend zum Eisregen vor der Halle etwas sehr eingefroren wirkte, und mit hoher Fehlerquote den Gästen in die Karten spielte. Einzig Rechtsaußen Melda Portakal fand in der Anfangsphase einen Weg zum Torerfolg, ihre drei Treffer milderten ein wenig den 3:7 Kaltstart nach einer Viertelstunde. Michaela Hain sendete mit dem 4:7 (18.) das erste Lebenszeichen einer Mannschaftskollegin und gleichzeitig einen Weckruf für den BSC, der zum 7:7 ausgleichen konnte (22.). Doch die Ungenauigkeiten im Kelsterbacher Spiel blieben bestehen, zudem ließ man wieder einige gute Chancen liegen. Die Gäste aus Frankfurt spielten ihrerseits die Angriffe ruhig und kontrolliert zu Ende, gingen so nicht unverdient mit einer 9:10 Führung in die Pause.

Mit dem erwarteten Schwung kam der Gastgeber in den zweiten Abschnitt, lag nach dem 12:11 (36.) von Mira Olk zum ersten Mal vorne. Die FSG blieb unbeeindruckt und ihrem bedachten Spielaufbau treu, und Kelsterbach fehlte es weiterhin an permanenter Durchschlagskraft. In der Folge lief der BSC ständig einem Rückstand hinterher, hatte mit dem 17:17 (54.) von Gudrun Loske bereits zum sechsten Mal in der zweiten Hälfte ausgeglichen. Bergen-Enkheim nutzte eine Kelsterbacher Unterzahl zur 2-Tore Führung (56.), und Ulli Theis nahm die Auszeit. Die angeordnete offene Manndeckung überraschte die Frankfurterinnen und führte zu zwei schnellen Ballgewinnen, die von der flinken Michaela Hain zum 19:19 (57.) verwertet wurden. Als sich schließlich Alix Huschka auf der Halbposition zum 20:19 durchsetzte und der BSC erneut in Ballbesitz kam, hatte die Theis-Sieben eine Minute vor dem Ende alle Trümpfe in der Hand. Es passte jedoch zum Spielverlauf, dass das Spielgerät noch aus der Hand gegeben wurde und den Konter für die Gäste erlaubte, den Gudrun Loske nur auf Kosten eines Strafwurfs blocken konnte. Die starke FSG-Spielmacherin Svenja Puth verwandelte sicher zum 20:20 Endstand.

Ein Punktverlust, der Kelsterbach im Kampf um Platz 8 wehtun kann, aber nicht muss. Mehr denn je sind zwei Siege in den letzten beiden Spielen der Hinrunde nötig, um noch von einem Ausrutscher der Konkurrenz aus Nordenstadt oder Kastel zu profitieren.

 

Torfolge: 0:1, 2:2, 2:4, 3:7, 7:7, 9:10; 10:10, 12:11, 12:13, 15:15, 15:17, 17:17, 17:19, 20:19, 20:20

 

BSC: Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (6/3), Melda Portakal (5), Michaela Hain (4), Alix Huschka (3), Margitta Gering (1), Mira Olk (1), Merle Aljes, Martina Lenz, Michelle McCoy, Katrin Schickel, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: BSC 3 (3) / FSG 6 (5)

Strafzeiten: BSC 4 / FSG 1

15.12.2012 TuS Kriftel gegen BSC Kelsterbach 19:25 (9:16)

Kelsterbach siegt mit starker Teamleistung 19:25

 

Am Samstag war der BSC Kelsterbach für das letzte Spiel im Jahr 2012 bei der TuS Kriftel II zu Gast und es war von Anfang an zu spüren, dass die Kelsterbacherinnen in der Schwarzbachhalle siegen wollten. Sie begannen hoch konzentriert und präsentieren sich als geschlossene Einheit.

Nach 5 Minuten lag der BSC durch einen erfolgreichen Gegenstoß von Melda Portakal mit 1:3 in Führung. Danach steigerten sich die Gastgeberinnen in der Abwehr und setzten sich individuell im Angriff durch. So glichen sie schließlich das einzige Mal in der 1. Halbzeit aus (4:4/10.) Aber schon im direkten Gegenzug legten die Gäste wieder vor und machten nun im Angriff immer mehr Druck. Mit schön heraus gespielten Toren wuchs der Vorsprung weiter (8:13/23.). Besonders wichtig in dieser Phase war der starke Rückhalt, den Nina Kurrle im Tor bot. Die Kelsterbacher Abwehr stand jetzt immer besser und arbeitete konsequent gegen den Krifteler Rückraum. So konnte man mit einem verdienten 9:16 Vorsprung in die Pause gehen.

In der zweiten Hälfte knüpfte man da an, wo man aufgehört hatte, weiter war die Konzentration hoch und der Siegeswille deutlich zu spüren. Vor allem die Abwehr bot jetzt eine ganz stake Leistung, aber auch im Angriff lief es, bei einem Spielstand von 13:24, bis zur 45. Minute sehr rund. Als jedoch die Krifteler Damen Gudrun Loske in Manndeckung nahmen, fehlte es den Gästen an individueller Stärke und Kriftel kam mit ihrer stärksten Spielerin Franziska Fuchs (insg. 8 Tore) bis auf 5 Tore heran. Dies war die schwächste Phase der Kelsterbacher Damen. So gelang ihnen in 13 Angriffen kein einziges Tor und das Spiel endete mit 19:25. Ein toller Sieg, der jedoch leider durch den erneuten Schlüsselbeinbruch von Lisa Assaid in der 20 Minute, gehemmt wurde.

 

Trainer Ulli Theis war trotz der weniger guten Schlussphase sehr zufrieden: „Heute haben die Mädels bewiesen, dass eine stabile Abwehr und ein druckvolles Angriffspiel zum Erfolg führen. Beeindruckend auch die mannschaftliche Geschlossenheit, da hat Jede für Jede gekämpft, da ist niemand abgefallen.“

 

BSC: Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (9/3), Melda Portakal (5), Michaela Hain (4), Martina Lenz (3), Alix Huschka (2), Margitta Gering (2), Merle Aljes, Sarah Stenger, Lisa Assaid, Katrin Schickel, Michelle Marie McCoy, Kerima Softic

09.12.2012 BSC Kelsterbach – TG Schwanheim 20:19 (8:9)

Zittersieg für den BSC

 

Die Kelsterbacher Handballfrauen durften im Mainderby gegen die TG Schwanheim zwei wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs verbuchen. Dabei gab es für den Gastgeber keinen Schönheitspreis zu gewinnen, vielmehr gelang es trotz einer sehr durchwachsenen Leistung den Platz als Sieger zu verlassen. Die Schwanheimerinnen konnten den letzten Angriff gegen aufopferungsvoll kämpfende BSClerinnen nicht mehr zum möglichen Punktgewinn nutzen.

Nach drei Auswärtssiegen in Folge waren die Gäste zwar ersatzgeschwächt aber mit breiter Brust nach Kelsterbach gekommen, und entsprechend engagiert gingen Marion Stammbach und Co. zu Werke. Zunächst überboten sich die Tabellennachbarn im Auslassen ihrer Gelegenheiten, die mehrfachen Pfosten- und Lattentreffer der TG hatten schon kuriose Züge. Schwanheim spielte durchgehend geduldig, war zielstrebiger in seinen Aktionen und konnte in der siebten Minute die ersten beiden Tore erzielen. Der BSC kämpfte mit seiner Nervosität und zwang durch unnötige Ballverluste Coach Ulli Theis zur frühen Auszeit. Zwar lief es im Angriff bei den Hausherrinnen dann etwas besser, eine Führung vermochte man in der ersten Hälfte aber dennoch nicht herauszuspielen. Vor allem TGlerin Vanessa Brettschneider entpuppte sich für die Kelsterbacher Defensive als Unruheherd auf Halblinks und konterte den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Margitta Gering mit zwei Treffern zum 6:8 (23.). BSClerin Martina Lenz zeigte nach zwei guten Zuspielen ihre Klasse am Kreis und egalisierte erneut (26.), doch die TG bedankte sich für einen Kelsterbacher Fehlpass mit der 8:9 Pausenführung.

Der zweite Abschnitt startete mit dem 8:10 durch Schwanheims Natalie Rittgasser und einem verworfenen Siebenmeter, dann kam der BSC besser in Fahrt. Melda Portakal per zweiter Welle sowie Michaela Hain mit Doppelpack erzielten mit dem 11:10 (37.) die erste Führung für die Theis-Schützlinge, Sarah Stenger und Gudrun Loske bauten auf zwei Tore aus (13:11, 42.). Schwanheim hielt dagegen, TG-Urgestein Marion Stammbach eröffnete die spannende Schlussphase mit dem Strafwurf zum 13:13 (44.). Kelsterbach legte jeweils vor, die TG glich aus – erneut Stammbach per Siebenmeter zum 17:17 (52.). Selbst als der BSC durch Margitta Gering und Michaela Hain das 19:17 markierte (58.), ließ sich Schwanheim nicht abschütteln. Das 19:19 genau eine Minute vor dem Schlusspfiff machte die Partie zu einer Angelegenheit auf Messers Schneide, zumal Kelsterbach noch in Unterzahl agierte. Die wurfgewaltige Gudrun Loske fasste sich schließlich ein Herz und traf zum 20:19. Die Gäste aus der Nachbarstadt fanden in den verbleibenden 33 Sekunden keine Antwort mehr gegen die siegesgewillten BSClerinnen.

„Solche Spiele muss man erstmal gewinnen“, zeigte sich Ulli Theis wohl nicht über die gezeigte Leistung, aber zumindest über den „dreckigen“ Sieg im Derby zufrieden. So bleibt für den BSC auch die Hoffnung auf Platz 8 und die Aufstiegsrunde erhalten. In Anbetracht des nach wie vor sehr mageren Kelsterbacher Punktekontos müssen dazu die vier letzten Partien der Hinrunde gegen tabellarisch allesamt hinter dem BSC platzierte Mannschaften zum Mindesten gewonnen werden.

 

Torfolge: 0:2, 1:3, 2:4, 3:6, 6:6, 6:8, 8:8, 8:9; 8:10, 11:10, 13:11, 13:13, 17:17, 19:17, 19:19, 20:19

 

BSC: Nina Kurrle, Kerima Softic (Tor), Gudrun Loske (6/1), Michaela Hain (5), Martina Lenz (3), Margitta Gering (2), Melda Portakal (2), Alix Huschka (1), Sarah Stenger (1), Merle Aljes, Christina Bednasch, Davina Börner, Mira Olk, Katrin Schickel

 

Strafwürfe: BSC 2 (1) / TGS 2 (2)

Strafzeiten: BSC 2 / TGS 3

02.12.2012 TSG Oberursel – BSC Kelsterbach 24:24 (14:15)

Kelsterbach punktet in Oberursel

 

Nach den zuletzt erlittenen Pleiten gegen Hofheim und Bad Soden haben sich die Handballerinnen des BSC Kelsterbach eindrucksvoll in der Bezirksoberliga Frankfurt/Wiesbaden zurückgemeldet. Beim heimstarken Tabellendritten TSG Oberursel standen die Theis-Schützlinge kurz vor dem doppelten Punktgewinn, mussten jedoch unmittelbar vor Ende der Partie einen Strafwurf der Gastgeber zum unglücklichen aber letztendlich gerechten 24:24 Unentschieden hinnehmen.

Wie ausgewechselt wirkten die BSClerinnen nach der schwachen Vorstellung vom vergangenen Wochenende. Von Beginn an kombinierten sie flüssig, hielten die technischen Fehler in Grenzen und zeigten sich konzentriert beim Abschluss. Die Defensive war wesentlich kompakter und bissiger als zuletzt, und auch wenn man das Oberurseler Tempospiel nie gänzlich unterbinden konnte, bekam man es mit zunehmender Spieldauer doch besser unter Kontrolle. So verdienten sich die Gäste immer wieder eine 1-2 Tore Führung im ersten Durchgang. Auch als die TSG zurückschlug und kurz vor der Pause ihrerseits in Front ging (14:13, 28.), warf selbst die zusätzliche Strafzeit den BSC nicht aus der Bahn. In Unterzahl erkämpfte sich Kelsterbach zwei Strafwürfe, die Michaela Hain zielsicher zum 14:15 Halbzeitsieg verwandelte.

Auch der zweite Abschnitt sollte hin und her wiegen. Zuerst war es an den Mainstädterinnen, den Vorsprung weiter auszubauen, Michaela Hain akrobatisch über Links zum 14:17, Gudrun Loske mit platziertem Rückraumwurf zum 15:18 (39.). Es folgte die schwächste Phase des BSC, und Oberursel nutzte gnadenlos den Konzentrationsverlust der Gäste, um das Blatt erneut zu wenden (20:18, 46.). Die Auszeit von BSC-Coach Ulli Theis wirkte Wunder, sein Team fand zurück ins Spiel. Torjägerin Gudrun Loske gewohnt treffsicher aus sieben sowie neun Metern zum Ausgleich (49.), dann in Unterzahl Martina Lenz mit Durchsetzungsvermögen zur abermaligen Führung, die Mira Olk per Tempogegenstoß noch ausbaute (20:22, 55.). Lebensversicherung für die TSG war deren Kreisläuferin Elfi von der Wehl, die erst den Anschluss markierte und dem 21:23 von Michaela Hain (57.) zwei weitere Tore zum 23:23 Ausgleich folgen ließ. Die verbliebenen 45 Sekunden sollten die Spannung noch steigern. Kelsterbach in Ballbesitz findet die Lücke für Margitta Gering, die regelwidrig zu Fall gebracht wird. Den fälligen Siebenmeter verwandelt Gudrun Loske nervenstark zum 23:24. Noch 16 Sekunden für Oberursel, Freiwurf, Auszeit von TSG-Coach Dirk Lodders. Die folgende Freiwurf-Finte landet bei TSGlerin Anne Heydeck, die vehement in den Kreis drängt und ihre Gegenspielerin mitzieht. Die Schiedsrichter entscheiden auf Abwehr durch den Kreis, und Oberursel nutzt Sekunden vor Abpfiff die Strafwurf-Gelegenheit zum Punktgewinn.

Ein wichtiger Erfolg, den sich die Kelsterbacherinnen nicht nur durch Rückbesinnung auf die eigenen Stärken verdient haben. Augenscheinlich sorgte die Geschlossenheit der Defensive vor einer guten Keeperin Kerima Softic für das nötige Selbstvertrauen bei den eigenen Angriffsaktionen. Auf diese Leistung kann der BSC aufbauen, denn um den undankbaren neunten Platz noch zu verlassen, helfen ab jetzt nur Siege weiter. Nächsten Sonntag begrüßt der BSC den punktgleichen Tabellennachbarn TG Schwanheim zum Mainderby.

 

Torfolge: 0:1, 2:1, 3:2, 3:5, 8:10, 10:10, 10:11, 12:13, 14:13, 14:15; 14:17, 15:18, 20:18, 20:22, 21:23, 23:23, 23:24, 24:24

 

BSC: Kerima Softic, Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (11/6), Michaela Hain (6/2), Mira Olk (3), Martina Lenz (2), Melda Portakal (2), Davina Börner, Margitta Gering, Alix Huschka, Michelle McCoy, Katrin Schickel, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: TSG 6 (4) / BSC 8 (8)

Strafzeiten: TSG 5 / BSC 7

25.11.2012 BSC Kelsterbach – FSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt 19:28 (5:14)

Quo vadis, BSC?

 

Die Krise der Kelsterbacher Handballerinnen verstärkt sich weiter. Gegen den Mitabsteiger aus der Landesliga FSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt präsentierten sich die Theis-Schützlinge in eigener Halle völlig verunsichert, und fanden zu keiner Zeit einen Zugriff auf die Offensive der Gäste. Bad Soden überzeugte durch mannschaftliche Geschlossenheit und Zielstrebigkeit, während der BSC wenig inspiriert agierte und zu oft ratlos wirkte. So war das Spiel im Grunde schon nach 20 Minuten entschieden, den bis dahin erzielten 9-Tore Vorsprung konnten die Sodenerinnen bis zum Schlusspfiff recht mühelos verwalten.

„Ich hatte etwas mehr Gegenwehr erwartet“, wunderte sich Gäste-Trainer Paul Günther nach der Partie. Doch Kelsterbach hatte vor allem in der ersten Hälfte mehr mit sich selbst zu kämpfen. Jede Menge Fehler ohne Not, Missverständnisse, unerreichbare Zuspiele und schlecht vorbereitete Würfe bestimmten den eigenen Ballbesitz, dazu klafften in der Defensive immer wieder große Lücken, die den Tabellenzweiten förmlich zum Torewerfen einluden. Während einer über 17-minütigen Torflaute des BSC zog Bad Soden scheinbar kinderleicht auf 3:12 davon (23.), mit einem 5:14 ging es bedrückt in die Kabine.

Der zweite Abschnitt begann mit zwei Gästetreffern, dann fing auch Kelsterbach an mitzuspielen. Es sollte allerdings zu keinem Zeitpunkt gelingen den Abstand noch einmal unter 8 Tore zu bekommen. Selbst als Bad Soden zehn Minuten vor dem Ende mit Konzentrationsproblemen durch den konstant sicheren Vorsprung zu kämpfen hatte, reichte eine Auszeit um die Spielkontrolle wieder zu erlangen. So ging es in der Schlussphase nur noch darum ob die Niederlage doppelstellig ausfallen würde oder nicht – zumindest hier setzte sich Kelsterbach durch.

Eine erschreckend schwache Vorstellung der Kelsterbacherinnen in den ersten dreißig Minuten, die nicht nur alle Aufstiegsträume endgültig platzen ließ. In dieser Form scheint selbst das Erreichen von Platz 8 und somit die Qualifikation für die Playoffs keine beschlossene Sache zu sein, zumal das schwere Auswärtsspiel beim Tabellendritten TSG Oberursel ansteht. Bei einer erneuten Niederlage drohen die nun zehntplatzierten BSClerinnen auf dem Tableau noch weiter abzurutschen.

 

Torfolge: 0:1, 2:2, 2:5, 3:12, 5:12, 5:14; 5:16, 8:16, 10:18, 11:20, 11:22, 14:22, 14:24, 16:26, 18:26, 18:28, 19:28

 

BSC: Nina Kurrle, Kerima Softic (Tor), Michaela Hain (4), Gudrun Loske (4/1), Alix Huschka (3), Margitta Gering (2), Melda Portakal (2), Martina Lenz (1), Mira Olk (1), Katrin Schickel (1), Sarah Stenger (1), Merle Aljes, Christina Bednasch

 

Strafwürfe: BSC 1 (1) / FSG 4 (3)

Strafzeiten: BSC 3 / FSG 1

10.11.2012 TV Hofheim – BSC Kelsterbach 23:19 (14:8)

Kelsterbacher Berg- und Talfahrt geht weiter

 

Die Kelsterbacher Handballfrauen laufen weiter ihrer Form hinterher. Beim TV Hofheim setzte es am Samstagnachmittag bereits die vierte Niederlage im achten Spiel, der BSC hängt im Mittelfeld der Bezirksoberligatabelle fest. Ausschlaggebend für den erneuten Misserfolg war einmal mehr die schlechte Chancenverwertung, wenngleich mit etwas mehr Mut und Cleverness zumindest ein Teilerfolg für die Theis-Schützlinge möglich gewesen wäre.

Von Anpfiff an bot sich den gut 80 Zuschauern in der Sporthalle Brühlwiesenschulen ein offener Schlagabtausch der beiden Mannschaften, wobei vor allem die Hofheimerinnen die Geschenke der als Schweizer Käse verkleideten Kelsterbacher Abwehr dankend annahmen. Schon nach 11 Minuten waren die Gäste mit 8:4 in der Hinterhand, zwei Minuten später gar mit 10:5. Fast jeder Angriff des TV endete mit einem Tor, während sich die BSClerinnen zumeist an der gegnerischen Keeperin abarbeiteten. Der 12:8 Anschlusstreffer von Michaela Hain (17.), an ihrem Geburtstag auch beste Kelsterbacher Akteurin, sollte bis zur Pause tatsächlich der letzte Torerfolg der Besucher bleiben. Immerhin stabilisierte sich nun auch der eigene Defensivverbund, so dass sich das Spiel vom Torfestival in eine Hungerpartie verwandelte. Erst in der 27. Minute konnte Hofheims Regisseurin Ruth Eyrich einen Rückraumwurf zum 13:8 verwandeln, und 15 Sekunden vor der Sirene wurde ihr Zuspiel von Kreisläuferin Andrea Rupp zum aus Gästesicht deprimierenden 14:8 Halbzeitstand eingenetzt.

Die hängenden Köpfe blieben in der Kabine, und Kelsterbach machte sich auf, zurück ins Spiel zu kommen. Zwar wurden die ersten beiden Strafwürfe Beute der TV-Torhüterin, doch schließlich fing der BSC-Express zu rollen an, verkürzte durch Hain-Siebenmeter schon bald auf 14:12 (38.). Die aus dieser Aktion resultierende Strafzeit für Hofheim konnte Kelsterbach nicht weiter nutzen, stattdessen erwachte der Kampfgeist der Hausherrinnen neu. Die drei Gefahrenpole Rupp, Eyrich und Berneiser stellten bis zur 45. Minute den Pausenabstand wieder her (18:12), während die Mainstädterinnen in dieser Phase erneut zu ungenau agierten. Doch der BSC konnte eine zweite Aufholjagd starten. Eine entschlossene Abwehrarbeit setzte dem müde wirkenden Gastgeber erheblich zu, und vermehrte Ballgewinne wurden in erfolgreiche Tempogegenstöße umgemünzt. Der Konter von Tiffany Wade zum 20:18 (57.) brachte Kelsterbach wieder in Schlagdistanz, aber in den letzten zwei Minuten demonstrierte Hofheim, was es braucht, wenn es einmal nicht läuft: TV-Spielmacherin Ruth Eyrich übernahm die Verantwortung, setzte sich erst gegen offene Manndeckung zum 21:18 durch, um nur 30 Sekunden später das vorentscheidende 22:18 aus dem Rückraum zu erzielen. Beim BSC war eine ähnlich entscheidungsfreudige Spielerin heuer nicht auf dem Platz.

Für Kelsterbach geht es erst in zwei Wochen in der heimischen Baugé-Halle weiter, das Landesliga-Absteiger-Duell gegen die FSG Bad Soden/ Schwalbach/Niederhöchstadt steht auf dem Programm. Anders als der BSC steht die Günther-Sieben als Tabellenzweiter punktemäßig voll im Soll, und wird ohne eine deutliche Steigerung in allen Bereichen sehr schwer in Gefahr zu bringen sein.

 

Torfolge: 2:0, 3:1, 5:3, 6:4, 8:5, 10:5, 12:8, 14:8; 14:12, 18:12, 18:15, 19:16, 20:18, 23:18, 23:19

 

BSC: Kerima Softic, Jessica Schell (Tor), Michaela Hain (8/2), Gudrun Loske (4/1), Martina Lenz (3), Tiffany Wade (2), Alix Huschka (1), Mira Olk (1), Christina Bednasch, Davina Börner, Margitta Gering, Melda Portakal, Katrin Schickel, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: TVH 5 (5) / BSC 6 (3)

Strafzeiten: TVH 2 / BSC 0

04.11.2012 BSC Kelsterbach – FSG Steinbach/Sulzbach/Kronberg 28:10 (14:4)

Kantersieg für Kelsterbach

 

Einen ungefährdeten Heimsieg verbuchten die Handballfrauen aus Kelsterbach gegen den Tabellenletzten FSG Steinbach/Sulzbach/Kronberg. Dabei glänzte vor allem die Defensive des BSC mit einer starken Torhüterin Jessica Schell. Allerdings präsentierte sich der Gegner zumeist harmlos und offenbarte einen Klassenunterschied. Einzig die Chancenverwertung sorgte nach dem Spiel für manch verkniffene Miene, ließen die Gastgeberinnen doch mehr als ein Dutzend hundertprozentige Möglichkeiten ungenutzt, den Pflichterfolg noch deutlicher zu gestalten.

Landesligaabsteiger gegen Bezirksoberligaaufsteiger, die Favoritenrolle war vor Anpfiff klar vergeben. Entsprechend gestaltete sich auch das Geschehen auf dem Spielfeld, Kelsterbach bestimmte das Tempo, konnte aber erstmal kein Kapital daraus schlagen. Dass es nach knapp 10 Minuten nur 2:2 stand, war einerseits der Spielgemeinschaft aus dem Vordertaunus geschuldet, denn diese taten sich schwer gegen die offensive Abwehr der Hausherrinnen und setzten auf geduldiges Aufbauspiel. Andererseits blieb dem Publikum schon in der Anfangsphase so mancher Torschrei im Halse stecken, denn der BSC zeigte doch einige Konzentrationsschwächen beim Abschluss. Torjägerin Gudrun Loske war es vorbehalten, einen hohen Querpass der Gäste abzufangen und mit dem Konter zum 3:2 eine erste starke Phase der Kelsterbacherinnen einzuleiten, die den Spielstand auf 10:2 ausbauten (24.). Zwei Nachlässigkeiten in der Abwehr nutzte die FSG binnen einer Minute zum 10:4, doch die Theis-Schützlinge legten bis zur Pause u.a. durch zwei Tempogegenstöße von Mira Olk zum doppelstelligen Vorsprung von 14:4 nach.

Wer ein Spektakel des BSC in der zweiten Hälfte erhoffte, wurde erstmal enttäuscht, denn das meiste Staunen bewirkten die ausgelassenen Todsicheren. Die stellungssichere FSG-Keeperin wirkte in ihrer Ruhe wie ein Magnet auf die Torwürfe der heranstürmenden Kelsterbacherinnen, die in der ersten Viertelstunde nur über ihre beiden Außen Michaela Hain und Melda Portakal zu Treffern kamen. Die FSG wehrte sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, der Loske-Strafwurf zum 18:8 (45.) stellte dann den halbzeitlichen 10-Tore Abstand wieder her. Schließlich platzte der Kelsterbacher Knoten doch noch. Die BSClerinnen konnten Druck und Tempo weiter erhöhen und gegen nachlassende Gäste auch ihre Treffsicherheit wiederfinden, so dass am Ende ein in der Höhe absolut verdienter 28:10 Kantersieg feststand.

„Ich hatte einen ruhigen Abend“, befand Betreuerin Marita Hopp die doch einseitige Angelegenheit. Nach der Pflicht gegen das weiterhin punktlose Schlusslicht folgt am nächsten Samstag die Kür beim TV Hofheim. Eyrich und Co. liegen in der Tabelle mit nur einem Punkt vor dem BSC, könnten also im Erfolgsfall von den Kelsterbacherinnen überholt werden.

 

Torfolge: 2:0, 2:2, 10:2, 10:4, 14:4; 14:5, 15:6, 17:8, 21:9, 25:9, 28:10

 

BSC: Jessica Schell, Kerima Softic (Tor), Gudrun Loske (9/5), Michaela Hain (4), Alix Huschka (4), Christina Bednasch (3), Melda Portakal (3), Margitta Gering (2), Mira Olk (2), Martina Lenz (1), Katrin Schickel, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: BSC 6 (5) / FSG 3 (1)

Strafzeiten: BSC 3 / FSG 4

28.10.2012 TSG Eddersheim II – BSC Kelsterbach 22:19 (10:11)

Rückschlag für den BSC

 

Die Kelsterbacher Handballerinnen kommen in der Bezirksoberliga Frankfurt/Wiesbaden nicht richtig in Fahrt. Nach zwei Siegen in Folge kassierten sie zu Gast bei der Oberligareserve der TSG Eddersheim bereits die dritte Saisonniederlage, und erneut unter der Kategorie „vermeidbar“. Beide Teams wussten nur wenig zu überzeugen, der Tabellenzweite von der nördlichen Mainseite konnte aber die kleinere Fehlerquote sowie in der Schlussphase den größeren Siegeswillen vorweisen.

Kelsterbach zeigte von Beginn an die bessere Spielanlage, ließ aber viele Chancen ungenutzt. Erst mit der Einwechslung von Gudrun Loske bewegte sich das Torkonto, die BSC-Torjägerin schnürte binnen einer Minute ein Dreierpack und brachte ihre Farben mit 1:4 in Front (8.). Das Spiel der Gäste blieb ungenau, zwei Ballverluste im Angriff nutzte die TSG zum 4:4 (11.). Ein zweites Loske-Dreierpack half dem BSC mit 5:9 in Führung zu gehen (20.), nicht aber Ruhe in die Aktionen zu bringen. Acht Minuten gelang Kelsterbach kein Treffer, die Hausherrinnen konnten so wieder zum 9:9 ausgleichen. Ein Konter von Mira Olk besorgte mit dem Pausenpfiff die knappe 10:11 Halbzeitführung der Theis-Schützlinge, die aufgrund der Qualität der vielen vergebenen Chancen hätte deutlich höher ausfallen müssen.

Beste Kelsterbacher Spielerin blieb auch im zweiten Abschnitt Keeperin Kerima Softic. Ihre zahlreichen Paraden hielten den BSC im Rennen, denn weiterhin quälten sich die Teamkolleginnen mit ungenauen Zuspielen und schlecht vorbereiteten Würfen. So dümpelte die Partie ausgeglichen mit wechselnden Führungen dahin, Tiffany Wade erzielte mit schönem Treffer vom Kreis das 15:15 (49.). Das selten souverän und oft uneins agierende Schiedsrichterinnengespann zog sich nach einer überaus zweifelhaften Entscheidung endgültig den Zorn der Kelsterbacher Torhüterin zu, die daraus für selbige resultierende Strafzeit war unumstritten. Eddersheim erhöhte auf 17:15, doch noch in Unterzahl verkürzte Christina Bednasch über Rechts (50.). Eine weitere Zeitstrafe erschwerte die Situation für den BSC, die TSG setzte sich auf 20:16 ab (53.). Der Vorsprung sollte spielentscheidend sein. Kelsterbach riskierte zwar nochmal alles bis hin zur offenen Manndeckung, der Gewaltwurf von Mira Olk zum 21:19 (59.) war allerdings der letzte Treffer der Gäste. Eddersheim spielte die Schlussminute souverän herunter und verdiente sich den 22:19 Heimerfolg.

„Als ob sie nicht gewinnen wollen!“ kommentierte Trainer Ulli Theis die unstete Leistung seiner Spielerinnen. Vor allem die unterirdische Chancenverwertung ärgerte den Übungsleiter: „Wir hätten allein in der ersten Hälfte 20 Tore machen können.“

 

Torfolge: 0:1, 1:4, 4:4, 5:5, 5:9, 9:9, 10:11; 13:14, 15:14, 17:15, 20:16, 21:17, 21:19, 22:19

 

BSC: Kerima Softic, Jessica Schell (Tor), Gudrun Loske (10/2), Mira Olk (4), Michaela Hain (2), Christina Bednasch (1), Alix Huschka (1), Tiffany Wade (1), Merle Aljes, Margitta Gering, Martina Lenz, Melda Portakal, Katrin Schickel, Sarah Stenger

14.10.2012 BSC Kelsterbach – HSG Eschhofen/Steeden 23:16 (11:7)

Pflichtsieg für den BSC

 

Zweiter Sieg in Folge für die Handballerinnen des BSC Kelsterbach, Fehlstart kompensiert. Allerdings versprühten die Theis-Schützlinge in eigener Halle nur wenig Glanz gegen die weitestgehend harmlos agierende HSG Eschhofen/Steeden, denn einigen starken und spielentscheidenden Minuten standen andauernde Phasen der Inkonsequenz gegenüber.

Die HSG versuchte von Beginn an Beton anzurühren, doch es lag an den vergebenen Chancen des BSC, dass sich die Zuschauer bis zum 1:0 durch Michaela Hain lange sechseinhalb Minuten gedulden mussten. Die Gäste von der Lahn hatten Schwierigkeiten gegen die offensive Kelsterbacher Deckung, spielten ihre Ballstafetten meist bis zur schiedsrichterlichen Zeitspielwarnung und brauchten zehn Minuten für die erste und erfolgreich verwertete Torchance. Der BSC verpasste es die offensichtliche Dominanz auf die Ergebnistafel zu übertragen. Stattdessen verkomplizierte man die Angriffsaktionen und erhöhte die Fehlerquote. Auch die Defensive zeigte plötzlich Konzentrationsschwächen und ließ die HSG mit einfachen Mitteln im Spiel bleiben. So war der 11:7 Halbzeitstand eher unbefriedigend für die Hausherrinnen.

Entsprechend engagiert begann Kelsterbach den zweiten Abschnitt, zog in der stärksten Phase bis zur 35. Minute u.a. durch Konter von Mira Olk (2x) und Alix Huschka auf 15:7 davon. Wie schon im ersten Abschnitt konnte der BSC sein Potential danach nur halbwegs abrufen. Viele technische Fehler hemmten den Spielfluss, die Partie plätscherte wenig ereignisvoll dahin (18:11, 49.). Die Gäste erwachten als erste aus der Lethargie und überraschten die schläfrigen Kelsterbacherinnen plötzlich mit Tempospiel. Binnen 5 Minuten saugte sich die HSG auf 19:16 heran (55.), doch postwendend beantwortete Michaela Hain das kurze Wittern der Morgenluft mit schneller Mitte. Endgültig um jede Hoffnung brachten sich die HSGlerinnen mit vier aufeinanderfolgenden Zeitstrafen in den letzten drei Minuten, mussten so zeitweilig mit nur zwei Feldspielerinnen agieren. In der letzten Spielminute war es erneut die lauf- und konterstarke Mira Olk, die mit zwei Gegenstößen den 23:16 Endstand für den BSC besiegelte.

Schlussendlich reichte den Kelsterbacherinnen eine durchwachsene Leistung, um die Punkte gegen biedere Gäste zu behalten, und sich ins Mittelfeld der Tabelle vorzuschieben. Nun hofft der BSC, dass sich die angeschlagenen Spielerinnen in den kommen zwei Wochen Spielpause regenerieren können, um den kommenden schweren Aufgaben zumindest mit entspannter Personalsituation entgegen zu sehen.

 

Torfolge: 3:0, 4:1, 4:3, 6:3, 8:5, 10:6, 11:7; 15:7, 15:10, 17:10, 18:11, 18:14, 19:16, 23:16

 

BSC: Jessica Schell, Kerima Softic (Tor), Gudrun Loske (9/6), Mira Olk (6), Michaela Hain (4), Melda Portakal (2), Alix Huschka (1), Katrin Schickel (1), Tiffany Wade (1), Margitta Gering, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: BSC 8 (6) / HSG 2 (1)

Strafzeiten: BSC 0 / HSG 5

7.10.2012 TG Kastel - BSC Kelsterbach 20:28

BSC löst den Knoten – erster Saisonsieg

 

Die Partie zwischen der TG Kastel und dem BSC Kelsterbach startete verhalten, denn erst nach 5 Minuten gelang Sarah Stenger der erste Treffer für die Gäste zum 0:1. Das 4:4 war das erste und letzte Unentschieden im gesamten Spielverlauf. Der Führungstreffer durch Alix Huschka zum 5:4 fiel in der 18. Spielminute. Die Führung konnte in den ersten 30 Minuten zwischenzeitlich auf vier Treffer ausgebaut werden. Doch den Gastgeberinnen gelang es noch in der 30 Minute auf 2 Tore zu verkürzen. Die 1. Halbzeit war geprägt von Abspiel-, Wurffehlern und zu Beginn zwei müde wirkenden Mannschaften. Der Abwehr der Kelsterbacherinnen fehlte es an Beinarbeit und das Angriffsspiel überzeugte nicht durch Spritzigkeit. Die stetige Führung verdankten die BSClerinnen vor allem der guten Leistung ihrer Torfrau Jessica Schell und der wurfstärksten Spielerin Michaela Hain mit insgesamt 9 Toren.


Beiden Mannschaften gelang es, auch den größten Teil der 2. Halbzeit, nicht durch eine gute Angriffs- und Abwehrleistung zu überzeugen. Die BSClerinnen hatten Glück, dass das Spiel der Gastgeberinnen ebenfalls von technischen Fehlern geprägt war. 10 Minuten vor Spielende gelang es Kastel dennoch auf 18:19 heranzukommen. Die Frankfurterinnen packte nun noch einmal der Kampfgeist. Durch ein präzises Zuspiel von Gudrun Loske auf die Kreisläuferin Tiffany Wade konnte diese die Führung auf 19:23 ausbauen. Bis zum Abpfiff erzielten die Kastelerinnen nur noch einen Treffer. Mit einem verwandelten 7m in der 60. Minute durch Gudrun Loske endete die Partie mit 20:28.

Der erste Saisonsieg, keine Glanzleistung, aber zwei wichtige Punkte. „Ohne die starke Leistung von Jessica Schell wäre ein Sieg nicht möglich gewesen“ so Ulli Theis. Die Zuschauer hoffen, dass nun der Knoten gelöst ist und gegen HSG Eschhofen/Steeden die nächsten 2 Punkte auf dem Spielkonto landen.

 

BSC: Jessica Schell, Nina Kurrle (Tor), Michaela Hain (9), Gudrun Loske (7/4), Alix Huschka (5), Sarah Stenger (3), Mira Olk (2), Margitta Gering (1), Tiffany Wade (1), Christina Bednasch, Katrin Schickel

30.09.2012 TuS Nordenstadt – BSC Kelsterbach 23:23 (9:11)

Eine gefühlte Niederlage

 

Erster Punktgewinn für die Handballerinnen des BSC Kelsterbach, wenngleich die enttäuschten Gesichter der Spielerinnen Bände sprachen über den Spielverlauf. Zu Gast bei dem mit zwei Siegen in die Saison gestarteten TuS Nordenstadt zeigten die Theis-Schützlinge die bisher beste Saisonleistung, führten 10 Minuten vor Ende der Partie noch souverän mit 6 Toren. Doch anstatt den verdienten Erfolg einzutüten, verloren die BSClerinnen zusehends die Linie, mussten die Hausherrinnen Tor um Tor herankommen lassen. Buchstäblich in letzter Sekunde verdaddelte Kelsterbach das Spielgerät und wurde per Konterlauf noch um einen Zähler gebracht.

Die Kelsterbacherinnen zeigten sich von Beginn an gewillt den verletzungsbedingten Ausfall von Leistungsträgerin Lisa Assaid zu kompensieren, wenn es auch gute zehn Minuten brauchte, sich auf die Nordenstadter Offensive einzustellen. So mussten sie noch das 5:3 von TuS-Spielerin Maren Lang verdauen (11.), bevor die Zuordnung stimmte und die starke BSC-Keeperin Kerima Softic ihren Kasten für mehr als 13 Minuten vernagelte. Einzig die eigene Chancenverwertung blieb trotz flüssiger Kombinationen zu bemängeln, denn erst in der 20. Minute konnte Kelsterbach zum 5:5 ausgleichen, und in der 24. Minute durch die grandios aufspielende Alix Huschka mit 5:7 in Führung gehen. Die letzten 5 Minuten vor dem Pausentee brachten nochmal einen offenen Schlagabtausch mit jeweils vier Toren pro Seite zum Halbzeitstand von 9:11 für den BSC, unter anderem erzielte Neuzugang Christina Bednasch ihren ersten Treffer im Kelsterbacher Trikot.

Torjägerin Gudrun Loske läutete mit ihrem Rückraumwurf zum 9:12 den zweiten Abschnitt sowie die stärkste Kelsterbacher Phase ein. Aus einer konzentrierten Deckung setzte sich der BSC mit variablem Angriffsspiel immer weiter ab, ein Tempogegenstoß von Mira Olk brachte das 13:20 (43.) und den höchsten Vorsprung der Gäste. Auch beim 15:21 durch Alix Huschka (50.) schien noch alles auf den Auswärtssieg hinzudeuten, auch wenn der Offensiv-Motor etwas ins Stottern geraten war. Doch keine drei Minuten später stand es nur noch 19:21, die Frauen aus dem Wiesbadener Vorort hatten dabei drei technische Fehler des BSC mit Tempogegenstößen bestraft. Die Auszeit von BSC-Coach Ulli Theis konnte das Nervenkostüm seiner Spielerinnen nur bedingt beruhigen, die Dominanz blieb verschwunden. Immerhin hielten Martina Lenz (20:22, 57.) und Gudrun Loske (21:23, 59.) den Landesligaabsteiger auf Kurs. Wieder schaffte der TuS den schnellen Anschluss, zudem kassierte Kelsterbach seine erst zweite Zeitstrafe zum scheinbar ungünstigsten Zeitpunkt. Mit Zitterhand versuchte der BSC noch einen Impuls zu setzen, bekam 22 Sekunden vor dem Ende durch eine Nordenstadter Strafzeit alle Trümpfe auf die Hand gelegt. Fehlende Cleverness erlaubte den langen Pass auf die durchgestartete TuS-Regisseurin Lang, die den Ball zur Spielzeit 59:58 einnetzte und für Katerstimmung bei den Gästen sorgte. „Unnötig wie ein Kropf“ befand Betreuerin Marita Hopp wortkarg doch präzise die 23:23 Punkteteilung.

 

Torfolge: 1:0, 2:3, 5:3, 5:7, 7:10, 8:11, 9:11; 9:12, 10:13, 10:16, 12:18, 13:20, 15:21, 20:21, 20:22, 21:23, 23:23

 

BSC: Kerima Softic, Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (10/6), Michaela Hain (4), Alix Huschka (4), Martina Lenz (3), Christina Bednasch (1), Mira Olk (1), Margitta Gering, Melda Portakal, Katrin Schickel, Sarah Stenger

 

Strafwürfe: TuS 4 (4) / BSC 7 (6)

Strafzeiten: TuS 7 / BSC 2

23.09.2012 BSC Kelsterbach – VfL Goldstein 24:25 (11:9)

Kelsterbach verschenkt die Punkte


Ein seltsames Spiel offenbarte sich den Zuschauern in der Baugé-Halle in Kelsterbach beim Mainderby zwischen dem BSC und dem VfL Goldstein. Die Kelsterbacher Handballerinnen zeigten sich gut erholt von der Auftaktniederlage in Eppstein, kontrollierten trotz einiger Schwächephasen die Partie über weite Strecken und sahen nach 45 Minuten schon wie der designierte Sieger aus. Nach einer längeren Verletzungspause ging dann aber beim BSC nicht mehr viel zusammen, Goldstein griff die Gelegenheit beim Schopf und drehte das Ergebnis in den Schlussminuten.

Mit viel Verspätung ertönte der Anpfiff des von Kelsterbach gestellten Ersatzreferees, war doch das vorgesehene Schiedsrichtergespann aus unbekannten Gründen nicht erschienen. Ein weitestgehend fairer Spielverlauf erleichterte dem Unparteiischen seine undankbare aber souverän gemeisterte Aufgabe. Dem schnellen Kelsterbacher 1:0 durch Michaela Hain nach knapp 20 Sekunden folgten erstmal eine Reihe Fehlwürfe der Gastgeberinnen, so dass der VfL mit 1:3 in Führung ging (5.). Der BSC legte zu und ging seinerseits in Vorhand (4:3, 9.), bald darauf war wieder Goldstein in Front. Entsprechend dem wechselnden Zugriff stand es nach zwanzig Minuten 7:7 Unentschieden. BSC-Keeperin Kerima Softic war mit ihren zahlreichen Paraden Impulsgeber für eine aufmerksame Defensive, die nun Ballgewinne und damit einfache Tore verbuchen konnte. Doch auch diese starke Phase zum 10:8 (23.) war nur von kurzer Dauer, Unkonzentriertheit und Umständlichkeit hinderten neuerlich den Kelsterbacher Spielfluss. Dass es trotzdem mit 11:9 in die Kabinen ging war dann eher einer Goldsteiner Abschlussschwäche zu verdanken.

Diese machte sich auch zu Beginn des zweiten Abschnitts bemerkbar, als die stärkste Phase der BSClerinnen begann. Drei verworfene Siebenmeter der Frauen von der nördlichen Mainseite (insgesamt 6 Fehlversuche) ließen die nun variabel auftrumpfenden Hausherrinnen auf 18:13 davon ziehen (41.). Ausgerechnet nach einer Auszeit von Ulli Theis sank das heimische Oberwasser und Goldstein fand zurück ins Geschehen. VfL- Neuzugang Nicole Fäth war ständiger Unruheherd auf der Halbposition und brachte ihr Team in der 49. Minute auf 20:19 heran. Kelsterbach kämpfte gegen die eigenen Nerven, die ein Konterlauf von Mira Olk zum 22:20 (51.) zu beruhigen schien. Es kam zur schweren Verletzung von BSClerin Lisa Assaid, die nach einem Zweikampf um den Ball so unglücklich zu Boden stürzte, dass ein Krankenwagen gerufen werden musste. Goldstein steckte die minutenlange Unterbrechung besser weg, zumal die BSClerinnen nach dem Ausfall ihrer kampfstärksten Spielerin wie gelähmt wirkten. Während Nicole Fäth mit drei Treffern die Gäste erstmals wieder mit 23:24 in Führung brachte, konnte der verunsicherte BSC in den verbleibenden 100 Sekunden nichts mehr ausrichten, und verlor die Partie äußert schmerzlich mit 24:25.

 

Torfolge: 1:0, 1:3, 4:3, 6:4, 6:7, 7:8, 10:8, 11:9; 12:9, 15:11, 18:13, 19:15, 19:18, 20:18, 22:20, 22:22, 23:22, 23:25, 24:25

 

BSC: Kerima Softic, Jessica Schell (Tor), Gudrun Loske (8/2), Michaela Hain (6), Mira Olk (3), Alix Huschka (2/1), Martina Lenz (2), Melda Portakal (2), Katrin Schickel (1), Lisa Assaid, Margitta Gering, Tiffany Wade

 

Strafwürfe: BSC 4 (3) / VfL 8 (2)

Strafzeiten: BSC 1 / VfL 1

16.09.2012 TSG Eppstein – BSC Kelsterbach 32:26 (14:11)

BSC patzt zum Saisonauftakt

 

Einen Fehlstart in die neuformierte Bezirksoberliga Frankfurt/Wiesbaden erlaubten sich die Kelsterbacher Handballfrauen bei der TSG Eppstein. Siebzehn Treffer der auf Gästeseite herausragenden Gudrun Loske reichten nicht für etwas Zählbares, zumal die Hausherrinnen mit der sechszehnmal erfolgreichen Martina Schreiber die entscheidende Spielerin in den eigenen Reihen hatten.

Dabei starteten die BSClerinnen überaus konzentriert in die absolut faire doch siebenmeterreiche Partie, lagen nach 15 Minuten, auch dank Torhüterin Kerima Softic, die die ersten drei Strafwürfe der Eppsteinerinnen vereitelte, noch mit 3:5 in Front. Die TSG ließ sich davon nicht beirren, machte viel Druck auf die Kelsterbacher Nahtstellen und hatte das Spiel gute 2 Minuten später gedreht (6:5, 18.). Der anschließende 6:6 Ausgleich durch Loske-Strafwurf sollte das letzte Remis des Abends gewesen sein, der letztjährige Sechstplazierte der BOL Wiesbaden zog bis zur 21. Minute auf 9:6 davon und gab seine Führung danach nicht mehr her. Zwar kamen die Mainstädterinnen durch ihre quirlige Rechtsaußen Melda Portakal wieder auf 11:10 heran (26.), die Defensive blieb jedoch anfällig und fand zu keiner Zeit ein Mittel gegen die wurfgewaltige TSGlerin Schreiber, die in der Schlusssekunde des ersten Abschnitts den 14:11 Halbzeitstand für ihre Farben einschweißte.

Der Wille war Kelsterbach auch im zweiten Abschnitt nicht abzusprechen, aber am Spielgeschehen änderte sich erstmal nichts. Die TSG spielte ihre Angriffe geduldig aus, und wenn nichts ging und Zeitspiel drohte, stach der Rückraum. Die Offensive des Landesligaabsteigers war bemüht, hatte aber nur wenig Überraschendes zu bieten, dafür die Mehrzahl an technischen Fehlern und Fehlversuchen.

So schien der Gastgeber über 18:14 und 20:15 (39.) vorzeitig zu enteilen. Eine Manndeckung gegen die Eppsteiner Torjägerin brachte zunächst die gewünschte Wirkung, denn in der 45. Minute war der BSC nach dem 20:19 von Loske wieder in Schlagdistanz. Doch TSGlerin Schreiber scorte einfach von der Marke weiter, per Siebenmeter-Doppelpack zum 22:19 schaffte sie ihrer Mannschaft umgehend wieder ein Polster an. BSC-Neuzugang Margitta Gering markierte ihren Saisoneinstandstreffer von der Strafwurflinie zum 22:20 (48.), das Pendel schlug dann allerdings deutlich Richtung Heimerfolg der TSG aus. Eine vierminütige Unterzahl brachte Kelsterbach den erstmaligen 6-Tore Rückstand (29:23, 56.), eine weitere Zeitstrafe für den BSC ließ die nie nachlassenden Eppsteinerinnen sogar auf 8 Tore davonziehen (32:24, 59.), bevor die Gäste in der letzten Minute noch auf ein 32:26 Endergebnis schminken konnten.

Noch eine Menge Luft nach oben an beiden Enden des Platzes darf man den Kelsterbacher Damen attestieren, ohne die gute Leistung der heimstarken TSG Eppstein schmälern zu wollen. Schon am nächsten Sonntag müssen auf jeden Fall ein bis zwei Schippen draufgelegt werden, um im Mainderby gegen den VfL Goldstein zu punkten.

 

Torfolge: 0:2, 1:3, 3:5, 6:5, 9:6, 10:7, 10:9, 12:11, 14:11; 14:12, 16:12, 20:15, 20:19, 22:19, 25:21, 27:22, 29:23, 32:24, 32:26

 

BSC: Kerima Softic, Nina Kurrle (Tor), Gudrun Loske (17/9), Melda Portakal (3), Lisa Assaid (2), Mira Olk (2), Margitta Gering (1/1), Sarah Stenger (1), Christina Bednasch, Davina Börner, Michaela Hain, Alix Huschka, Martina Lenz, Katrin Schickel

 

Strafwürfe: TSG 11 (8) / BSC 12 (10)

Strafzeiten: TSG 4 / BSC 6